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Private Krankenversicherung für Diabetiker

  • Kerstin

    Rang: Gast
    am 07.07.2010 13:28:37
    Hallo,
    ich bin Beamtin und seit ca. 26 Jahren Diabetikerin.
    Ich bin freiwillig gesetzlich versichert aber nun möchte ich in die private Krankenversicherung wechseln. Und nun meine Frage: Gibt es vielleicht jemanden der privat versichert ist und mir vielleicht einen Tip geben kann? Ich habe gehört dass die DEBEKA Diabetiker aufnimmt. Man muss halt 30% Risikozuschlag bezahlen. Das wäre aber immer noch günstiger als freiwillig gesetzlich versichert...
    Oder gibt es noch andere Versicherungen?

    LG von Kerstin
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 07.07.2010 17:36:00
    Moin Kerstin,

    rein statistisch hast Du Deine für die Versicherungen günstigen Versicherungsjahre längst hinter Dir. Das Unternehmen, das Dich annimmt, muss rein statistisch allein für den Diabetes mit fixen Ausgaben von ca. 500 Euronen pro Monat rechnen. Und mit der zwingenden Wahrscheinlichkeit, dass die sich mit den statistisch sicheren Folgekrankheiten schon in den nächsten 10 Jahren mehr als verdoppeln werden. Also absehbare 12 Tausis im Jahr an unmittelbaren Kosten und darin noch kein bisschen Vorsorge für die Zeit, die Du noch mal ein zusätzliches Vielfaches davon an der Dialyse kosten kannst. Und das soll nur 30% von Deiner normalen alters- und geschlechtsspezifischen Prämie kosten, die sich ja mit 100% selbstverständlich dazu addiert?

    Wahrscheinlich wärst Du dumm, wenn Du so ein Angebot, wenn es denn wirklich(!) keine Löcher hätte, nicht annehmen würdest, wenn die Versicherungspflichtgrenze für Dich keine ist http://www.krankenversicherung.net/einkommensgrenze

    Bisdann, Jürgen
  • Tipp

    Rang: Gast
    am 08.07.2010 11:10:36
    Liebe Kerstin,

    warum hast du die Debeka nicht einfach mal angefragt?

    Im Internet sind doch die KK gelistet. Formulierst einen Anfragebrief ähnlich wie hier. und lässt dir Angebote schriftlich zuschicken und suchst in Ruhe aus...

    So auf NUR mündliche Beratung würde ich NICHT eingehen, die quatschen dich zu. von Tipp
  • Ursel

    Rang: Gast
    am 08.07.2010 16:00:38
    Die privaten KVs werden im Alter unheimlich teuer.
    Ich kann dich nur warnen.
    Ich weiß nicht, was du jetzt bei der gesetzlichen bezahlst.
    Aber eine genaue Information lohnt sich garantiert.
    Nicht dass du dich hinterher schwarz ärgerst.

    Liebe Grüße
  • Katja

    Rang: Gast
    am 09.07.2010 00:34:12
    Hallo Kerstin,

    mein Mann ist als Beamter privat versichert. Er hatte damals keinerlei Vorerkrankungen. Sein Kollege mußte nur(!) als Raucher bereits 30% Zuschlag zahlen!

    Mein Mann ist inzwischen ziemlich sauer auf seine Versicherung. Daß man jede Rechnung erst mal selbst bezahlen muß, egal, wie hoch sie ist - geschenkt. Daß die Beihilfe von jeder Rechnung 6 bis 7 Euro abzieht - okay. Daß diese Zuzahlungen nicht bei meiner Belastungsgrenze von 1% des gemeinsamen(!) Bruttoeinkommens berücksichtigt werden (ich bin gesetzlich versichert) - na ja. Für Privatversicherte gibt es übrigens keine Belastungsgrenzen - und wenn Du 5% Zuzahlungen leistest! Aber wirklich eine Sauerei ist, daß Du zwar freie Arzt- und Krankenhauswahl hast - Deine Versicherung sich aber im Regelfall weigern wird, eine Kostenübernahmeerklärung abzugeben! Ich weiß nicht, ob Du es Dir leisten kannst, pro Tag rund 500¤ für einen Klinikaufenthalt zu löhnen... Ich finde es jedenfalls ziemlich daneben, wenn man krank ist und sich dann erst mal mit seiner Versicherung rumschlagen muß! Nach Einreichung der Krankenhauseinweisung wollte sie einen sehr detaillierten Fragebogen von seinem Arzt ausgefüllt haben und die Entbindung von der Schweigepflicht (mindestens vier Unterschriften!). Als das alles vorlag, kam als Antwort die Mitteilung, daß meinem Mann ja eine Reha oder ein Sanatoriumsaufenthalt reichen würde! Hinweis am Rande: die Versicherung zahlt dafür 26¤ - maximal vier Wochen lang und nur alle paar Jahre. Wie gesagt, ein Tag in der Klinik kostet bereits für GKV-Versicherte rund 300 - 400¤ pro Tag - PKV-Versicherte sind mit dem 2,3- bis 3,5-fachen dabei... Die Beihilfe zahlt ja nur die Hälfte. Und die Klinik hat ihm mitgeteilt, daß er als Privatversicherter erst mal mit 10.000¤ in Vorleistung treten soll... Sein Kollege (er raucht inzwischen nicht mehr) hat übrigens dieselbe Erfahrung gemacht.

    Ach ja: mein Mann ist bei der DEBEKA versichert. Den Klinikaufenthalt hat er aufgegeben, obwohl er dringend nötig wäre. Auch sein Arzt sieht das so.

    Viele Grüße

    Katja
  • Frage

    Rang: Gast
    am 09.07.2010 14:39:43
    Liebe Kerstin, WARUM willst du eigentlich in die private KK wechseln? Ehrlich gesagt, kann ichmir cnith vorstellen, dass du da billiger hinkommst.

    Ich vermute mal, dass man auch gerne bei den Privatversicherten zugreift, weil man da vermutet, die können sich das leisten. Und am Ende wird bei dir mehr Diagnostik als nötig veranstaltet...

    Aber, wie gesagt, ich würde die KK anschreiben und Angebote zusenden lassen und dann in aller Ruhe zu Hause vergleichen nd lass dir ja keinen Hausvertreter aufschwatzen..dat kannst gleich in die Anfrage schreiben, von Hausbesuchen bzw. persönlichen Beratungsterminen bitte ich abzusehen. von Frage
  • Helen

    Rang: Gast
    am 12.07.2010 14:08:44
    Hallo,

    das ist leider absolut unmöglich. PKVen versichern keine diabetiker. Sie machen eine Gesundheitprüfung und da fällst du leider durch.

    Viele Grüße
    Helen
  • Kerstin

    Rang: Gast
    am 12.07.2010 21:02:32
    Das ist nicht ganz richtig. Es gibt private Krankenversicherungen die Diabetiker aufnehmen, darunter zählt zum Beispiel die DEBEKA. und auch die BARMENIA, von beiden habe ich mir schriftliche Angebote eingeholt. Letztendlich kostet die private Versicherung in etwa das selbe oder etwas weniger wie die GKV (inkl. Risikozuschlag). Nur dass die gesetzliche eben an das Gehalt gebunden ist. Und da das bei mir im Lauf der Zeit ansteigt, wird mir die Versicherung einfach zu teuer. Ich habe zwei Kollegen die als Diabetiker bzw. wegen einer anderen kronischen Krankheit privat versichert sind und die haben es mir empfohlen zu wechseln, wenn sich die Beiträge nicht viel nehmen...
    Mich würde halt mal interessieren ob es noch mehr privat versicherte Diabetiker gibt und wie da so die Erfahrungen sind. von Kerstin
  • peter

    Rang: Gast
    am 12.07.2010 21:38:04
    hallo kerstin,
    grundsätzlich empfehle ich dir katjas post genau zu lesen, denn der ist authentisch.
    da mich deine frage interessiert hat, auch in bezug auf die vorposterin die es für unmöglich hielt.
    -da hat sich nämlich was gesetzliches geändert-
    habe ich heute einfach mal bei "drei" der debeka geschäftsstellen anzurufen und mußte feststellen daß ich in einer warteschleife gelandet war - das ist heute nicht mehr zu akzeptieren, was passiert denn wenn du mal entscheidende fragen hast ?
    willst du den halben tag am telefon verbringen ?
    das gibt es bei meiner gkk nicht. von peter
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 12.07.2010 22:30:41
    Moin Kerstin,

    Katjas Erfahrungen kann ich nur voll und ganz bestätigen. D.h. dass auch bei bestehendem Leistungsanspruch der dann oft langwierig in die Wirklichkeit übersetzt werden muss.

    Was die Neuaufnahme in die PKV angeht, so ist die nur im GKV-ähnlichen Basistarif unabhängig von Vorerkrankungen und richtet sich ausschließlich nach Alter und Geschlecht, wie im Link zu lesen pkv-2007.de/basistarif-pkv.php

    Persönlich würde ich nicht aus der GKV wechseln wollen, und wenn meine Frau nicht beihilfeberechtigt wäre, wäre sie schon längst in die GKV gewechselt.

    Bisdann, Jürgen
  • Meinung

    Rang: Gast
    am 13.07.2010 16:16:23
    Also ich weiß nicht..WENN der Wechsel von der GKK in eine PKK so lukrativ WÄRE, müssten die Mssenanstrürme haben, das haben sie offensichtlich nicht...

    HAst du dir denn schon Angebote machen lassen? Es nützt dir der Bericht von Leuten dochnicht, weil die Leistungsansprüchen jedesmal völlig indviduell sind. Und auch diePKKs sind sicher von Bundesland zu Bundesland im Service unterschiedlich... von Meinung
  • google

    Rang: Gast
    am 13.07.2010 16:18:48
    bei ciao gibt es zu jedem Thema Thestnerichte, so auch hier. Gib mal ein bei google "ciao Private KK im Vergleich".

    http://www.google.de/search?hl=de&source=hp&q=ciao+private+KK+im+Vergleich&meta=&aq=f&aqi=&aql=&oq=&gs_rfai=

    Ich denke, hier findest du sehr ausführliche Testberichte....
  • Heiner

    Rang: Gast
    am 19.07.2010 16:23:59
    Hallo Kerstin,
    wenn die ein Angebot mit 30 % Risikozuschlag von der DeBeKa gemacht wurde, nimm es an!!! War selbst in jeder Hinsicht vor ca. 25 Jahren ebenfalls in der Situation wie du und habe mich damals beschwatzen lassen, nicht in die PKV zu wechseln. Wie ich hier lese, gibt es immer wieder unwissende, die ihr nicht vorhandenes Wissen über PKV zum besten geben müssen. Die PKV wird im Laufe deines Lebens nicht teurer, bis auf allgemeine Beitragserhöhungen. Der Beitrag richtet sich nach Eintrittsalter, Geschlecht und Vorerkrankungen, basta.
    Lass Dir doch auch von der Süddeutschen Krankenversicherung (SDK) auch ein Vergleichsangebot machen. Bei denen bin ich.
    Gruß und toi, toi, toi
    Heiner
  • Helen

    Rang: Gast
    am 23.07.2010 16:31:42
    Sorry, das kann nicht stimmen. Anbieten können Vertreter ja alles, aber die Annahme erfolgt niemals.

    Ich arbeite selbst bei einer PKV und daher weiss ich das mit Bestimmtheit.

    lg
    helena von Helen
  • kerstin

    Rang: Gast
    am 27.07.2010 10:23:13
    So, mittlerweile bin ich ein bisschen schlauer geworden. Ich muss Katja und Helen zustimmen, denn von der DEBEKA kam eine schriftliche Ablehnung, und das obwohl der Vertreter mir sagte dass es nur auf einen Risikozuschlag hinausläuft...
    Aber ich habe dennoch zwei schriftliche Angebote erhalten. Eines von der CENTRAL und eines von der Barmenia. Allerdings ist die Central wahnsinnig teuer (mit Zuschlag über 330¤!) und die Barmenia soll ja laut diversen Testberichten nicht so das wahre sein wenn es um größere Rechnungen geht. Und die werden bei Diabetikern ja unweigerlich kommen... oder hat vielleicht jemand andere Erfahrungen mit der Barmenia?
    Aber so wie es aussieht werde ich in der GKV bleiben.
  • Helena

    Rang: Gast
    am 31.07.2010 23:56:32
    Hallo,

    eine PKV ist ein wirtschaftliches Unternehmen welches nur dann profitiert wenn die Versichertengemeinschaft weniger Krankeheitskosten verursacht als Prämieneinnahmen. Daher suchen sich die PKVen ihre versicherten per Gesundheitsprüfung aus. Daher ist es so ziemlich egal wo du den Antrag stellst, das Ergebnis ist das selbe.

    Welchen profit sollte sich denn die PKV bei einem Diabetiker versprechen. Das Unternehmen soll dich für einen Beitrag von zB 800 ¤ versichern, obwohl bekannt ist, dass das schon allein deine Medikamentenkosten pro Monat betragen. Dabei sind allgemeine Arztbesuche, Unfälle, Vorsorge nicht einmal abgedeckt, geschweige von den Folgeschäden des Diabtetes.... Eine PKV will Gewinne und keine Verluste. Und leider sind die Kosten eine chronischen Erkranung nicht durch einen Risikozuschlag zu decken.

    Sorry, du kannst dir die recherche und die Vertreter sparren. Das sind höchstwahscheinlich irgendwelche Handelsvertreter die keine Ahnung haben, und dich absolut falsch beraten haben. Ehrlich sehr erschreckend was da draussen Versicherungen verkaufen will!

    Alles Gute
    Helen von Helena
  • Gast

    Rang: Gast
    am 29.05.2013 08:33:44
    Gast schrieb:
    Hallo,
    ich bin Beamtin und seit ca. 26 Jahren Diabetikerin.
    Ich bin freiwillig gesetzlich versichert aber nun möchte ich in die private Krankenversicherung wechseln. Und nun meine Frage: Gibt es vielleicht jemanden der privat versichert ist und mir vielleicht einen Tip geben kann? Ich habe gehört dass die DEBEKA Diabetiker aufnimmt. Man muss halt 30% Risikozuschlag bezahlen. Das wäre aber immer noch günstiger als freiwillig gesetzlich versichert...
    Oder gibt es noch andere Versicherungen?

    LG

    von Kerstin



    Hallo,

    auch wenn der Beitrag schon ein wenig her ist, möchte ich noch gerne etwas zur Debeka schreiben.

    Es ist richtig, dass die Debeka als größter Vollkrankenversicherer in Deutschland seit 2013 eine Öffnung herbeigeführt hat und nun alle sich hier versichern lassen können. aber gerade das ist auch ein riesiges Problem für die Versicherungsprämien. Es gibt kaum so viele ältere Versicherte wie bei der Debeka. Die Beiträge werden noch sehr viel weiter ansteigen in den nächsten Jahren. Das sehe ich als großes Problem.
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 08.10.2013
    am 09.10.2013 00:48:54
    Pauschale Aussagen, welche Versicherungen dich zu welchen Zuschlägen aufnehmen, lassen sich kaum treffen. Es kann auch sein, dass du um den Risikozuschlag komplett herum kommst, dann aber Leistungsausschlüsse vereinbart werden. Das heißt, alle mit dem Diabetes in Zusammenhang stehenden Erkrankungen und deren Behandlung musst du aus eigener Tasche zahlen, was natürlich keine Lösung sein kann. Wenn du wirklich wechseln willst, solltest du einen Vergleich anstellen, aber bitte denke daran, bei der Gesundheitsprüfung siehe http://www.pkvvergleich.org/krankenvollversicherung/gesundheitspruefung/ alle Angaben korrekt zu machen, sonst rächt sich das später bitterlich.

    Grüße
    Zahir
    Bearbeitet von User am 24.10.2013 22:59:43. Grund: Rechtschreibung
  • Gast

    Rang: Gast
    am 20.03.2014 12:07:43
    Ein klares Nein auf die Frage. Hier http://www.private-krankenversicherungen-testsieger.de/private-krankenversicherung-vorteile-und-nachteile/ sieht man ja, dass Personen mit größeren Vorerkrankungen keine PKV abschließen sollten, weil die Beiträge extrem hoch sind und mit zunehmenden Alter stetig zunehmen!
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 28.03.2014
    am 28.03.2014 09:47:15
    Und die Debeka scheint wirklich nich schlecht zu sein.Werd mich wohl dafür entscheiden: http://www.private-krankenversicherungen-testsieger.de/2014/03/19/private-krankenversicherung-wer-versichert-mich-fair/
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 13.07.2017
    am 13.07.2017 09:53:50 | IP (Hash): 1998379294
    Guten Morgen,

    Der Thread ist ja schon was älter... aber gibt es dazu inzwischen was eindeutigeres? Ich meine es kann ja nicht angehen, wenn ich als Beamter 15% meines Bruttos an eine GKV bezahlen soll und sich der Dienstherr schön aus dem Schneider redet?
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8874
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 13.07.2017 10:07:26 | IP (Hash): 1513537114
    Dazu müsste Dir eigentlich wenn, dann Dein Beamtenbund was sagen können. Vielleicht analog zu andersrum, was längst praktiziert wird. Und zwar bekommen Angestellte, die einkommensmäßig über der Versicherungsgrenze liegen und sich privat versichern, von ihren Arbeitgebern den Teil zusätzlich ausbezahlt, den der Arbeitgeber bei Bestehen einer GKV leisten müsste.

    Hilft vielleicht für Dich, ändert allerdings nichts an der Tarif-Ungleichheit. Denn die GKV lebt von ner Mischkalkulation aus allen Risiken, während die PKV gesetzlich gehalten ist, jedes Risiko einzeln kostendeckend zu versichern.

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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
    Bearbeitet von User am 13.07.2017 10:09:39. Grund: Ergänzung