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diabetes und job
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danne
Rang: Gastam 31.08.2007 01:42:51
bin heute zum ersten mal hier, also erstmal "hallo" an alle!
ich selbst bin keine diabetikerin, das vorab. bei meinem mann wurde vor gut drei monaten festgestellt, daß er diabetes hat. wahrscheinlich typ 2, aber so ganz genau hat im das sein arzt immer noch nicht mitgeteilt. seine eltern haben beide typ 2.
im moment beschäftigen wir uns wieder mit der frage, ob es eventuell zu gefährlich ist, daß er seinen beruf als zimmermann weiterhin ausübt. am anfang sagte ihm sein arzt, daß er das erst überprüfen müsse - die berufsgenossenschaft gab dann aber grünes licht, sofern er richtig eingestellt sei.
anfang der woche ist es ihm bereits zum zweiten mal passiert, daß ihm schwindelig und schwarz vor augen wurde. der zuckerwert war in ordnung. hoher blutdruck ist jetzt das (folge)problem. sein hausarzt hat ihn erstmal wegen seines berufes drei tage krank geschrieben, wollte noch eine woche verlängern, was mein mann allerdings ablehnte.
sein (relativ neuer) arbeitgeber ist natürlich alles andere als begeistert, da dies jetzt schon die zweite arbeitsunfähigkeit in seiner kurzen zeit dort ist. er rechnet damit, daß noch weitere folgen und wir denken uns, daß dann eine kündigung folgen wird. (er war gerade 4 wochen dort beschäftigt, als diabetes festgestellt wurde)
sollte es tatsächlich zu einer kündigung kommen, wird er bei folgenden einstellungsgesprächen seine krankheit nicht verheimlichen können und die chancen, daß er dann noch einen job bekommt stehen bestimmt nicht gerade gut
hat jemand erfahrung mit ähnlichen berufen und diabetes? mein mann arbeitet natürlich größtenteile auf dächern, gerüsten, leitern o.ä. und wenn dann o.g. situationen eintreten, kann es wahrscheinlich auch schonmal weniger glimpflich ausgehen, als bisher...
ohje, sehr lang. hoffentlich hat jemand bis zum schluß gelesen... ;-)
von danne -
thomas2002
Rang: Gastam 31.08.2007 02:17:13
moinsen,
also erstmal zur beruhigung: ein 2er fällt fast regelmäßig auf seine füße. und das sollte dein kerl erstmal seinem brötchengeber nahelegen. möglicherweise ist sein aufwand während der therapiefindung etwas höher, aber das sollte sich schnell geben.
warum typ 2 und nicht 1?
typ 2 ist stärker vererbbar, afaik bei beiden eltern ist er mit 40%(?) warscheinlichkeit dabei.
wie wird es für ihn weitergehen?
der mündige patient wird mit dem hoffentlich mündigen arzt eine therapie finden, mit der beide leben können.
typ 2 - diabetes ist eine krankheit, bei der anfänglich trotz eines zu viel an insulin das insulin nicht richtig wirkt. körperliche arbeit und sport kann seine therapie - egal welche - unterstützen.
unter der berücksichtigung des doch recht frischen arbeitsverhältnisses hoffe ich, daß dein typ mit bewegung gut einstellbar ist.
unter www.diabetesinfo.de sind gut verständliche infos vorhanden, die ggf seinen capo überzeugen könnte. viel glück mit der gemeinsamen sache. von thomas2002 -
Fuchs
Rang: Gastam 31.08.2007 11:38:13
Hallo,
ich würde mal ganz pauschal behaupten, dass der Diabetes und der Bluthochdruck zwei ganz unterschiedliche Dinge sind und grundsätzlich erst einmal nicht in Verbindung miteinander stehen. Du schreibst ja selber, dass die Schwindelattacken durch den Bluthochdruck ausgelöst wurden. Wenn ich jetzt mal unterstelle, dass die Zuckerwerte über längere Zeit i.O. sind, so muss der Blutchodruch therapiert werden.
Erkläre mir noch mal den Zusammenhang mit dem Diabetes...vielleichtverstehe ich es dann besser...
Fuchs -
klausdn
Rang: Gastam 31.08.2007 13:21:16
hallo ,
was bei der wirklich langen beschreibung total fehlt,
was macht denn dein mann ?
spritzt er?
nimmt er ibsulin ausschüttende medis?
wenn er nur metformin, oder das neue byetta nimmt
hat das überhaupt keinen einfluß auf die arbeitsfähigkeit. da keine hypogefahr da ist.
warum muß man nit dem dm ohne echte diagnose überall was erzählen?
weshalb solltr man bei bewerbungen eine krankheit angeben?
wem schwindlig wird der hat meist zu niedrigen bd.
da muß angesetzt werden.
auf jeden fall sollten dmler zum diabetologen gehen da die meisten hausdocs damit überfordert sind oder ihr wissen veralltet is.(nicht bei allen)
mfg klaust.
von klausdn -
Haschi
Rang: Gastam 31.08.2007 16:06:07
Hallo Fuchs,
Typ2-Diabetes und essentieller Bluthochdruck stehen schon in einem Zusammenhang, alleine schon als Elemente des Metabolischen Syndroms.
Zudem entwickelt sich ein Typ2 viel öfter bei Menschen, deren Blutdruck in Ruhephasen unzureichend abgesenkt wird. Hoher Blutdruck ist oft der Bote für die Entwicklung eines insulinresistenten Diabetes.
Schwindel ist allerdings ein Symptom, das eher bei Hypotonie und starken Blutdruckschwankungen auftritt.
Die Ursache sollte aber unbedingt ärztlich abgeklärt werden. von Haschi -
Pia
Rang: Gastam 04.09.2007 12:55:45
Hi Fuchs,
da bin ich wieder *herzlichdrückundbegrüß*;-).
Also mit dem Zusammenhang zwischen Blutdruck und BZ-Werten muss ich dir auch leider wiedersprechen. Ich habe einen unmittelbaren Zusammenhang erlebt. Beides war entweder im Freiflug nach oben oder im grünen Bereich. Vor allem der zweite Blutdruckwert war ständig hoch. Und auch der Ruhe-Pulswert. Und da der 2. BD-Wert wohl der sogenannte Herzwert war, hatte ich große Angst. Und die Zeit des hohen Blutdruckes war auch die Zeit der akuten Schmerzschübe und der akuten Insulinresistenz, also vor actos.
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Liebe Danne,
ich kann das Verhalten Deines Mannes nachvollziehen, dass er aus Angst vor der Kündigung sich nicht weiter hat arbeitsunfähig schreiben lassen. Hat er denn den Blutzucker in dem Moment wirklich gemessen, als ihm schwindelig wurde oder nahm er "gefühlsmäßig" an, dass der Wert in Ordnung sei? Ich möchte Euch Beiden nur zu bedenken geben, dass solche "Eingeständnisse", sich "nicht länger krank schreiben" zu lassen, arbeitsrechtlich nachteilig ausgelegt werden können. Ich möchte dir auch begründen, weshalb.
Es gibt nur zwei Varianten: entwweder ich bin gesund und arbeitsfähig oder ich bin krank und arbeitsunfähig. In dem Moment, wenn Dein Mann vielleicht sogar noch erwähnt, dass er sich nicht weiter krank "schreiben" ließ (Du weißt, wie fix das geht..beim Kaffee im Kollegenkreis..), signalisiert er: Hey, es war nicht erforderlich, die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nicht notwendig.. Verstehst du, wie ich das meine? Fällt dein Mann vom Gerüst (Wovor Gott ihn bewahren möge!) und es kommt zu einer arbeitsrechtlichen Auseineinandersetzung, kann ihm zum Nachteil ausgelegt werden, dass er seine Gesundheit gefährdet hat und auch fahrlässig mit seiner Berufsunfähigkeit umgegangen ist. Also: Vorsicht!
Sollte es wirklich (Was keiner hoftt.) zu einer Kündigung kommen, unbedingt in Widerspruch gehen, Frist einhalten. Bei einer guten Beweisführung, dass die Kündigung augenscheinlich aus den o.g. Gründen erfolgte, bekommt er vor jedem Arbeitsgericht Recht.
Die Gesundheit hat oberste Priorität. Alles Gute für Deinen Mann. von Pia