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  • gite

    Rang: Gast
    am 04.08.2007 14:54:20

    Hallo und guten Tag

    aus meinen eigenen Erfahrungen weiß ich, dass Shgs und Fachforen immer gut wissen, was auf dem Markt ist, kommt, wirkt etc., deshalb meine Fragen für eine Freundin, deren Lebenspartner mit Polyneuropathien zu kämpfen hat.

    Er ist insulinpflichtiger Diabetiker (stark schwankende Werte) mit schweren chronischen Polyneuropathien. Diese äußern sich mit schwersten Durchfall, der selbst mit Loperamid nicht in den Griff zu bekommen ist, Lähmungen der Extremitäten, des Rückens.

    Absoluter Pflegefall, nur noch bettlägerig. Da sich die Situtation zugespitzt hatte, hat er sich ins Krankenhaus einweisen lassen, allgemeines Krankenhaus mit neurologischer Abteilung.

    Dort wurde ihm gesagt, dass Alpha-Liponsäuren, mit denen er gute Erfahrungen schon gesammelt hatte, nicht mehr angewendet werden wegen nachgewiesener Unwirksamkeit. Alternativen stellten sie bisher nicht zur Diskussion oder zur Verfügung.

    Nun seine Frage: Gibt es andere Möglichkeiten? Bzw. Argumente, die die Alpha-Liponsäurentherapie doch ratsam machen? Wir hätten gerne für die Diskussion mit den Ärzten Infos bzw vielleicht neue Behandlungsmethoden.

    Manchmal muss man den Ärzten auf die Sprünge helfen... ;-))

    Ich würde mich über Infos, eMails (bitte mit Betreff Diabetes), Links etc freuen und sage schon vorab dankeschön

    Liebe Grüße und ein schönes WE Gite
    gite12345@aol.com
  • Benno

    Rang: Gast
    am 04.08.2007 16:43:22
    Ich selbst, Typ 2, habe vor Jahren Alphaliponsäure sowohl als Infusion als danach auch als Tabletten-Therapie bekommen - ohne jeden Erfolg. Ich habe allerdings auch "nur" PNP in den Füßen.

    Anläßlich eines Diabetikertages in der Uniklinik Aachen wurde von Fachärzten auch zugegeben, daß das Mittel nicht hilft. Deshalb darf es nicht mehr verordnet werden, kann aber natürlich rezeptfrei in der Apotheke gekauft werden.

    Manchmal kann aber der Glaube auch Berge versetzen, wie schon in der Bibel steht. Wenn allerdings der Verdauungstrakt von PNP beeinträchtigt ist, ist die Lage schon schwieriger.

    Warum mußte es soweit kommen? War Alkohol im Spiel? von Benno
  • gite

    Rang: Gast
    am 04.08.2007 20:30:02

    Hi Benno

    das ist eine lange Geschichte bei ihm. Alk war kein Problem. Arbeit hingeschmissen, nicht versichert gewesen, dann Krankenhaus mit Diabetesdiagnose, folgende Schulden, Kopf in den Sand etc... sich gehenlassen....

    Obwohl er wirklich gut eingestellt war, dazu kein Dummer ist, gut Bescheid wusste, vernachlässigte er sich, "vergaß" das spritzen (doch ein Dummer? ;-) )....

    Finanzielles Elend, Partnerschaftsprobleme. Hmmm... das Ganze geht schon über Jahre/Jahrzehnte.

    Seit Jahren wenn er kollabiert Klinik, die aber auch nix mehr wirklich für ihn tun können. Er kann sich nicht alleine versorgen, nicht mal waschen oder auf die Toilette. Geschweige denn Essen machen/kochen etc. Haushaltsführung? Denada, einkaufen? Wie denn? Mittlerweile ist er fast blind. Gewichtsmäßig stark abgemagert.

    Was bleibt da noch über? Sieht so ein Leben aus? Das frag ich mich jetzt.

    Und frage hier, ob es noch andere Möglichkeiten für ihn geben könnte (kann).

    Wobei ich auch weiß, dass PNP irreversibel sind. Das ist die bekannte Strohhalmsuche, der Wunsch nach demselbigen.

    Liebe Grüße Gite
    von gite
  • thomas2002

    Rang: Gast
    am 04.08.2007 22:11:25
    afaik wirkt das alphadingens nur bei 80%, weswegen es nicht mehr verschreibungsfähig ist.

    hochtontherapie
    http://www.max1003.com/forum/viewtopic.php?t=726&highlight=zitterrochen von thomas2002
  • Haschi

    Rang: Gast
    am 06.08.2007 17:04:34
    Hallo,

    nicht alle Patienten sprechen auf Medikamente gegen Schmerzen und Empfindungsstörungen bei PNP an.
    So ist es auch bzgl. Alphaliponsäure,
    jedoch keineswegs ein Grund, weshalb die Behandlung nicht mehr zu Latsen der GKV verordnet werden darf,
    Der alleinige Grund hierfür ist die Rezeptfreiheit ( siehe Arzneimittelrichtlinie) dieser Wirkstoffe. Das Gleiche gilt übrigens auch für Benfotiaminpräparate.

    Die Palette der Wirkstoffe ist groß. Sie bietet jedoch in der Regel für jeden PNP- Patienten eine Möglichkeit bei normnaher Blutzuckerführung ein probates, erstattungsfähiges Medikament zu erhalten, z.B. ein Antidepressivum, ein Antiepileptikum oder ein Analgetikum.

    Die PNP ist nicht heilbar. von Haschi
  • Wilfried

    Rang: Gast
    am 16.08.2007 11:34:39
    Hallo aus Münster,

    ich bin selber Betroffener und plage mich seit 7 Jahren mit einer PNP in den Füssen herum.

    Am Anfang hat man mich intravenös mit Alpha-Liponsäurentherapie behandelt, der Erfolg war gleich null.

    Nach einigen langen und schmerzvollen Wochen der Probierphase mit verschiedenen Medikamenten, bin ich nun schon sechs Jahre bei der Kombination aus Neurontin 300 (bzw. Gabapentin 300) und als Schmerztablette Tramal 100 gelandet. Seit dieser Zeit, kann ich mit den unangenehmen Schmerzen der PNP leben.

    Neurontin und Gabapentin, sind vom Ursprung her Mittel gegen einige Arten von Epilepsie.

    Ich wünsche einen angenehmen Tag,

    Wilfried