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  • Hella

    Rang: Gast
    am 03.05.2007 10:26:37
    Hallo!

    Ich bin 28 Jahre und habe seit neun Jahren Typ I Diabetes und kam eigentlich immer recht gut damit klar. Ich nehme Actrapid und Lantus. Seit Ostern allerdings sind bei mir die BZ-Werte dramatisch angestiegen (290 morgens, was kaum runterzugkriegen war). Nach ein paar Tagen habe ich dann die Lantus-Menge erhöht (von 22 auf schließlich 30 IE), wonach es dann morgens besser war. Ich habe auch neues Insulin verwendet, weil ich dachte, es hätte vielleicht seine Wirksamkeit verloren.

    Jetzt hatte ich gestern, trotz der 30 Einheiten wieder einen Wert von 270 und heute morgen 286, obwohl ich abends immer bei 100 ins Bett gegangen bin.

    Ich frage mich woran das liegt. Ich habe eine chronische Mittelohrentzündung, allerdings schon seit 2 Jahren und bisher nie Probleme mit dem BZ deswegen gehabt (außer natürlich wenn ich dagegen Kortison nahm, aber das tue ich ja im Moment nicht). Der Arzt ist auch ratlos und macht erst mal eine Hba1C Bestimmung, aber dadurch allein wirds ja auch nicht besser.

    Außerdem mache ich regelmäßig (3X die Woche Sport, wodurch aber der BZ nur für ca 4 Stunden nach unten geht und danach nachts, trotzdem steigt.) Ich habe Angst die Dosis weiter und weiter zu erhöhen, weil ich erstens meine, die Ursache sollte gefunden werden und zweitens Angst habe irgendwann in eine tierische Hypo zu kommen, immerhin sind die Werte ja von heute auf morgen angestiegen, was wenn sie auch genauso schnell wieder fallen?

    Hat jemand Erfahrung und kann mir einen Tipp geben?

    von Hella
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 03.05.2007 11:30:55
    hallo hella,
    1. das basisinsulin kann bei dir nicht mehr gut wirken.
    2. der pen kann defekt sein(optipen?)
    in beiden fällen levemir mal versuchen,, das dann zweimal spritzen, und zwar so daß sich die wirkung am morgen überlappt. und der penn ist um längen zuverlässiger.
    3. zum korrigieren novorapid nehmen, actrapid ist dafür zu langsam.
    4. mal gogeln -chrostek, dort curriculum up regulation nachlesen-probieren.
    daß du nachts nicht eine hypo verschläfst davon gehe ich mal aus, denn das würdest du merken.
    (bett klatschnaß/kopfbrummen)
    5- wert beim aufwachen messen, wenn noch relativ normal gleich korrigieren, denn bei niedrigen werten wirkt insulin einfach besser-schneller.
    6wenn es extremes dawn phänomen ist, so schnell wie möglich ne pumpe beantragen.
    (mal zu einem richtigen hno doc notfalls klinik gehen so eine entzündung muß doch zu beseitigen sein) - erinnert mich stark an einen ähnlichen thread hier, durch verschleppen wird es chronisch, durch ständigniedrige medidosierungen werden die keime resistent.
    ,mfg klaus von klausdn
  • Hella

    Rang: Gast
    am 03.05.2007 18:07:17
    Danke Klaus,

    komme gerade vom Sport und obwohl ich mich echt verausgabt habe und mit 146 anfing (und ich habe heute Mittag sogar extra keine KH gegessen, nur doofen Feldsalat und Schafskäse ;-) ) ging der Wert beim Sport noch hoch und lag danach bei 189! Jetzt bin ich echt ratlos, sowas ist doch gegen jede Logik.

    Bin natürlich bei zig HNO Ärzten schon gewesen, zahlreiche Antibiotika genommen über Wochen hinweg, und habe schon ne OP hinter mir wegen meinem Ohr, aber die Entzündung bleibt, es sei denn ich nehme Kortison. Wie gesagt, bisher hat das zum Glück meinen Zucker nie durcheinander gebracht (sogar wenn ich Kortison nahm konnte ich mich nach ein paar Tagen einigermaßen darauf einstellen, es lief zumindest besser als jetzt) aber wer weiß?

    Unterzuckert bin ich nachts nicht, da würde ich normalerweise von aufwachen. Zwar habe ich auch schon einmal ne Unterzuckerung "verschlafen" (ist schon ein paar Jahre her), aber danach hatte ich tierisch Kopfschmerzen, mein Bett war ganz verschwitzt und der Wert lag auch "nur" bei 200, aber vielleicht stell ich mit mal heute den Wecker...

    Lantus nehme ich noch nicht so lange (neun Monate) und bisher lief es super. ich habe ja schon nen neuen Optipen genommen, sogar aus einer ganz neuen Packung, weil ich dachte der Pen geht nicht richtig oder das Insulin ist schlecht. Aber keine Wirkung. Ich habe noch Protaphan (ist zwar schon was alt, aber noch haltbar und zu und im Kühlschrank gelagert, sollte also okay sein) vielleicht versuche ich das mal zusätzlich.

    Kann es denn sein, dass man gegen ein bestimmtes Insulin resistent wird bzw dass das Lantus auf einmal nicht mehr so wirkt wie vorher?

    Danke,
    Hella
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 03.05.2007 20:53:26
    hallo hella,
    ja daß man nach ner verschlafener hypo werte jenseits von gut und böse hat ist auch märchen,
    nach gegenregulation kommt man meist 160-max 200 raus.
    ja nach anstrengung(ackern) ist mein bz auch höher,
    und nicht niedriger, habe am montag deshalb in der shg gefragt, ergebnis einige genau so, einige tiefer.
    also nach belieben.
    es soll leut geben die mit lantus nicht klarkommen,
    aber die gibts auch mit levemir, oder protaphane.
    meine idee war wenn du mit levemir zweimal spritzt,
    überschneidet sich die wirkung, da es weniger als 24h aber länger als 12h wirkt, diese überschneidung kann man sich in den frühen morgen legen um einen bz anstieg abzufangen.
    da insulin bei höheren werten schlecht und langsam wirkt, würde ich novorapid nehmen , denn dann kommt der bz wenigstens runter.
    und die pumpe nicht vergessen;
    mfg klaus von klausdn
  • www.diabetes-in-frage-und-antwort.de

    Rang: Gast
    am 06.05.2007 16:09:22
    Hallo Hella,

    das klingt nach viel Mühe, das tut mir leid!

    Es wäre sicherlich ein sinnvoller erster Schritt genau zu gucken, wo der BZ sich vom guten Abendwert abwendet und gen 300 steigt. Vielleicht deshalb erst mal zwei, drei Nächte Nachtmessungen (optimalerweise ca. 2-stündig) machen, um ein ordentliches Profil zu sehen? Manchmal kann auch eine vorübergehende Unterzuckerung mit anschließender "Gegenregulation" zu so hohen Morgenwerten führen.
    Mit Profil lässt sich dann weiter gucken...
    Meld dich bei weiteren Fragen gern unter meiner eMail, ich komme leider nicht regelmäßig ins Forum.

    Herzliche Grüße Anke von www.diabetes-in-frage-und-antwort.de