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Mein Arztbesuch heute :-(

  • Inka

    Rang: Gast
    am 26.04.2007 23:36:50
    Hallo Ihr Lieben!
    Nach dem ganzen Theater mit dem Metformin, war ich nun heute beim Arzt. Ich hatte ja keinen Termin, da die so kurzfristig nichts frei hatten und mir am Telefon gesagt haben, ich soll so vorbei kommen.
    Also bin ich gleich nachdem die Grossen zur Schule waren mit dem Kleinen im Schlepptau beim Arzt aufgetaucht. Dort habe ich dann gewartet ... und gewartet... und gewartet.... Der kleine Mann war so lieb, aber irgendwann hatte er auch keine Lust mehr. Ich habe dann mal nachgefragt, wie lange es denn wohl noch dauern würde, da ich ja auch irgendwann wieder zu Hause sein musste, weil die Mädchen aus der Schule kamen. Ja, man würde sehen, dass ich bald drankäme ... und wieder warten. Dann kam eine Sprechstundenhilfe zu mir und meinte, sie könnte mir ausrichten, dass ich das Metformin absetzen sollte, wenn ich es nicht vertrage, und dann sollte ich "doch einfach mal schauen, wie es mir so geht." Hä? Habe ich das Metformin nur zum Spass genommen oder was? Wenn ich natürlich wollte, könnte ich auch noch weiterwarten - nein, ich musste jetzt los, weil meine Kinder sonst vor verschlossener Tür stehen. Und falls noch irgendwas wäre könnte ich ja einen regulären Termin ausmachen.
    Na super! Ich war echt sauer, als ich da raus bin! Ich fühle mich da echt verar...! Diese erschöpfende Auskunft hätte man mir ja auch am Telefon geben können!
    Ich habe jetzt auf jeden Fall beschlossen mir einen neuen Arzt zu suchen, denn dort fühle ich mich nicht wirklich gut aufgehoben. Das Metformin wurde mir ja auch einfach so verordnet, ohne die Leberwerte zu kontrollieren.
    Stellt sich nur die Frage, wo man so auf die schnelle einen neuen Arzt hernimmt.
    Am Samstag ist hier ein Diabetes-Infotag. da sind wohl auch Ärzte aus der Umgebung da. Da werde ich auf jeden Fall mal hingehen.
    Liebe Grüsse!

    Inka
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 26.04.2007 23:52:58
    ja kritische patienten, werden gerne links liegen gelassen. aber mach dir nichts draus.
    und probiere auf jeden fall mal jürgens oder meinen tip mit dem aufwach essen aus /ist übrigens völlig egal ob bonbon oder brot) der bonbin hat 1/4tel be,
    halbe scheibe brot 1/2 be ist aber langsamer,
    wenn du neumünster meinst, da kostet es eintitt.
    was völlig neues, sowas boykottiere ich aus prinzip.
    viel glück und laß dich bloß nicht unterkriegen.
    lies noch meine tips für den besuch vorher .
    mfg klaus von klausdn
  • Inka

    Rang: Gast
    am 27.04.2007 00:12:45
    Hallo Klaus!
    Lieben Dank für Deine Antwort!
    Ich werde den Tip mit dem Essen auf jeden Fall ausprobieren! Das wäre natürlich toll, wenn es klappen würde.
    Wie hoch sollten eigentlich die Werte vor den Mahlzeiten sein bzw. wann wieder auf Nüchtern-Niveau?
    Der Diabetes-Tag ist übrigens in Rüsselsheim und ohne Eintritt. Und da ich den Kleinen im Buggy mitnehme, habe ich ganz viel Platz für viele Tüten! ;-)
    Liebe Grüsse und Gute Nacht!
    Inka
  • Pia

    Rang: Gast
    am 27.04.2007 09:04:30
    Ich fühle mich da echt verar...! Diese erschöpfende Auskunft hätte man mir ja auch am Telefon geben können!
    ----------------
    Damit hast du vollkommen Recht, Inka.
    Ohhh, DAS kann ich nachvollziehen....ich glaube, ich wäre in dem Wartezimmer geplatzt. Man gewinnt den Eindruck, der Diadoc hat vielleicht 2 Medikamente, und wenn es bei einem Patienten "nicht so läuft", dann verordnet man eins. Verträgt er es nicht, ist man mit dem Latein am Ende und lässt es wieder weg.
    Der Patient ,der mitdenkt, ist unbequehm...(Ich mag mir gar nicht das Zittern der Ärzte vorstellen, wenn Klaus, Jürgen Haschi oder Rudi im Wartezimmer sitzen;-))))

    Ein Arztwechsel ist immer gut, Inka, ich habe gerade meinen Gynäkologen gewechselt. Das war ein Volltreffer, sage ich dir. Ich dachte nur Ohhhh, ahhh, aha. Und meine Beschwerden sind in einer Woche weg gewesen. Meine Gyndoc hatte in einem Abstrich nichts finden können, der Mykologe, den ich kontaktierte, 4 Tage später schon: massiv B-Streptokokken und Candida Albicans. Die Beschwerden hatte ich seit Januar nach Antibiotikagabe.(richtig schmerzende Risse im Genitalbereich). Und ich war mir 100ig sicher, dass das die Pilzinfektion ist. Die hat sich angepisst gefühlt, weil ich in meiner Not einen Mykologen kontaktiert hatte. Aber, was soll man tun, wenn man massive Beschwerden hat und der Arzt sagt: Sie haben nichts....

    Was mir auch so durch den Kopf geht in letzter Zeit.. sind männliche Ärzte loyaler und sachlicher im Umgang mit Patientinnen? Sind Ärztinnen "zickiger". Inka, wenn ich meinen Diadoc wechsle, suche ich mir auf jeden Fall einen Mann.
    Wie sehen das die Männer hier? Ist es ein Unterschied, ob es eine weibliche oder ein männlicher Arzt ist, der/die vor euch sitzt?


    von Pia
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 27.04.2007 11:31:29
    Moinmoin,

    die Diabetes-Therapie ist wesentlich Beobachten & Ausprobieren mit dem Ziel, den Blutzucker-Verlauf so flach & niedrig auszugleichen, wie das die eigene Automatik gerne täte, wenn sie nicht diabetisch defekt wäre. Wirklich solide medizinische Erfahrungen gibt es bei Diabetes noch herzlich wenig, und die meisten davon verweisen auf Beobachten & Ausprobieren, weil wir den DM ja eigentlich erst seit gut 20 Jahren aktiv behandeln können und weil selbst so standardisierte und in ihrer Wirkweise komplett bekannte Mittel wie Insulin bei 10 Diabetikern 10 deutlich messbar verschiedene Blutzucker-Verläufe bewirken.

    Aber zum Beobachten & Ausprobieren hat heute kein Dok mehr Zeit. Nicht weil er sich die nicht nehmen will, sondern weil er die nicht bezahlen kann. Von der Patienten-Anzahl, die früher der praktische Arzt mit der gesamten Familiengeschichte im Kopf hatte, kann heute keine Praxis mehr existieren. Deswegen richten sich die Ärzte zunehmend nach standardisierten Behandlungsabfolgen mit z.B. Start Metformin bei Diabetes. Wenn das nicht vertragen wird oder/und den HBA1c weiter steigt, folgt ein Mittel zur Steigerung der Insulinausgabe. Wenn damit der HBA1c weit genug angestiegen ist, folgt die Insulin-Verordnung, meistens zuerst Basal, weil dafür nicht gemessen und dafür nicht erklärt zu werden braucht. Wenn ...

    Wenn uns eine Arzt-Person auf den ersten Sitz sympatisch ist und intuitiv das Lotto-Glück hat, bei unserem ersten Besuch eine Maßnahme zu veranlassen, die wir als nützlich ansehen oder/und die uns hilft, ist sie gut. Wenn nicht, ist sie halt blöd. Und selbstverständlich kommen auch sonst im Leben einige von uns besser mit Frauen und andere besser mit Männern zurecht.
    Klar brauche ich einen Arzt, mit dem ich persönlich auskommen kann. Aber wenn Beobachten & Ausprobieren der Schlüssel zu meinem gesunden Leben mit Diabetes ist, warum übernehme ich das nicht in meiner eigenen Regie und Verantwortung? Und zu der gehört auch, dass ich mit dem Arzt bespreche, welches Gesundheitsziel ich erreichen will und welche Medis dafür unter welchen Umständen geeignet sein können.

    Bisdann, Jürgen