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Diabetes in der Gesellschaft
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mubarka
Rang: Gastam 21.04.2007 19:46:37
Hallo,
ich bin Schülerin und mache eine Hausarbeit über gesellschaftliche Aspekte der Diabetes. In dieser Arbeit untersuche ich, welche Dinge sich in der Gesellschaft für Diabetiker verändern müssten, um ihnen das Leben zu erleichtern und einen positiven Verlauf der Krankheit zu unterstützen.
Hierzu habe ich einige Fragen:
1) Wie ist eurer Meinung nach die Stellung der Diabetiker in unserer Gesellschaft?
2) Wie ist eurer Meinung nach Diabetes allgemein akzeptiert? (auch von Diabetikern)
3) Auf welche Schwierigkeiten stoßt ihr im Alltag?
4) Was würdet ihr ändern?
Ich meine hier wirklich den Alltag, also Situationen im Beruf, Schule, Freizeit, Imbiss, Supermarkt.
Ich habe in einem Buch gelesen, dass Diabetes als eine Behinderung klassifiziert werden kann.
5) Was haltet ihr davon?
Ich freue mich auf zahlreiche Antworten.Vielen Dank.
von mubarka -
Jürgen
Rang: Gastam 21.04.2007 23:34:13
vielleicht findest Du hier etwas, was Dir weiter hilft:
http://www.einsteiger.diabetesinfo.de/angehoerige.php von Jürgen -
EH
Rang: Gastam 22.04.2007 20:59:28
Tut mir leid, aber ich halte das Thema nicht für sehr sinnvoll.
Ich fühl mich als völlig normales Mitglied der Gesellschaft und erwarte aufgrund meines Diabetes keine Sonderbehandlung. Man sollte den Diabetes nicht so aufbauschen. Ich leide auch an Arthrose und mein Mann an einer konronaren Herzkrankheit. Beides ist auch chronisch, aber kein Mensch käme auf die Idee mit solchen Krankheiten irgendwelche Leistungen von der Gesellschaft zu erwarten.
von EH -
diesel
Rang: Gastam 23.04.2007 07:01:48
Ich kann mich dem Verfasser EH nur anschließen. Ich bin nicht krank (!!!), sondern nur nicht ganz gesund.
MfG
Gerd -
Pia
Rang: Gastam 23.04.2007 09:59:28
Hi liebe "mubarka",
ich möchte grundsätzlich etwas dazu sagen.
Ich bin 46, weiblich, hatte mit 26 einen Motorradunfall, nicht verschuldet. Ich musste beinamputiert werden.
Nach prothetischer Versorgung kann ich alles tun, was auch ein nicht behinderter Mensch tun kann. Eine Amputation bedeutet 50 % Schwerbehinderung, Stufe "G", dazu kamen 20% für Diabetes.
Ich kann normal leben, habe auch einen Vollzeitjob. Aber ich habe ds Gefühl, dass - auch wenn der Behindertenstatus Vorteile in Form eines Nachteilsausgleich hat, wir dadurch in der Gesellschaft ausgegrenzt sind.
Als Schwerbehinderte musste ich sehr oft beweisen, dass ich bestimmte Dinge tun kann, ich musste im Job oft 140 % stat 100% geben.
Es wäre eine Katastrophe, wenn man Diabetiker als Schwerbehinderte klassifizieren würde, denn dann sagt man nicht nur, das sind Kranke, sondern Behinderte und grenzt sie aus. Ich sehe Diabetes nicht als Krankheit, sondern würde es als notwendige veränderte Ernährung bezeichnen. (Sicher doofe Betitelung.)
Ein schlimmes Phänomen in Deutschland in den letzten 20 jahren ist, dass man so früh wie möglich versucht, Menschen zu klassifizieren, auszusondern, schon im Babyalter. Jetzt geht der Trend in die genau andere Richtung: Integration. von Pia