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Insulin-Sensitizer
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Zuckersüß
Rang: Gastam 18.04.2007 14:57:11
Hallo Forum,
hat jemand Erfahrung mit Insulin-Sensitizer?
Gruß Zuckersüß -
EH
Rang: Gastam 18.04.2007 21:43:34
Ich habe eine Studie (Rosiglitazon) für insulinspritzende Diabetiker mitgemacht.
Was willst du wissen? von EH -
Zuckersüß
Rang: Gastam 18.04.2007 22:05:48
Hallo EH,
bin seit 5 Jahren DM2 und werde mit Metformin und Glimepirid behandelt. Beide Medikamente gehen meines Erachtens nicht an die Ursache, nämlich die Insulinresistenz. Metformin bewirkt, dass weniger Glucose ausgeschüttet wird und Glimepirid regt die Produktion von Insulin an.
Nun habe ich über die Insulin-Sensitizer bei Wikipedia gelesen und dass sie in der Lage sein sollen, die Rezeptoren zu öffen, damit die Glukose besser aufgenommen wird.
Meine Zuckerwerte sind schei... - nüchtern über 200, trotz Essen einschränken, jeden Tag mindestens eine Stunde Bewegung. Abnehmen ist auch nicht drin.
Ich möchte einfach mal einen anderen Weg beschreiten, eine Behandlung mit Insulin-Sensitizern erschein mir logischer.
Will das Morgen mit meinem Diabetologen besprechen, möchte aber noch andere Meinungen von Betroffenen hören.
Gruß Zuckersüß -
Jürgen
Rang: Gast -
klausdn
Rang: Gastam 18.04.2007 22:52:04
hallo zs,
du, kannst machen was du willst, ich würde zu einem doc der mich mit 200 durchdie gegend rennen läßt , nicht gehen. sondern mir einen suchen der sich wirklich um mich kümmert,
solche gibt es , leider muß man suchen, denn die sogenannten diabetologen, sind ja auch nur normale ärzte die eine kleine fotbildung genossen haben, es ist also "keine" facharztausbildung.
da laufen also auch nieten durch, wie überall im leben.
mfg klaus von klausdn -
EH
Rang: Gastam 19.04.2007 00:50:49
Hallo!
Also wie ich ja schon schrieb, hab ich das Rosiglitazon zusätzlich zur Insulintherapie genommen. Bei mir hat es gut gewirkt, meine Werte waren gut. Ich kann aber nicht sagen, wie es ohne Insulin gewesen wäre. Ich habe allerdings nach einem Jahr plötzlich 5 kg zugenommen und sie nicht mehr weggebracht. Ob das ohne Rosiglitazon auch passiert wäre, kann ich auch nicht sagen. Ich würde sagen, das Medikament wirkt wirklich gegen Insulinresistenz, allerdings weiß man noch nicht allzuviel von den Nebenwirkungen.
Aber ich bin auch der Meinung, daß du nach 5 Jahren Diabetes und mit Werten von 200 trotz wenig Essen und mit Bewegung ein Fall für Insulin bist. Von Sulfonylharnstoffen halte ich garnichts. Ich hab sie jahrelang genommen, weil es damals einfach keine Alternative gab, aber glücklich war ich damit nicht. Ich halte diese Behandlungsmethode heutzutage für überholt.
Mit Insulin kannst du deine Werte wirklich in den Griff bekommen. Du mußt nicht - wie bei Sulfonylharnstoffen - gegen den Unterzucker anessen. Außerdem ist es ein Gerücht, daß man von Insulin zunimmt. Für mich war es eine hundertprozentige Erhöhung der Lebensqualität.
Ich finde ebenfalls, daß du dir einen anderen Arzt suchen solltest. Ich weiß, wie schwierig das ist - ich hab fast 20 Jahre lang gesucht. Aber ich habe nicht den Eindruck, daß du optimal versorgt bist. Hast du deinen Arzt schon mal auf Insulin angesprochen? von EH -
Pia
Rang: Gastam 19.04.2007 10:19:54
Eiiiinnnspruuuch biiittte. Du meinst, von Insulin nimmt man nicht zu? Würde ich nicht sagen. Gerade die hohen Dosen können zur Gewichtszunahme führen, Insulin ist ein Hormon. Vielleicht ist es auch noch von der Sorte abhängig, aber Insulin führt schon dazu, dass gerade im Bauchbereich Fettzunahmen erfolgen.
Mit Humalog hat meine Gewichtszunahme endlich aufgehört, vorher mit Apidra und ca. 100 E. je Tag habe ich insgesamt 12 kg zugenommen. Allerdings hatte ich ohne Insulin vorher schön abgenommen. Die Diadoc sagte, die Zunahme wäre also erst mal normal...das Wort "normal" mag ich nicht. Weil, was ist normal...individuell gefällt mir besser. von Pia -
ANONYM
Rang: Gastam 19.04.2007 10:33:05
M.W. dürfen Glitazone bei Insulin.-Therapie nicht genommen werden.
Apropos Diabetologe: Die Ausbildung ist sehr wohl gründlich und erfordert regelmäßige mehrtägige Fort- bildung jedes Jahr.
Anders sieht es aus bei Ärzten, die nur die Kurzschulung mitmachen, damit sie am DMP teilnehmen dürfen.
von ANONYM -
Zuckersüß
Rang: Gastam 19.04.2007 10:35:03
Hallo EH,
habe den Arzt erst gewechselt. Die Frage ist: Wie finde ich einen? Wohne im Raum Krefeld, vielleicht kann mir da jemand helfen!?
Dass ich noch nicht mit Insulin versorgt werde, liegt zum Teil auch an mir selbst, weil ich es bisher abgelehnt habe. Ich weiss, dass ich selbst noch ausreichend Insulin produziere (C-Peptit=2,0) und weil ich soviel "Hüftengold" mit mir rumschleppe, wollte ich erst einmal abnehmen. Ich habe mir auch dieses vielversprechende Medikament zum Abnehmen Acomplia verschreiben lassen und selbst teuer bezahlt. Es soll ja angeblich den BZ senken. Nichts da, bei mir hat es in keiner Weise gewirkt, manchmal hatte ich den Eindruck, dass es ein Placebo ist.
Nun, diese Insulin-Sensitizer erscheinen mir in der Wirkungsweise logisch, sie wirken dort, wo die Glucose eigentlich hin soll. Ich habe auch den Artikel über die Knochenbrüche bei Frauen gelesen, der Link, der oben steht.
Es ist eine Entscheidung, die man für sich selbst treffen muss. Früher oder später werde ich Insulin spritzen müssen, weil dann auch meine Bauchspeicheldrüse sich wegen Überarbeitung geschlossen hält.
Schade, dass es so wenig Erfahrung mit Insulin-Sensitizern gibt, ich konnte auch im Internet nicht viel finden.
Gruß
Zuckersüß
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EH
Rang: Gastam 19.04.2007 11:23:59
Hallo Pia,
ich habe nicht durch Insulin zugenommen, im Gegenteil. Ich habe, als ich mit dem Spritzen anfing, sofort Humalog bekommen und konnte endlich nach meinen gegessenen BE spritzen. Vorher mit den Sulfonamylharnstoffen mußte ich jeden Vormittag gegen den Unterzucker anessen, was mir oft sehr schwer fiel.
Bevor mein Diabetes manifest wurde (damals wußte man noch nichts von Prädiabetes) habe ich allerdings ohne mehr zu essen in einem Jahr 18 kg zugenommen, von 50 auf 68 kg. Das war ein Riesenproblem für mich. Heute gehe ich davon aus, daß zu diesem Zeitpunkt meine Insulinresistenz enorm anstieg.
Deshalb ärgere ich mich ja so über das dumme Gerede, von Übergewichtigen, die deswegen Diabetes kriegen. Mit meinen 50 kg damals hätte man micht heutzutage wohl eher als magersüchtig eingeschätzt. Was ich allerdings definitiv nicht war. von EH