Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Pumpeneinstellung nur stationär?

  • Manuela

    Rang: Gast
    am 31.03.2007 23:12:32
    Hallo,
    ich bin seit 30 Jahren Typ1er, bis jetzt auch recht gut als PEN-erin gut zurecht gekommen, trotz alleinerziehender Mutter von zwei Jungs, 50%-iger Intensivkrankenschwester, was automatisch zu einem mehr als unregelmäßigem Lebenswandel führt.Seit ca 8 Wochen- nach einem RTW- Besuch wg UZ- spinnen meine Werte total, sowohl nach oben als auch nach unten. Am Dienstag hab ich nen Termin beim Doc, um ihn zu einem Pumpeneinstieg zu überzeugen, die ich- wie viele andere auch- bisher nie wollte.
    Mein Doc kooperiert mit nem Diabetologen.
    Ich bin bei der BEK versichert, hab über Kostenübernahmen der BEK noch nichts gefunden.
    Meine eigentliche Hauptfrage beschäftigt sich aber tatsächlich mit dem Thema der Umstellung auf eine Pumpe.
    Schaffe ich das nur stationär- mir fehlt über Pumpen eigentlich alles an Theoriewissen, und wenn es ambulant geht, muß ich meine Stationsleitung und meine Kids schonmal auf Ausfallzeiten vorbereiten?
    Vielen Dank an alle, die sich durch diesen langen Text gelesen haben und mir dann noch antworten.

    Gruß Manuela
  • diesel

    Rang: Gast
    am 01.04.2007 10:46:59
    Hallo Manuela,

    da ich einen Horror vor Kh habe, bat ich meinen Diadoc um eine ambulante Pumpeneinstellung. Da ich als Kraftfahrer tätig bin, ging das nicht ohne Krankschreibung, da in der Einstellphase die Werte und die Basalrate neu angepasst werden müssen. Die Gefahr einer Hypo ist als größer als normal. Wenn du auf der Intensivmedizinischen Abteilung tätig bist, wirst du dies während der Einstellung, meines Erachtens, nicht weiter machen können. Möglich wäre vielleicht der Tausch während dieser Zeit auf eine andere Tätigkeit.
    Du solltest dich vielleicht schon mal ausgibig mit den Pumpen auseinander setzen. Google doch einfach mal, oder schaue unter "Pumpencafe" nach.

    Viel Erfolg mit dem neuen Wegbegleiter wünscht dir

    Gerd
  • Mathias Spieker

    Rang: Gast
    am 01.04.2007 15:54:38
    Hängt sehr von der kooperatonsbereitschaft deines
    Diabetologen ab, vom fachlichen her dürfte eine
    Intesivkrankenschwester ja keine Probleme mit
    Technik haben. So das eigendlich auch ambulant gehen sollte. Und wenn Deine Kollegen auf der ICU
    nicht wissen was sie bei einer Hypo machen, dann
    mach ich mir sorgen um unseren Berufsstand.
    Habe mich vor Jahren ( schwarz ) ohne Diabetologen
    auf eine Pumpentherapie am Wochenende umgestellt, Montags wieder normaler Dienst auf der ICU. Klar man hat den Kopf da nicht unbedingt frei für seinen DM. So das letztentlich die Umstellung auch länger dauern könnte.
    Damals konnte man die KK noch mit
    schlechten Werten und Schichtdienst überzeugen, heute muss man beweisen das es mit einer ICT trozdem nicht funktioniert.
    Meine erste Pumpe hatte den Piepton, wie das CT Gerät hat mich ganz verrückt gemacht. Ich finde es hat ganz klar Vorteile wenn man mit einer Pumpe im ICU bereich arbeitet. Eine Rea, wenn vorher einen Bolus gegeben hat und dann noch das Basalinsulin dazu. Da ist die Hypo schonmal
    vorprogrammiert. Die Pumpe kann man notfalls
    in der Insulinabgabe kurzfristig stoppen. Dann
    reicht etwas TZ.

    Viel Spaß und gute Argumente beim Dr.

    Mathes von Mathias Spieker
  • Manuela

    Rang: Gast
    am 01.04.2007 22:22:33
    Hallo Mathes,

    meine Bedenken richten sich weniger gegen die kompetenz meiner Kollegen als die Angst in einer MRSA/ESBL/VRE- Box abzurauschen, ohne daß es jemand mitbekommt, denn analgo-sediert kann der Pat schlecht um Hilfe bitten.
    Wir sind eine Chirurgie ICU/IM- Station mit 40 Betten und ca 150 MA, so daß ich gar nicht weiß, ob überhaupt alle mitbekommen haben, daß ich Diabetikerin bin- will ja keinen Stempel auf der Stirn. Und zusätzlich gibt es heut tatsächlich noch Kollegen, die mich fragen "Und Du darfst WIRKLICH auch nen Stück Kuchen essen?!"
    Wie Du mitbekommst bin ich bzglch ner AU total verunsichert, zumal ich mich zur Zeit durch die ständigen springenden Werte (Tage zwischen 44- 480mg/dl) fühle, als wäre ich vom Bus überrollt worden.
    Mal sehen, was mein Doc sagt, wie schnell ich beim Diabetologen nen Termin bekomm und nä Woche hab ich mit nem pumpen tragenden Anästhesisten Dienst und hoffe Zeit zu finden, mal mit ihm zu reden.

    Werd mich bestimmt nochmal melden

    Gruß Manuela
  • Mathias Spieker

    Rang: Gast
    am 01.04.2007 23:06:23
    Verstehe Deine bedenken, ich habe das Glück
    das ich zu den DMler gehöre, die auch bei niedrigen
    Werten um 40mg/dl nicht gleich aus den Latschen
    fallen. Ist immer noch besser man kann sich selbst
    eine Glucospritze setzen. Ich habe ja später eine
    Schulung nachgeholt, um ein paar Unstimmigkeiten
    auszubügeln. War damals bei Dr. Teupe im Diabetesdorf Althausen bei Bad Mergendheim.
    Ist eine drei Wochen Hartcore-Schulung, kein KH.
    Kleine Gruppen um die 10-12 Leute, die sich selbst
    verpflegen müssen. Dann fällt später die Umstellung
    nicht so schwer, ich glaube es können sogar
    Familienangehörigen mit. Stelle im wieder mit das
    es gar nicht sowenige Diabetiker in pflegenden/ medizinischen Berufen gibt.

    Mathias von Mathias Spieker
  • Matthias Widner

    Rang: Gast
    am 02.04.2007 10:59:11
    Hier vielleicht ein Link zu dem Thema:

    http://www.diabetesindex.de/diabetesinfo.d/k_Zusatzartikel_Pumpen/s_DiabetesInfo/Der_ambulante_Weg_zur_Pumpe.html von Matthias Widner
  • Mad

    Rang: Gast
    am 06.04.2007 12:43:55
    Hi Manuela!
    Lass Dich ausführlich informieren beim Diabetologen und dann für die Umstellung ne Woche krank schreiben, bei deinem "geregelten" Tagesablauf wäre das sonst Selbstmord!
    Etwas Zeit mußt du dir dafür schon nehmen, sonst kannst du das gleich vergessen, das geht nicht 'mal eben' .
    Aberwenn du das einmal drauf hast, ist es ne feine Sache!
    Ich wünsch dir alles Gute!

    von Mad
  • Claudia H.

    Rang: Gast
    am 09.04.2007 19:04:43
    Hi Manuela!
    Ich kann Mad nur zustimmen!!
    Mein Sohn,15J. , trägt seit fast zwei Jahren eine Pumpe(DM1) und würde sie für wahrscheinlich nichts auf der Welt wieder hergeben! Aber bitte nimm Dir Zeit!
    Ich arbeite "nur" auf der koro-Station aber ich weiss, dass Du mit Deiner Einstellung
    fit sein musst, weil kaum einer mit ner Pumpe sich auskennt! Aber die Pumpe wird für Dich ideal sein! In Bad Mergentheim wurde bei meinem Sohn DoppelDiabetes
    festgestellt! Wie?Noch nie gehört? Ich auch nicht! Also: Teilweise ist mein Sohn Insulinresistent, durch eine spezielle Blutuntersuchung stellte man fest, dass er das Typ2 Gen im Blut hat,(Vererbung).DM2
    kann er ja nicht mehr bekommen! Aber darum hat er manchmal sehr grosse Schwankungen seines BZ. Durch die ICT war dies nicht zu lösen! Er testete mehrere Insuline doch nur die Pumpe mit Novo Rapid hift ihm!! Du kannst die Pumpe auf alles einstellen! Verzögert Insulin beim Sport abgeben lassen oder stoppen.Die Pumpe ist das Beste was es zur Zeit für meinen Sohn auf dem Diabetes Markt gibt!
    Gott sei Dank dafür!!
    Ich wünsch Dir alles Gute u. Kopf hoch, Du schaffst das!!
    Claudia von Claudia H.
  • WoZi

    Rang: Gast
    am 07.05.2007 17:48:50
    Bin seit 10 Jahren Typ-1 Diabetiker und im
    Januar wegen eines ausgeprägten Dawn-Phenomäns auf Pumpe umgestellt worden.
    Habe dieses ambulant bei einem Diabetologen durchgezogen.
    Habe keine Probleme gehabt.
    Die Gefahr der Hypo ist aber trotzdem sehr groß.
    Wollte nur die ambulante Variante, da ich
    bei meiner Ersteinstellung große Probleme
    nach stationärer Einstellung mit ICT hatte.
    Hat halt alles nicht mehr so gestimmt mit den Werten im normalen Berufsleben.
    Habe mit meinem Arbeitgeber halt besprochen, das ich sofort Feierabend machen kann wenn es Probs gibt und war 2-3 mal die Woche beim Diabetologen.
    von WoZi