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Kann man sich mental nach langem Diabetes Typ 1 psychisch verändern ?
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Prandstätter
Rang: Gastam 19.03.2007 04:35:09
Ich bin seit zwanzig Jahren mit einem Diabetiker verheiratet. In letzter Zeit fällt mir oft eine Veränderung der Psyche meines Mannes auf. Er wird immer stiller und unkonzentrierter. Manchmal kann er kaum noch Gesprächen folgen und wirkt desorrientiert. Liegt das vielleicht an den häufigen Unterzuckerungen die er hatte ?
Und bitte wer stellt bei uns im Umkreis Neuropathien fest? Ich habe hier im Landkreis noch keinen gefunden!
Übrigens, nicht dass ich falsch verstanden werde: Mein Mann wirkt immer apathisch und nicht nur bei Hypos! -
Pia
Rang: Gastam 19.03.2007 09:25:02
Du schreibst, du lebst seit 20 Jahren mit einem Mann zusammen, der Diabetes hat.
Dass sich das Wesen eines menschen verändert innerhalb von 20 Jahren, ist klar. Du bist auch sicher vor 20 Jahren anders gewesen.
Wenn Du aber den Eindruck hast, dass das ruhige - du schreibst - apathische Verhalten- einen medizinischen Hintergrund haben könnte, solltest du deinen Mann erst Mal direkt darauf ansprechen, ob ihm das selbst auch so bewusst ist und dann Euern Hausarzt konsultieren und mal wieder Laborwerte abchecken lassen.
Dass Diabetes die Psyche verändert, kann ich nicht glauben, aber es gibt viele andere Parameter, die einen Menschen ruhig, lebhaft hektisch oder schril erscheinen lassen. Nur EIN Parameter sind die Hormone, die für die Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse zuständig sind. Blutdruck, Eisengehalt des Blutes usw. usw.
Ich wünsche euch beiden alles Gute und berichte mal, was du unternommen hast. von Pia -
Jürgen
Rang: Gastam 19.03.2007 11:03:05
Moinmoin,
1. noch bis vor 20 Jahren galt als recht normal, wenn mit Insulin-Behandlung pro Woche 1mal mit zu viel (Hypo) und einmal mit zu wenig (Keto) Insulin das Licht aus ging. Trotzdem gibt es in der medizinischen Literatur keine Hinweise auf irgendwelche Beeinträchtigungen der mentalen Leistungsfähigkeit.
2. wie Du's schreibst, sind Hypos bei Euch normal. Das erschreckt mich. Denn seit wir seit gut 20 Jahren auch hier in D unseren Blutzucker selbst direkt messen können, braucht niemand mehr eine Hypo zu haben, und schon gar keine schwere.
3. das veränderte Verhalten, das Du beschreibst, ist als direkte Folge von Diabetes nicht erklärbar. Ist das nur in der Freizeit zuhause zu beobachten, oder erfährst Du auch von Schwierigkeiten im Beruf, die damit zusammen hängen könnten?
Bisdann, Jürgen -
Sabine
Rang: Gastam 20.03.2007 18:06:24
Hallo,
bin seit nun mehr ganze 42 Jahre lang Diabetiker, kenne auch einige Langzeitdiabetiker, aber die Symptome deines Mannes + Schlussfolgerung auf Diabetes kann ich insofern nicht bestätigen.
Wie alt ist dein Mann? Messt einfach mal seinen Blutzucker, wenn er wieder unkonzentriert wird und Gesprächen nicht folgen kann, desorientiert ist, um ganz sicher zu gehen, dass Unterzucker ausgeschlossen werden kann!!
Desorientierung und Nichtmehr-Verstehen-können von Gesprächen haben oft ganz andere Ursachen. Im Zusammenhang mit "immer stiller werden" (zieht er sich gar von seinem Umfeld zurück??) solltet ihr dringend eine Gedächtnissprechstunde aufsuchen, um sicher zu gehen, was die Ursache ist. Wo ihr Hilfe (Neurologe oder Memory-Sprechstunde etc.) bekommen könnt, kann euch euer Hausarzt auf jeden Fall sagen.
von Sabine -
Sigrid Gärtner
Rang: Gastam 23.10.2007 19:16:23
Hallo "Anonym"!
Bin heute durch Zufall auf Deine Frage gestoßen. Mein Mann ( auch seit 25 Jahren Typ1 Diabetiker) zeigt ähnliche Symtome. Würde mich interessieren, ob Du mittlerweile bei der Beantwortung Deiner Frage weitergekommen bist.
L. G. Sigrid