Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Kur anstatt Pumpe!

  • Susanne

    Rang: Gast
    am 15.03.2007 22:09:37
    Hallo,

    ich muss nun mal bei Euch nachfragen, ob vielleicht von euch sowas schon mal mitbekommen hat.


    also, ich habe nun meine pumpe seit 1 jahr auf probe.

    die kk hat erst damit begonnen, ich solle doch abnehmen und den hba1c wert niedriger bekommen. ok, das hab ich geschafft, 6kg runter, hba1c von 9 auf 7.

    so, dann kam der stress, ich solle doch eine kur machen, hab ich gesagt, für was klappt gut. naja mit dem ganzen hin und her, hab ich natürlich jetzt die 6kg wieder drauf, da man ja weis, dass man unter druck nicht so dolle abnehmen kann....

    ok, lange rede kurzer sinn, nun war ich heute beim mdk selbst und die tante meinte nun, ich solle die kur machen, oder aber es gibt eine pumpe mehr. was mache ich denn nun?
    mit meiner diabetologin kann ich darüber nicht reden, denn die ist natürlich auch nur für die kur, es kommt mir sogar so vor, als hätte sie nie so wirklich hinter mir und der pumpe gestanden.

    ich bin wirklich total durch den wind, möchte doch die pumpe nicht hergeben, aber ich habe auch keine lust auf kur, denn nach den 4 oder 6 wochen kur, bin ich auch auf mich alleine gestellt und muss es wieder alleine hinbekommen, also was soll das denn dann?

    würde mich freuen, wenn ihr mir helfen könnt oder jemand eine idee hat.

    ihr könnt mir auch gerne ein mail schreiben, freue mich über jede nachricht!

    liebe grüße und schon mal dankeschön.

    susanne von Susanne
  • Susanne

    Rang: Gast
    am 15.03.2007 22:28:49
    Achso, was ich noch vergessen habe, zwischen abnehmen, hba1c senken und kur kam noch dazu , dass ich angeblich ne essstörung habe... wie die da drauf kommen weis ich nicht.

    naja, die essstörung hab ich jetzt wohl anscheinend nicht mehr, aber zur kur soll ich trotzdem noch... um den zucker einzustellen und anscheinend an der ernährung zu basteln..... *augenroll*

    lg susanne von Susanne
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 16.03.2007 09:44:41
    Hallo, also wenn ich du wäre, würde ich die Kur annehmen. Außerdem dauert die Kur höchstens 3-4 Wochen. Das hält man schon mal aus. Dabei kannst du auch gut relaxen und hast mal Ruhe vom Alltagsstress und du lernst viele Leute mit den gleichen Problemen kennen.
    Natürlich hast du Recht, daß du die Einstellung deines Zuckers während der Kur für zuhause nicht übernehmen kannst. Daas ist leider so. von Jürgen
  • Ulrich

    Rang: Gast
    am 16.03.2007 11:07:17
    Ich denke es gibt viele Diabetologen, die eigentlich gar nicht gerne Pumpen voerordnen, aus welchem Grund auch immer...

    Fakt ist aber, dass der einzige der eine Pumpe verordnet Der Diabetologe ist - nicht etwa die Krankenkasse. Denn wenn der Azrt die richtigen Worte auf seine Verodnung geschrieben hat, dann kann die Kasse sie nicht ablehen - sofern Du Typ1 bist.

    Also wenn Dein Arzt sich hier quer stellt, dann such Dir einfach einen neuen Diabetologen - von denen gibts ja genug und Du hast freie Arztwahl.

    Zum Thema Kur...
    Ich weiss nicht wie übergewichtig Du bist. Aber Dir tust Du auf jeden Fall einen Gefallen, wenn Du auf Dein Gewicht reduzierst.
    Wenn man Dir eine Kur genehmigen möchte, dann solltest Du definitiv abnehmen. Ob Du das alleine, mit Weight Watchern oder eben in einer Kur - Was da für Dich das sinnvollste ist kann ich nicht sagen. Aber Du schreibst ja selbst, dass Du keinen Erfolg mit "Eigendiät" hast/hattest.
    Ein Kollege von mir hat sehr gute Erfahrungen mit einer Art kontrollierter Abnehmgruppe gemacht. Dort wird besonders Wert auf nachhaltigen Erfolg gesetzt und sämtliche Essgewohnheiten der Teilnehmer werden untersucht/geändert. Das Ganze dauert allerdings ca. n Jahr und ist einmal pro Woche.

    Zu Deinem HbA1c: Ein Wert von 7 ist absolut kein Aushängeschiild. Da solltest Du mal gewaltig optimieren. Für einen gut eingestellten Pumpenpatient sollte ein Wert um die 6 gut möglich sein. Denk immer dran, dass das Risiko auf Herzinfarkt/KHK mit jeder Erhöhung des HbA1c Wertes enorm steigt!


    Also abnehmen und BZ besser einstellen und dann redest Du mit Deinem Diabetologen über die Verordnung. Die Pumpenhersteller, wissen ganz genau was der Arzt zu schreiben hat und helfen Dir da gerne.

    Grüße
    Ulrich
  • Lisa

    Rang: Gast
    am 16.03.2007 17:34:09
    Essstörung hin oder her, in der Kur kann man auf jeden Fall viel lernen. Wenn Du in kurzer Zeit wieder 6 kg zugenommen hast, scheinst Du ja schon ein paar blinde Flecken zu haben. Oder Du hast soo rasantes Übergewicht, dass sich Dein Körpergefühl/Umfang nicht wesentlich verändert. So eine Kur ist schon ein gutes Angebot, das Du auf jeden Fall wahrnehmen solltest. Man bekommt Schulungen zum Thema Ernährung, Kalorien-Mengen und BE. Und das schadet auf keinen Fall. Ausserdem lernst du ne Menge Leute kennen, denen es genausogeht. Das Bewegungsangebot ist auch nicht zu verachten, es stärkt das Selbstvertrauen und gibt einem wieder mehr Gefühl für den eigenen Körper. Und wenn Du alles mitmachstst und kooperativ bist, hast Du echt was davon, und man wird bei der KKasse auch eher geneigt sein Deine Wunschtherapie zu unterstützen. Gewichtszunahme und Abnehmen hat auch sehr viel mit der Insulinmenge zu tun, und da hat man nach einem Jahr noch nicht ausgelernt, da gibt es immer noch etwas zu verbessern. In der Kur geht auch dies leichter. Das mit der Kostenübernahme kannst Du nach der Kur immer noch klären dann hast Du auch wieder neue Argumente. So ne Kur bekommt man zur Zeit nicht mehr so leicht, also freu Dich über das Angebot, es ist Deine Chance, nur Du kannst was verändern, wenn Du was verändern willst. Viel Erfolg wünscht Lisa
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 16.03.2007 17:42:15
    hallo susanne, und alle,
    da sind einige sachen nicht ganz richtig dargestellt.
    ja eine pumpe kann nur der diadoc verordnen,
    aber die kk muß sie genehmigen, oder nicht .
    um die verantwortung abzuwälzen überträgt die kasse die entscheidung dem medizinischen dienst.
    und der kann durchaus anderer meinung als der diadoc sein, und diese meinung durchsetzen.
    meintip dafür: mach die pumpenschulung bei teupe in althausen mit , das sind "harte" wirklich harte 18 tage. wenn du das dort wirklich voll mitgemacht hast,
    bist du in der lage einen hba1c von 6 zu produzieren,
    und bist so fit in diabetes know how, daß du den anderen zeigen kannst was ne harke ist. auch dem med dienst.
    bei alledem kommt noch dazu daß dieser so hochgehandelte hba1c wert ja auch nicht das gelbe vom ei ist, denn je nach labor /nach methode/ nach referenzlösungen/nach wert der referenzlösungen/
    nach können der laborfuzzis. schwanken die ergebnisse +-1, die 7 kann also ne 6 , genauso wie ne 8 sein. genausowenig sagt der wert was über die bzspitzen oder hypos aus.
    zitat aus dem ddz, es ist ein "ominöser" wert.
    mfg klaus von klausdn
  • auch Susanne ;-)

    Rang: Gast
    am 18.03.2007 19:06:29
    Kann Klaus nur zustimmen, nicht der Diadoc entscheidet über die Genehmigung der Pumpe, sondern die Kasse auf Empfehlung des MDK's. Und jenachdem bei welcher Kasse und welchem schlechtgelaunten MDK-Mitarbeiter der Antrag landet variiert auch die Chance auf eine Genehmigung der Pumpe.

    Meine ist immer noch nicht genehmigt und wurde sogar schon einmal abgelehnt, obwohl ich einen Diadoc habe, der das seit ca. 20Jahren macht und noch nie Probleme mit der Genehmigung hatte. Wir haben Einspruch eingelegt und das zweite Gutachten meines Docs liegt jetzt bei irgendeinem Zweitgutachter. Hoffe der ist besser gelaunt :o/

    Im Übrigen ist zwar ein HbA1c von 7 nicht herausragend, aber laut Empfehlung für Diabetiker zur Minimierung von Spätfolgen ist einer HbA1c von 6,9-7,2 völlig ausreichend. Das dieser Bereich zu hoch ist, ist uns wohl allen klar, aber das sind die Vorgaben. Von daher bist Du, Susanne, da vollkommen im Rahmen. Wenn du also die Pumpe willst, dann such Dir einen Doc, der wirklich dahinter steht und für Dich arbeitet und nicht gegen Dich.

    Liebe Grüße,
    Susanne von auch Susanne ;-)
  • Susanne

    Rang: Gast
    am 19.03.2007 10:24:35
    Hallo,

    danke für euren vielen Antworten.

    ja, ich weis. der hba1c wert von 7 ist noch nicht soooo toll, aber doch schon mal ein anfang, dass ich von 9,0 runter gekommen bin, aber das will irgendwie niemand so richtig wahrnehmen.

    Aber nun ne andere Frage, kann ich denn während einer Pumpenbeantragung so einfach den Arzt wechseln??

    Und die nächste Frage wäre, wenn ich jetzt ne Ablehnung bekomme, kann ich da auch alleine in Widerspruch gehen, oder muss ich das zusammen mit dem Doc machen?
    Denn wenn ich das mit dem Doc machen muss, weis ich schon, dass es wieder nix wird, weil wie oben beschrieben, sie will mir die Pumpe irgendwie gar nicht verschreiben, aus welchen Gründen auch immer....


    Danke Euch

    Grüße

    Susanne
  • Susanne

    Rang: Gast
    am 26.03.2007 15:09:04
    Den Widerspruch muss Dein Arzt einlegen und begründen. Hatte es auch selbst versucht und die Antwort erhalten, dass ich dazu nicht berechtigt bin und der MDK nur einen Widerspruch meines Arztes akzeptiert.

    Ob ein Arztwechsel während des Antrags so einfach geht weiß ich nicht, aber es bleibt Dir ja keine Alternative, wenn Dein Doc Dir nicht helfen will. Denke aber, das sollte kein Problem sein. Schau doch mal ob Du vielleicht sogar ne Pumpenabulanz findest, die Dir dabei helfen kann. Die sollten wesentlich mehr Erfahrung haben, gerade was die Verordnung und das Gutachten angeht. Ideal wäre wohl auch ein Forschungszentrum mit angegliederter Pumpenambulanz, das dürfte Eindruck bei der Kasse hinterlassen. Kenne zwei Pumpis, die darüber ohne Probleme ihre Pumpe bekommen haben. Lag entweder am Forschungszentrum auf dem Briefkopf oder an der richtigen KK oder an beidem ;-)

    Viel Erfolg noch weiterhin.
    Gruß,
    die andere Susanne
  • Mad

    Rang: Gast
    am 06.04.2007 13:33:29
    Hi Susanne!
    Ablehnen ist der KK ihr liebstes Hobby!
    Bleib am Ball! Wenn dein jetziger Doc so ein Schlaffi ist, such dir n neuen! Aber pronto! Es ist deine Lebensuhr! Bei 9 HbA1c tickt die schneller.
    7 HbA1c ist ein guter Anfang!
    Aber die sind wie die 6kg, schnell wieder drauf.
    Kopf hoch und ab durch die Mitte!
    So ne Kur ist ein nettes Zuckerchen, aber lass dich nicht ablenken! Beantrage die Pumpe, pack all deine Leiden mit rein, lass dir das von nem Diabetologen bescheinigen und wenn die KK meckert, das Ganze noch mal! (Schonmal an KK- Wechsel gedacht?)
    KK spekulieren doch auf das schnelle Aufgeben ihrer Antragsteller! Das steht ganz oben bei denen im Handbuch! Sowas spart die ein Vermögen!
    Also, ran an den Speck! (in mehrfacher Hinsicht!)

    Alles Gute dafür!

    wünscht dir Mad