Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Zuckerwerte zu niedrig ?
-
Susanne
Rang: Gastam 28.05.2010 09:42:01
Hallo :-)
Ich habe eine Frage an Euch und hoffe, dass mir jemand helfen kann. Ich war dieses Jahr ein paar Tage stationär im Krankenhaus, weil ich mich oft unterzuckert fühle und demzufolge auch ständig gegessen habe. Es wurde dann eine leichte Insulinresistenz festgestellt und mir daraufhin Metformin verschrieben - 500mg.
Zu Hause messe ich jetzt immer mal, weil nach fast 9 Wochen noch nicht so richtig eine Besserung eingetreten ist. Ich hab immer recht niedrige Werte (nüchtern so um die 70 - 73) und bin auch nach dem Essen recht flott wieder auf 70 bis 65 runter. Meistens schiebe ich dann schon Essen nach, weil es mir komisch ist.
Meine Ärztin meint, ich soll mir keine Sorgen machen, mir könnte nix passieren aber dadurch, dass ich 1-2h nach einem vollwertigem Essen (z.B. gestern Abend 3 Vollkornscheiben, eine Eierflockensupper, bisschen Salat und noch ein Stück melone) schon wieder bei 68 lag.
Ist das normal ? Oder sollte ich nochmal zum Arzt gehen ? Die Heisshungerattacken sind weniger, Hunger habe ich eigentlich auch keinen aber mir ist dann immer zittrig oder schwindlig.
Liebe Grüße und Danke von Susanne -
Meinung
Rang: Gastam 28.05.2010 10:53:49
Also so aus der Ferne kann man da eh nix dazu sagen.. da wirst du wohl oder übel zum Arzt gehen müssen, vielleicht besser zu einem Diabetologen?
Ich vermute, bisher warst du beim Hausarzt?
von Meinung -
peter
Rang: Gastam 28.05.2010 12:07:33
eigentlich sind diese werte absolut normal und gesund, die "diagnose/erklärung" insulinresistenz ist völlig daneben, denn die würde ja bedeuten daß das insulin nicht ausreichend wirkt,, folge davon sind krankhaft hohe werte.
wesentlich besser wäre sich an die gesunden werte zu gewöhnen(damit leben die anderen gesunden auch) und nicht andauernd futtern, denn davon gibt es kilos, die dir hinterher zum vorwurf gemacht werden. von peter -
Susanne
Rang: Gastam 28.05.2010 12:15:45
Hallo ihr Lieben,
vielen Dank schon mal für Eure Beiträge.
Die Insulinresistenz wurde im Krankenhaus mittels Glucosetoleranztest durchgeführt. Ich hatte nach 2h immernoch einen zu hohen Wert.
Kann es sein, dass ich mich deshalb jetzt mit den "normalen" Werten schlecht fühle, wei ich vorher die höheren gewohnt war ?
Bin mir leider ziemlich unsicher und habe Angst, dass der BZ weiter absackt (wenn ich z.B. mit 68 noch Radfahren gehen würde o.ä.)
Die paar mehr Kilos sind leider schon drauf *schnief* Versuche sie ja wieder abzutrainieren aber wie gesagt ... sofort schnell schwindelig und schlapp, was mich zu erneutem Essen anregt :-( von Susanne -
Astrid
Rang: Gastam 28.05.2010 13:29:21
Hallo Susanne,
sind deine BZ-Werte nur mit dem metformin so niedrig, oder besser gesagt normal? Wurden nicht noch andere Blutwerte ermittelt, wie Hba1c oder c-peptid?
Frag´mal nach?
mfg von Astrid -
thomas2002
Rang: Gastam 28.05.2010 13:39:51
insulinresistenz bedeutet auch, daß zuviel insulin im blut ist, bis die bauchspeicheldrüse die grätsche macht. teilweise ist da soviel insulin im blut, daß die werte schlagartig ins andere extrem fallen. probiere mal mit um die 120g kohlenhydrate am tag auszukommen. einige tage eingewöhnung sollten reichen. von thomas2002 -
Susanne
Rang: Gastam 28.05.2010 15:11:55
Es wurde bei mir fast alles untersucht, da ich auch noch ein PCO-Syndrom habe und die Konzentration vom Östrogen stark erhöht war. Vermutlich hat das alles die Wirkung von meinem Insulin beeinflusst. Beim ersten Mal war der Cortisolwert + Insulin stark erhöht. Beim 2. Mal waren die beiden Werte wohl alle ok. Vor dem Toleranztest meine ich mich auch erinnern zu können, dass ich da nüchtern auch bei 4.2 (also rund 75) war. Da hatte ich noch kein Metformin genommen.
Mit dem Metformin merke ich jedoch deutlich, dass es nach dem Essen keine so hohen Anstiege mehr gibt (Werte von 140-160 oder höher habe ich seither nicht 1 x mehr gemessen, also eigentlich ok)
Mir macht eben nur Sorge ob das normal ist, dass z.b. der Wert 1-2h nach Nahrungsaufnahme schon wieder so weit unten ist. Vielleicht sollte ich da mal ausharren und gucken, was passiert ?
Kohlenhydrate zu reduzieren fällt mir auch extrem schwer, weil der Zuckerspiegel dann ja noch niedriger bleibt :-(
von Susanne -
peter
Rang: Gastam 28.05.2010 16:16:34
komisch daß zuerst nur von normalen werten geschrieben wird(als zu niedrig bezeichnet)
wird gesagt das ist normal und deutet nicht auf resistenz hin, wird nachgeschoben, beim ogtt war der 2h wert "hoch" (was ist hoch ?)
ist er um 200 und höher steht die diagnose dm.
natürlich fühlt man hyposymptome wenn man von sehr hoch(200) nach unten rutscht, das falsche ist dagegen zu essen, denn dann wird man dick.-
und die nächste reaktive uz kommt.
schnell soll überhaupt nicht abgenommen werden, und diäten sind sinnlos.
metformin wird ja auch bei pco verordnet.
und nein du fällst nicht um , auch nicht wenn du keine kh ißt, denn der bz wird nicht nur vom essen beeinflußt.
und entscheiden mußt du dich schon -was - du willst.
mit kh gegen panik essen nimmst du nicht ab, im gegenteil.
und probier doch einfach mal sport/bewegung, why not ? von peter -
Jürgen
Rang: Gastam 28.05.2010 16:21:05
Moin Susanne,
Metformin behindert mit seiner Hauptwirkung die Leber an ihrer Zuckerausgabe. Wer also mit Metformin ne Stunde nach dem Essen deutlich weniger BZ misst als ohne, hat damit den Beweis, dass seine Leber mit dem Essen ihre Zuckerausgabe nicht einstellt, wie sie das bei gesunden Menschen macht. Das ist ein diabetischer Steuerdefekt. Dessen Auswirkungen können die Betroffenen zu Anfang praktisch gesund klein halten, indem sie weniger Zucker=KHs essen. Dann bleibt offenbar meistens auch die Fehlausgabe der Leber kleiner. Und je kleiner sich diese Fehlausgabe auf diese Art halten lässt, desto weniger verschlimmert sich in aller Regel dieser Zustand im Verlaufe von Monaten und Jahren.
Wer Metformin nimmt, behindert damit die Zuckerausgabe seiner Leber, wie oben geschrieben, und nicht nur die zuviele, sondern auch die ordentliche. Ganz normal ordentlich muss die Leber immer dann Zucker ausgeben, wenn der BZ die persönliche Grundlinie (über der unteren Wohlfühlgrenze!) unterschreitet. Und mit Metformin scheint also die ordentliche Zuckerausgabe Deiner Leber offenbar so sehr behindert, dass Dein BZ Deine untere Wohlfühlgrenze unterschreitet und Du dich mies fühlst.
Bisdann, Jürgen -
Susanne
Rang: Gastam 28.05.2010 17:03:32
Hallo,
lieben Dank für Eure Mühe. Für mich ist das eben alles noch neu und mich haben diese "Zustände" doch stark verunsichert, einfach weil ich das vorher nicht kannte und auch noch nicht so wirklich weiß was nun normal, nicht normal usw. ist.
@ Peter:
Zu deinen Fragen. Also, ich habe noch nachträglich geschrieben, dass die Werte beim Test erhöht waren, weil Du ja meintest, die Theorie mit der Resistenz wäre Quatsch. Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass die im Krankenhaus das ja wohl hoffentlich richtig gemacht haben und die Diagnose somit auch stimmt. Der Wert nach 2h nach dem Test lag glaub bei 7.8 - sicher bin ich mir jetzt allerdings nicht, weil ich leider noch keine Kopien von meinen Werten zu Hause habe.
Und ich war nicht nur beim Hausarzt, sondern auch beim Diabetologen und stationär im Krankenhaus.
@ Jürgen:
Danke für Deine Ausführungen. Das Metformin soll ich nehmen, damit es auch meinen Zyklus reguliert und eben die höheren Werte nach dem Essen vermieden werden sollen. Ich nehme ja auch nur 1x 500mg zum Abendessen ein, da die Resistenz nur leicht ist.
Meine Werte scheinen also völlig im Rahmen zu liegen, nur hab ich mich noch nicht dran gewöhnt, weil sie vorher vermutlich eben höher lagen.
Hab heute nach dem Mittagessen mal einen Testlauf gestartet und einfach mal abgewartet. Halb 12 gab es bei mir Mittag und halb 1 hatte ich nen Wert von 88, um eins 97, kurz vor 2 dann 83, viertel drei 70(ab da hab ich mich komisch gefühlt aber abgewartet) , halb drei 66 und 14.45 war er dann wieder bei 73 und jetzt 15.00 bei 79. Also hat meine Leber gegenreguliert, wenn ich jetzt alles richtig verstanden habe ?
Kann ich jetzt daraus schließen, dass immernoch zu viel Insulin bei einer Mahlzeit ausgeschüttet wird oder ist das ein ganz normaler Vorgang, der bei jedem Gesunden so abläuft ? Das Metformin nehme ich jetzt seit ca. 9 Wochen.
Entschuldigung für die vielen Fragen, aber ich denke, wenn ich es besser verstehe, dann habe ich auch weniger Bedenken wenn man z.B. mal unterwegs ist und nix mit hat oder so ... von Susanne