Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Metformin - Insulin

  • Josef

    Rang: Gast
    am 08.01.2007 12:56:24
    Hallo

    Ich habe da eine Frage die mich beschäftigt , vielleicht weiß einer eine Antwort darauf
    Klar , ich könnte auch meinen Diabetologen fragen bloß das dauert mir wieder zu lange .

    Ich weiß das ich seit ca. 5 Wochen Diabetiker bin ´Typ-2 , vor kurzem hatte ich einen Termin beim Diabetologen der mit mir die aktuellen Blutwerte besprochen hat .

    also vor 5 Wochen hat mir mein Hausartzt Metformin 500 verschrieben die ich auch schön brav eingenommen habe , da ich selber mehrmals täglich messe weiß ich das meine blutzuckerwerte erheblich besser geworden sind zwischen 80-130 bloß mein HbA1 wert liegt noch bei 9,3 nach 10,4

    mein Diabetologe wollte mir Metformin 1000 verordnen , ich war erschrocken und hab ihm von meinen aktuellen Blutzuckerwerten berichtet darauf hin sagte er mir Ok dann nehmen Sie weiter die 500er

    es entstand darauf hin eine kleine Diskussion und er sagte wenn ich ein langes Leben haben möchte währe es besser mich so schnell wie möglich auf Insulin zu bekommen .

    Nun meine Frage ::
    bis jetzt hab ich immer gehört das mein Körper genug sogar zuviel Insulin Produziert nur mein Körper kann mit dem Insulin nichts mehr anfangen weil ich Insulin resistent geworden bin .
    was ich jetzt absolut nicht verstehe , wenn ich jetzt zusätzlich noch Insulin spritze bekommt mein Körper ja noch mehr Insulin wo er nichts mit anfangen kann .

    was würde das bringen wenn ich eines Tages Insulin spritzen muß ..

    Liebe Grüße
    Josef

  • Haschi

    Rang: Gast
    am 08.01.2007 16:38:03
    Hallo Josef,

    das HbA1c spiegelt die verzuckerten Hämoglobine wider. Sie haben jedoch eine Lebensdauer von ca. 3 Monaten. So bilden sich deine aktuellen Blutzuckerwerte im Langzeitwert noch wenig ab. Du kannst aber guter Hoffnung sein, dass der Wert sich bessert, wenn dein Blutzucker sich weiterhin im Bereich 80 bis 130 mg/dl bewegt.

    Typ2-Diabetiker haben bei der Manifestation häufig eine Hyperinsulinämie, d.h. sehr viel Insulin im Blut, das jedoch zu wenig Rezeptoren in den Zielzellen von Leber, Muskeln und Fett vorfindet, um seiner Aufgabe gerecht zu werden, die Glukose in die Zellen einfließen zu lassen. Diesen Zustand bezeichnet man als Insulinresistenz.

    Optimal ist es bei Typ2-Diabetes, diese sogenannte Zellblockade aufzuheben mit ausreichend Bewegung und Normalisierung des Körpergewichtes.

    Durch die stetige Überbelastung der Bauchspeicheldrüse bei permanenter Insulinresistenz – der Insulinbedarf steigt in ungeahnte Größen - erlahmt die Insulinproduktion allmählich. Dieses Sekundärversagen der BSD lässt sich jedoch aufhalten mit rechtzeitiger externer Insulintherapie. Wenn der Diabetes nicht normnah eingestellt werden kann mit Lebensstiländerung und Tabletten, bietet in der Tat nur eine Insulinbehandlung die Chance eines langen Lebens ohne diabetische Komplikationen.
    von Haschi
  • Josef

    Rang: Gast
    am 08.01.2007 17:32:11
    Hallo Haschi

    vielen Dank für Deine schnelle Antwort

    wenn ich das jetzt richtig verstehe würde es sinn machen Insulin zu spritzen obwohl die Bauchspeicheldrüse noch genügend Insulin produziert von Josef
  • thomas2002

    Rang: Gast
    am 08.01.2007 20:09:36
    es gibt ja nicht nur diese eine einzige insulintherapie. neben der insulingabe für bolus- und basalbedarf kann man z.b. weiterhin metformin nehmen, um zu den mahlzeiten die primärantwort der bauchspeicheldrüse zu simulieren. diese therapie nennt man suplementäre insulinantwort. die grundversorgung und die sekundärantwort kann die bauchspeicheldrüse selbst noch übernehmen. erstrecht, wenn - innerhalb der gegebenen möglichkeiten z.b. eines berufstätigen - auch mal ein verdauungsspaziergang möglich währe. von thomas2002
  • Haschi

    Rang: Gast
    am 08.01.2007 20:45:22
    Hallo Josef,

    ob es nun bei dir Sinn macht, eine unterstützende Insulintherapie schon zu beginnen, kann letztlich nur dein Arzt entscheiden.

    Relativ hast du wahrscheinlich eben nicht genügend Insulin infolge der Insulinresistenz . Es werden ja größere Mengen benötigt um die Resistenz zu durchbrechen. Oft existiert auch parallel dazu eine Sekretionsstarre der BSD. Infolgedessen steht Insulin nicht zeitgerecht , d.h. unmittelbar nach dem Essen in ausreichender Menge zur Verfügung. Metformin beeinflusst diese Sekretionsstörung übrigens nicht. von Haschi
  • thomas2002

    Rang: Gast
    am 09.01.2007 00:03:22
    hallo haschi,

    für die sekretionsstarre war ja auch das malzeiteninsulin gedacht.

    bei 2ern wird die sit ja mittlerweile immer häufiger bei versagen der oralen therapie angewand. von thomas2002
  • Haschi

    Rang: Gast
    am 09.01.2007 10:45:39
    @Thomas

    Unter SIT versteht man eine unterstützende Insulingabe zu den Mahlzeiten bei ungenügender prandialer - diätetisch oder oral - Therapie.
    von Haschi