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Psychische Probleme mit DM

  • Anonym

    Rang: Gast
    am 07.01.2007 13:22:22
    Hallo!
    ich habe meinen DM jetzt seit über 20 Jahren, es gab/gibt Höhen und Tiefen. Ich habe früh angefangen, mit anderen Betroffenen darüber zu reden, aber ich habe nie die richtige Gruppe für mich gefunden, da ich auch beruflich unregelmäßig stark eingebunden bin und nicht immer an den Gruppen teilnehmen konnte.
    Psychologische Betreuung war bislang auch ein Fehlschlag. Zwei habe ich ausprobiert. Der erste hat sich seine Meinung über mich gebildet und meinen Befund unter Verschluß gelegt. Die zweite hat nicht ganz begriffen, was ich wollte, und hat nicht die richtigen Fragen für mich gefunden, um mir Lösungen zu eröffnen. Ein ständiger Kampf für mich. Aber alleine fällt es mir doch schwer.

    Gibt es hier vielleicht DMler im Alter von 30-40, berufstätig und mitten im Leben, mit denen ich mich austauschn könnte?

    Wie werden die Anderen mit den widrigkeiten eines DM fertig? Probleme mit KK, besserwisserischen Diabetologen, unregelmäßigen Tagesabläufen, ...
    Ich finde immer nur die Typ 2 Fraktionen, die ihren Tagesplan komplett nach ihrem DM ausrichten können weil sie schon (fast) in Rente sind.
    Für mich sind das unrealistische Konditionen.
    Ich finde Gruppen für Kinder und Senioren wie Sand am Meer, wo sind die "U-Boot-DMler", die mitten drin sind im Strom des Lebens, und mir zeigen können, wie ich besser paddeln kann??


    von Anonym
  • Johannes

    Rang: Gast
    am 07.01.2007 16:53:30
    Hallo,

    Du sprichst zum Thema DM mehrere Faktoren an, die mich auch immer wieder beschäftigen.
    Ich bin 38, habe seit 20 Jahren DM, Typ-I.

    Die Fraktion älterer Typ-II-Diabetiker sind für mich eine andere Seite.

    Als Typ-I-Diabetiker steht man dem Leben mehr oder weniger viel kritischer demgegenüber als Andere. Das ist meine Meinung.
    Es kommt mir vor wie ein Drahtseilakt. Ich halte mich an die Vorgaben (Dosirerung/BE-Anpassung).Spritzen, Messen und Essen ist nicht alles beim DM. Der ganze Tagesablauf im Privaten als auch im Beruflichen hat viele Auswirkungen auf den DM und umgekehrt auch. Wenn es einigermaßen glatt läuft ist man zufrieden und es stärkt das Selbstbewußtsein. Aber wehe, es kommt etwas dazwischen und der DM läuft aus dem Ruder oder umgekehrt ist bröckelt das Selbstbewußtsein.

    Selbstbewußtsein ist nicht alles, aber es trägt dazu bei im Leben mit DM einigermaßen gut zurecht zu kommen.
    Das es Diabetiker gibt, bei denen es "leichter läuft" mit dem DM mag sein. Aber es sind nicht alle gleich.

    Und mich ärgert es, wenn alles so selbstverständlich ist. Schwachpunkte machen einen Menschen aus. Heutzutage ist alles so perfekt, so einach und so genial.
    Schau mal hinter die Fassade auch der Nichtdiabetiker. Ich glaub nicht immer, daß sie so fest ist sondern auch bröckelt.

    Ich habe schon gemerkt, daß sich zwar Diabetiker hier im Forum gerne austauschen.
    Ich habe (nicht hier) versucht Kontakt aufzunehmen und ein persönliches Treffen vorgeschlagen. Ist fehlgeschlagen.
    Ob sich Diabetiker nach außen nicht so zeigen wollen bleibt mir ein Rätsel.

    Gruß

    Johannes
  • NoekNoek

    Rang: Gast
    am 16.01.2007 13:57:31
    Ich vertrete wiederum eine andere Seite.

    Bin m, 42, seit 11 Jahren Typ 1, Pumpenträger, überwiegend befriedigend bis gut eingestellt (hbA1c 6,2 bis 7,5).Meine zweite Krankheit heißt Haschimoto.

    Mir machte der D. von Anfang an so gut wie nichts aus - und im Alltag merke ich ihn nur sehr selten. Ich habe Familie, eine Arbeit und einige Hobbies, ich verreise und so weiter und so fort. Ich führe ein ganz normales Leben ohne größere Einschränkungen.

    Manchmal bin ich nicht so zufrieden mit meinen Werten - aber ich versuche dranzubleiben und weiß, dass es einzig und allein an mir liegt.

    Wenn mir heute ein D. sagt, er sei permanent unzufrieden - und vielleicht ein wenig depressiv und wenn er dann noch Gewichtsprobleme haben sollte, dann würde ich ganz im Ernsz erst einmal die Schilddrüse durchschecken. Schon mal gemacht?

    NoekNoek
  • ANONYM

    Rang: Gast
    am 17.01.2007 09:20:02
    Die meisten Typ 1er trifft man in der diabet. newsgroup an:

    de.sci.medizin.diabetes


    von ANONYM
  • Elsbeth

    Rang: Gast
    am 17.01.2007 11:53:58
    Es gibt Psychotherapeuten, die sich besonders auf Diabetikerprobleme spezialisiert haben. Vielleicht wirst du hier fündig:

    http://www.diabetes-psychologie.de/fpd_adr.htm


    von Elsbeth
  • Anonym (Eintrageröffner)

    Rang: Gast
    am 28.01.2007 14:30:45
    Hi Noek Noek!
    Ich habe eine Schilddrüsenunterfunktion. Nach langem Kampf mit meiner Krankenkasse bekomme ich die nötigen Medikamente dafür auch wieder verschrieben. von Anonym (Eintrageröffner)
  • Anonym Eintrageröffner

    Rang: Gast
    am 28.01.2007 14:36:25
    Hi Elsbeth!
    Hi Anonym!
    Danke für die Adressen, versuche ich mal!

    Aus welchem Raum kommst du Johannes?
    Ich hab mein Revier im Niederrhein, und du?
    Melde dich doch, falls du Lust hast.
    von Anonym Eintrageröffner
  • dine

    Rang: Gast
    am 04.06.2007 11:48:27
    Hi Du ;

    ICH BIN ZWAR NICHT DIEJENIGE DIE DIABETES MELLITUS TYP 1 hat aber mein freund und wir sind nun schon fast 7 jahre zusammen ....und haben auch unsere höhen und tiefen stehen auch violl im leben freunde kind...arebit montage hier und dahin ...
    kannst dich genr mit uns unterhalten er wird 29j und hat keine probleme sich mit dir auszutauschen ....

    und dazu lernen kann man immer ...

  • wise

    Rang: Gast
    am 18.06.2007 14:29:35
    da ich auch beruflich unregelmäßig stark eingebunden bin ...

    Das bin ich auch. Beides. Ich bin 43 und selbstständig und habe seit 15 Jahren DM1.

    Die psychischen Probs werden jetzt gerade der Reihe nach (wie im Job von wichtig nach weniger wichtig) abgearbeitet.
    1. Ist fertig (Anbau eines Kinos mit eigenem Bett und Tür und somit Abstand in der Nacht zur Ehefrau)
    2. Ist in Arbeit (was sag ich nicht)

    wise
  • Susanne

    Rang: Gast
    am 25.08.2007 17:01:30
    Hallo Johannes,
    Hallo Anonym,

    mein Freund ist Diabetiker Typ1 (mehr als 20 Jahre, er ist jetzt 36) Eurer Beschreibung nach gibt es manche Parallelen. Vor allem das mit dem Selbstbewußtsein. Ich würde ihn gerne besser verstehen können und wäre Euch sehr dankbar, wenn Ihr mir davon etwas mehr schreiben könntet. Und was ich tun kann um ihn zu unterstützen ohne ihn zu nerven. Wie empfindet man das Verhalten von Angehörigen oder Freunden?

    Liebe Grüße