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Seit drei Wochen hohe Werte und nun...?

  • Thomas B.

    Rang: Gast
    am 30.12.2006 00:47:20
    Hallo ihr da
    Ich schreibe euch weil ich mir um meine Gesundheit Sorgen mache und ich nicht weiß was ich jetzt machen soll.
    Seit 3 Wochen messe ich regelmäßig meine Werte und muß zu meinen erschrecken feststellen, das ich in Moment einen Durchschnittswert von 160 - 180 habe.Habe bis jetzt versucht und das sagten mir auch die Ärzte durch meine Ernährung und Bewegung den BZ unten zu halten.Muß dazu sagen das man bei mir Typ2 vor einen halben Jahr festgetellt hat.Habe an einer Ernährungsberatung teilgenommen und habe auch seit dem 25 Kg abgenommen.In Moment stagniert meine Gewichtsabnahme und trotzdem steigen meine Werte. Morgens unmittelbar nach den aufstehen habe ich ein Nüchternwert von 160 - 170. dann über den Tag verteilt mal 140 dann 190 und dann wieder 160.Aber niedriger geht er garnicht mehr.Mein Arzt meint ich müsse mir da noch keine Sorgen machen. Erst ab 200 und mehr müßten wir handeln.Nun meine Frage. Kann ich auch ohne mein Hausarzt zu einen Diabetologen wechseln oder muß er mich überweisen.Und ab wann muß man dann Tabletten nehmen oder spritzen?Habe Angst das ich mir bei nicht rechtzeitiger Hilfe Folgeschäden zufüge.Über jede Art von Hilfe wäre ich dankbar.Und allen hier wünsche ich ein gutes und gesundes neues Jahr.
    Mfg Thomas von Thomas B.
  • Enno

    Rang: Gast
    am 30.12.2006 09:19:50
    Hallo Thomas,

    offenbar gehört Dein Hausarzt auch zu den nicht wenigen Ärzten, die von Diabetes nicht viel Ahnung haben.

    Typ 2 brauchen eine Überweisung für den Diabetologen.
    Adressen stehen im Branchen-Telefonbuch.

    Abspecken ist gut, aber vielleicht reichen 25 kg noch nicht. Außerdem brauchst Du dringend eine Schulung.

    Nüchtern sollte der Wert um 100 oder darunter liegen, zwei Std. nach dem Essen 140 nicht übersteigen.

    Es gibt zwar jede Menge Diabetes-Tabletten, Insulin ist auf Dauer die bessere Therapie. von Enno
  • www.diabetes-in-frage-und-antwort.de

    Rang: Gast
    am 30.12.2006 12:25:55
    Hallo Thomas,

    Hut ab vor der geleisteten Gewichtsabnahme, das ist ja eine ganz tolle Leistung!! Dass das Gewicht trotz weiterer konsequenz immer wieder stagniert, gehört dazu :-(. Nicht den Mut verlieren und dran bleiben, auch wenn es nur noch langsam runter geht mit den Pfunden, ist das Ergebnis dafür um so stabiler, je länger du bei der offensichtlich gerade gesunden Lebensführung bleibst...

    Wenn sich durch Bewegung und Gewichtsreduktion auf Dauer (und man hat durchaus ein paar Monate Spielraum, da der Körper glücklicherweise viel kompensieren kann) kein nahezu normoglykämischer Blutzucker erreichen lässt, ist es sinnvoll, eine unterstützende medikamentöse Therapie zu beginnen. Bei den Werten, die du schilderst, wäre es sicherlich sinnvoll, eine Tablettentherapie zu beginnen, da die BZ Werte auf Dauer zu hoch sind, die Voraussetzungen für einen Erfolg unter oralen AntiDiabetika aber sehr gut. Sollte es im Lauf der Zeit zu einer noch weiteren Gewichtsreduktion und noch mehr Bewegung kommen und sollte die Stoffwechsellage sich darunter weiter verbessern, kann man die Tabletten zu gegebener Zeit dann auch durchaus noch mal absetzen. Wahrscheinlicher ist, dass du sie weiterhin brauchen wirst, aber letztendlich muss das die Zeit beantworten :-)

    Der Besuch eines Diabetologen setzt prinzipiell die Überweisung durch den Hausarzt voraus. Am besten noch einmal mit dem Hausarzt über die begründete (!) Unzufriedenheit mit der jetzigen Situation reden und um eine Überweisung bitten. Alternativ kann man auch die Quartalsgebühr direkt beim Diabetologen entrichten und sich dann quasi an den Hausarzt "rücküberweisen" lassen. Oder man wechselt den Arzt .... aber oft scheitert die gute Zusammenarbeit nur an mangelnder Gelegenheit zur Kommunikation, nicht alle Ärzte sind schlecht ;-)

    Alles Gute und herzliche Grüße, Anke von www.diabetes-in-frage-und-antwort.de
  • thomas2002

    Rang: Gast
    am 30.12.2006 14:19:33
    mit dem spruch solltest du den arzt in die wüste schicken.

    überweisung und ärzte.
    du kannst zu jedem arzt reingehen, um dich von dem behandeln zu lassen oder auch eine 4., 5. oder auch 6. meinung einzuholen. ohne überweisung sind innerhalb eines quartales 10 euronen fällig.

    in deinem fall ist metformin warscheinlich genauso ziehlführend wie insulin, und bei unverträglichkeit auf metformin besser als diese bauchspeicheldrüsenquetscher, wie sulfonylharnstoffe et al.

    bedenke, daß auch blutzuckerspitzen einen einfluß auf die angiopathie haben, wie längere perioden hoher blutzuckerverläufe. suche dir bitte auch eine selbsthilfegruppe, und frage die, welche diabetologen in deiner gegend gut sind. das ist ziehlführender als trial'n'error. von thomas2002
  • Haschi

    Rang: Gast
    am 30.12.2006 17:39:47
    Hallo Thoma B,

    auch ich ziehe den Hut vor deiner großartigen Gewichtsreduktion.
    Ansonsten schließe ich mich @Anke an.

    Diabetologen in deiner Gegend findest du unter www.schwerpunktpraxis.de.

    Sollte eine medikamentöse Therapie
    notwendig sein - vielleicht tatsächlich nur vorübergehend - wird ein erfahrener diadoc an Hand deines Blutzuckerprofils und sonstiger Untersuchungsergebnisse sowie deines Tagesablaufs entscheiden.



  • Pia

    Rang: Gast
    am 05.01.2007 15:10:40
    Ich will Euch ja nicht die gute Laune verderben...

    Hoffentlich ist die Gewichtsreduktion eine echte, denn vor der Diabetesdiagnose habe ich auch herrlichst abgenommen. Denn die Nährstoffe rannten ungefiltert durch den Körper. Mit Beginn des Spritzens nahm ich innerhalb von 8 Wochen 12 kg zu.

    Jetzt ist das Gewicht stabil. von Pia