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  • oozay

    Rang: Gast
    am 06.11.2006 15:48:58
    Hallo!

    Ich bin vor 2 Jahren von Tabletten auf Insulin umgestellt worden und muß feststellen, dass die Insulintherapie genau das Gegenteil angestellt hat, als man behauptet hat. Ich habe nämlich jetzt schlechtere Werte als bei der Tablettentherapie.

    Ist es sinnvoll, wieder zur Tablettentherapie zurückzukehren?

    cu

    oozay
  • kandesbunzler

    Rang: Gast
    am 06.11.2006 16:30:39
    Da wage ich doch mal ganz frech die Vermutung, dass Du (mit dem Insulin) irgendwas grundsätzlich falsch machst.

    Falls dem nicht so ist, würde ich zu Tabletten zurück;
    entscheidend ist das Ergebnis. von kandesbunzler
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 06.11.2006 17:16:56
    um eine vernünftige antwort geben zu können fehlen die voraussetzungen !
    1. der grund der umstellung (sowas wird normalerweise nicht aus spaß gemacht)
    2. "die tablettentherapie" gibt es nicht, da es alle möglichen arten von pillen bei dm gibt.
    3. "die insulintherapie" gibt es nicht da es die verschiedensten arten der therapie, und die verschiedensten arten von insulinnen, mit entsprechenden kombinationen gibt.
    "grundsätzlich" ist der dmler selbst (besonders mit insulin) für seine werte verantwortlich. wenn die werte schlecht sind --- hat er geschlampert !
    das insulin ist das werkzeug, der dmler ist der handwerker, das ergebnis ist zum allergrößten teil vom können des handwerkers abhängig.
    nicht vom insulin !
    und wenn man mit dem einen nicht klarkommt, dann läßt man sich was anderes geben.
    mfg klaus von klausdn
  • haschi

    Rang: Gast
    am 07.11.2006 12:16:04
    Hallo,

    Typ2-Diabetiker werden in der Regel von einer oralen Behandlung (Tabletten) auf Insulin umgestellt, wenn die Blutzuckerwerte nicht mehr zufriedenstellend sind.

    Da das erwartete Ergebnis nun bei dir nicht eintritt und die Werte sogar schlechter werden, handelt es sich eigentlich um einen Kunstfehler oder du machst etwas falsch.

    Welche Tabletten hast du bisher genommen und welche Insulintherapie wendest du an?
    von haschi
  • rosatulpe

    Rang: Gast
    am 07.11.2006 12:17:08
    Die Insulintherapie ist nicht Etwas, das von heute auf morgen klappt. Zuviele Faktoren spielen eine Rolle. Prinzipiell ist Insulin genauer zu dosieren als Orale AntiDiabetika. Aber Eigenproduktion von Insulin macht die präziese Einstellung schnell zunichte, wenn Regeln nicht eingehalten werden, wenn mit der Ernährung " geschlampert" wird, wenn einfach die Kenntnisse über die Vorgänge im eigenen Körper ( die ja auch ständig wechseln) noch nicht vollständig vorhanden sind. Da hilft nur Lernen, informieren, lesen, diskutieren, auf Diabetikertage gehen, in Gruppen gehen, den Leuten zuhören, die Erfahrung haben und schon einiges wissen, und das ein ganzes Diabetikerleben Lang.
    Alles Gute Rosatulpe von rosatulpe
  • oozay

    Rang: Gast
    am 08.11.2006 08:57:25
    Hello again!

    1. Tablettentherapie
    Ich hatte bis vor 2 Jahren Glucophage 1000, morgens und abends 1 Tablette, und Novonorm 1,0, jeweils 1 Tablette zu den Mahlzeiten. In der Zeit hatte ich einen HbA1c zwischen 6,0 und 7,7.

    2. Insulintherapie
    Seit September 2004 habe ich als Langzeitinsulin Lantus. Anfangs habe ich 20 Einheiten gespritzt und bin jetzt bei 80 Einheiten angelangt. Ich spritze es gegen 21.00 Uhr

    Als kurzwirksames Insulin habe ich Novorapid. Davon spritze ich 6 Einheiten pro BE.

    Ernährungs- und Bewegungstechnisch habe ich zur Tablettentherapie nichts verändert.

    Trotzdem habe ich in den letzten 2 Jahren einen HbA1c zwischen 8,9 und 13,8.

    Mein morgendlicher Nüchternwert liegt zwischen 180 und 250. Abends liegt mein Wert zwischen 100 und 140.

    Nach Rücksprache mit Selbsthilfegruppen liegt es am Lantus und nach Rücksprache mit Diabetologen liegt es nicht am Lantus. Sie können mir aber nicht erklären woran es liegt.

    Ich habe mir nur meinen HbA1c der letzten 4 Jahre angeschaut und mußte feststellen, dass ich mit der Tablettentherapie bessere Werte hatte.

    cu

    oozay
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 08.11.2006 10:50:50
    hallo ,
    du bist ja hier der x te fall von extremer resistenz.
    wechsle den doc , und suche dir einen der ahnung hat.
    die mengen sind so hoch daß die resistenz immer mehr verstärkt wird.
    zudem weder basis noch bolus insulin "wirklich" wirken.
    metformin(glucophage) 1/1 kannst du zu allem nehmen, wenn es dir hilft.(zusätzlich)
    oder hat der doc dich schon mal auf sentisiser angesprochen ? - um die resistenz zu brechen ?
    auch körperliche aktivität steigert die insulinempfindlichkeit.
    daß die reduktion von kh auf ca 10- 12 be / d den bz anstieg bremst ist bekannt.
    auf keinen fall würde ich an deiner stelle noch länger warten(denn die werte sind besorgniserregend)
    mfg klaus von klausdn
  • oozay

    Rang: Gast
    am 08.11.2006 11:25:17
    Hallo!

    Ich hatte schon mit meinem Doc und meinem Diabetologen gesprochen.

    Beide sagten mir, sie hätten noch nie gehört, dass jemand mit Lantus und /oder Novo Rapid Schwierigkeiten hat. Sie hätten nur gute Erfahrungen damit gemacht.

    Das einzige, was ihnen eingefallen ist, die Insulinmenge zu erhöhen.

    Ich habe sowieso nicht verstanden, warum man auf Insulin umgestellt hat, bei den Werten der Tablettentherapie.

    cu

    oozay
  • rudi

    Rang: Gast
    am 08.11.2006 11:53:51
    hallo oozay,

    typ 1er mögen mit dieser insulintherapie erfolg haben.
    bei typ 2 muss zuerst an der insulinresistenz angegriffen werden, welche sich enorm vergrössert hat.
    du schreibst nichts von deinem gewicht.
    und dass du seit der tabletten deine bewegungs und essgewohnheiten beibehalten hast. wie sind die??
    mit sentisizer, ernährungsumstellung und viel bewegung habe ich meine resistenz soweit zurückgedrängt, dass meine eigene insulinproduktion wieder ausreicht.
    nur mit insulin seinen bz herunterspritzen, reicht nicht. das verstärkt die resistenz nur und bringt auf dauer keinen erfolg.
    such dir einen neuen diabtologen, nur so kommst du aus der sackgasse.

    gruss rudi
  • Haschi

    Rang: Gast
    am 08.11.2006 12:03:53
    Hallo Oozay,

    meine Befürchtung gespeist aus vielen Erfahrungen in SHG hat sich bestätigt. Die Umstellung auf Insulin bei extremer Insulinunempfindlichkeit kann ein ärztlicher Kunstfehler sein.
    Der Misserfolg wird belegt durch die Verschlechterung der Stoffwechselführung.

    Du brauchst in der Tat einen Diabetologen mit Erfahrung und Sachkenntnis, denn deine Blutzzuckerwerte sind nicht gut. Sie werden auch erst besser, wenn die Insulinempfindlichkeit wieder erhöht wird. Dies ist möglich mit viel Bewegung, ausgewogener Kost, niedrigerem Insulinspiegel und Normalisierung des Körpergewichts(?). Vielleicht hast du ja seit der Insulinbehandlung auch kräftig zugenommen?

    Sofortmaßnahme wäre eine Reduzierung des externen Insulinverbrauchs, d.h. auch Kohlenhydrate reduzieren bzw. besser auswählen und keinesfalls auf Metformin verzichten, wenn es keine Gegenanzeigen oder Unverträglichkeiten gibt.

    Vielleicht wäre eine Therapie mit Glitazonen (Insulinsensitizer) und Metformin in Verbindung mit ausreichend körperlicher Akrivität für dich zielführender als diese hohen Insulindosen.
    von Haschi