Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Krampfanfall durch verschlafenen Unterzucker?
-
Kitekater
Rang: Gastam 05.11.2006 10:39:23
Hallo zusammen!
Ich wende mich an Diabetiker, da ich persönlich nicht mehr weiter weiß.
Ich bin seit fast 25 Jahren Diabetier (werde im März 2007, 30 Jahre alt) und habe seit 13 Jahren eine Insulinpumpe.
Angefangen hat es Ende August, da bin ich morgens kurz nach dem Aufstehen, im Badezimmer umgekippt und hatte einen Krampfanfall.
Meine Freundin hat Zucker gemessen, der da 132 war. Nachdem sie den Sanka gerufen hat und der mich mitgenommen hatte, bekam ich im Krankenwagen noch einen
Anfall. Mir wurde vorher eine leichte Glukoseinfusion angelegt.
War danach eine Woche im Krankenhaus auf der Neurologischen Abteilung, wo CT, Kernspinn vom Hirn gemacht wurde und mehrere EEG-Gehirnstrommessungen.
Alles ohne Befund. Mir wurde dann erklärt, daß es bei jedem Menschen so einen Anfall mal ohne ersichtlichen Grund geben kann. Damit gab ich mich dann auch zufrieden.
Bis zum 1.11.06. Am Morgen, fast zur gleichen Zeit, wie im August, hatte ich wieder einen Krampfanfall im Bett, wo ich aus dem Bett gefallen bin. Freundin wieder Zucker gemessen
, war da 176.
Sanka hat mich wieder mitgenommen, war aber schon wieder voll da. War ein Tag im Krankenhaus, es wurde wieder nichts festgestellt, außer daß ich einen halben Tag recht hohe Zuckerwerte hatte.
Eine EEG-Messung hat wieder nichts ergeben, auch ein Besuch beim Kardeologen hat nichts ergeben.
Jetzt ist mein Verdacht, daß ich nachts einen Unterzucker verschlafen habe, und ich so tief sank, daß ich durch Zuckermangel im Gehirn einen Krampfanfall bekam.
Was mich nur daran stört, daß ich direkt nach dem Anfall 176 hatte. Kann man so schnell gegenregulieren?
Nachts bin ich zitternd aufgewacht, weil ich mich abgedeckt hatte. Dabei Unterzucker nicht gemerkt????
Was sagt ihr dazu?
Gruß Kitekater -
candyman
Rang: Gastam 05.11.2006 12:52:50
Hallo Kitekater,
das was Du schreibst ist mir gleiches oder ähnliches passiert.
Vor einigen Jahren, wohnte damals allein, bin ich nach Schweißausbruch, Krampf und Übelkeit aufgewacht.
Ich "kroch" auf dem Boden ins Bad und schaute mich im Spiegel an, mein Gesicht war verzerrt. Ich hatte mich übergeben.Der Wert war, nachdem wieder meine Feinmotorik fähig war zu messen, nicht niedrig.
Ich bin von Arzt zu Arzt gerannt, neurologische Klinik, Nervenarzt, Kernspinn, Computertomographie des Gehirns, aber alles ohne Befund.
Ich suche auch noch immer nach der Ursache.
Seit dem Geschehen, habe ich das Gefühl, daß ich nervlich öfters gereizt und angespannt/verkrampft bin.
Ich kann Dir nicht sagen, was es ist, aber zumindest habe ich Dir geschrieben, daß ich auch ähnliches erlebt habe.
Ich hatte den Verdacht, daß das Insluinanaloga(extrem kurzwirkendes Insulin) eine Rolle spielen könnte.
Gruß
Candyman
von candyman -
Kitekater
Rang: Gastam 05.11.2006 14:20:37
Hi Candyman!
Danke für deinen Bericht.
Ich verwende auch ein sehr schnellwirkendes Insulin. Novorapid. Das aber schon seit mehreren Jahren.
Was ich mich momentan noch frage, ob der Zucker wirklich so schnell gegenregulieren kann. Von einem heftigen Unterzucker innerhalb von ein paar Minuten auf 170??
Gruß von Kitekater -
sylvia
Rang: Gastam 06.11.2006 13:39:24
Hallo Ihr,
leider kann ich nicht viel dazu beitragen, aber ich hatte sowas ähnliches vor 2 Jahren auch schon mal (Damals noch mit PEN gespritzt, Actraphan und Protaphan)
Ich hatte allerdings zu viel gespritzt, bzw. wohl zu wenig gegessen. Mein Mann hat mich krampfend vorgefunden, hatte einen Arzt geholt. Da hatte ich einen normalen ! Wert. Ich selbst weis von gar nichts, nur das ich am nächsten Morgen gemerkt habe, dass ich mir auf die Zunge und in die Lippe gebissen habe.
Also am Insulin liegt das glaub ich nicht, nur warum krampfen und kurz danach einen normalen Wert haben, dass war mir auch ein Rätsel.
Gruß Sylvia
von sylvia -
Kitekater
Rang: Gastam 08.11.2006 16:45:40
Hallo nochmal,
alles was ihr schreibt, unterstützt die Aussage die ich gestern von meinem neuen Diabetes Facharzt bekommen habe.
Er ist sich definitiv sicher, daß der Anfall durch einen Unterzucker hervorgerufen wurde.
Da ich in den Morgenstunden eine absteigende Tendenz in den Blutzuckerwerten habe, und da am späten Vorabend des Anfalls ein hoher Zuckerwert (315) von mir mit wahrscheinlich zu viel Einheiten korrigiert worden ist, kam eins zum anderen.
Auch die 176 nach dem Krampf sind zu erklären, da der Körper mit allem gegenreguliert was er zur Verfügung hat. Leber, Nieren, Adrenalin, einfach alles wird ausgeschüttet.
Wir haben jetzt meine Basalrate in den Morgenstunden um einiges herabgesenkt. Heute morgen lief es schon mal ganz gut. Und bin den ganezn Tag so zwischen 140-160 unterwegs.
Habe jetzt am 6.12 noch einen Termin in einerneurologischen Fachklinik, um Epilepsie definitiv auszuschließen.
Gruß von Kitekater -
Solo
Rang: Gastam 09.11.2006 02:13:26
Ich habe mit Analoginsulin noch ganz andere Erfahrungen gemacht: Nicht nur Krämpfe!
Meine Gegenregulation ist im Eimer und meine Wahrnehmung hinsichtlich Hypo!(natürliche Alarmglocken!) auch.
Das,Entschuldigung,Dreckszeugs, war extrem aggressiv zu meinem Körper,da absolut keine Ähnlichkeit mit körpereigenem Insulin!
Ich benutze jetzt tierisches Insulin und mein Körper reagiert wieder normal,was ein Glück!
-
Candyman
Rang: Gastam 10.11.2006 15:18:36
Hallo Anonym,
ich las gerade Deinen Beitrag über das Insulinanaloga (kurzwirkend).
Mein Gefühl sagt mir auch, daß es agressiv reagiert und ich meine Unterzuckerungswahrnehmung und auch die Gegenregulation nicht mehr so ist wie früher.
SInd die Symptome mit tierischem Insulin wieder da oder besser?
Oder kann ein Zwischending (Humaninsulin, wie z.B. Actrapid oder Insumanrapid) die Symptome bessern?
Gruß
Candyman -
Solo
Rang: Gastam 13.11.2006 05:51:09
Ich habe jetzt dank des tierischen Insulins so gut wie keine Hypos mehr und wenn doch,dann bemerke ich sie rechtzeitig!
Meine BZ-Werte sind normnah und regulierbar,was mit Analoginsulin nicht möglich war!
Jetzt ist mein DM erträglich und ich kann mit ihm leben! -
Candyman
Rang: Gastam 15.11.2006 22:07:47
Hallo Anonym,
wie sieht es aus mit den Mahlzeiten?
Kannst Du schnellwirkende Kohlenhydrate zu Dir nehmen bei tierischem Insulin oder mußt Du darauf verzichten, weil es dann BZ-Spitzen gibt, sofern Du schnellwirkende Kohlendhydrate zu Dir nimmst?
Gruß
Candyman