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Unseren Freund geht es nicht gut, warum?
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Sabine Rogasch
Rang: Gastam 10.09.2006 00:29:33
Hallo
unser Freund hat schon seit Wochen Probleme, die er und sein Arzt nicht in Griff
bekommen. Der Arzt hat ihn auch schon ins Krankenhaus geschickt, die haben nichts gefunden, "nur" einen Eisenmangel.
Die Probleme die er hat sind wir folgt:
Appetitlosigkeit, Brechreiz (wenn er nur was zu essen sieht), Mattigkeit, keine Power,
ständig ist ihm schlecht, dadurch ist sein
Zuckerwert total durch den Wind.
Mittlerweile hat er schon Taubheitsgefühl
in der Hand, kann nicht mehr so gut sehen,
ist ganz wacklig auf den Beinen, so daß er
nicht mehr richtig laufen kann, hat Kopfschmerzen und auch Durchfall.
Was würdet Ihr empfehlen, sollte er direkt
wieder ins Krankenhaus gehen, und wenn
in welches?
Er war zwar jetzt wieder beim Arzt, aber der
nimmt ihm nur Blut ab und sagt abwarten.
Unser Freund hat den Diabetes bereits seit
ca. 10 Jahren und war eigentlich immer sehr
gut eingestellt.
Würde mich freuen, wenn Ihr mir einen Rat
geben könnt.
Danke im voraus
Sabine von Sabine Rogasch -
thomas2002
Rang: Gastam 10.09.2006 11:26:34
ich denke mal, daß das kranke haus die üblichn gesundheitsrisiken eine diabetikers abgedeckt haben, also retinopathie, schläge, hertz-kreislauf, pnp, angiopathie und was weis ich sonst nicht alles. von thomas2002 -
Hans
Rang: Gastam 10.09.2006 13:29:56
Hallo Sabine,
dein Bekannter zeigt die Anzeichen von Folgeerkrankungen. Nach 10 Jahren eines unzureichend eingestellten Diabetes erklärbar, nach 10 Jahren eines sehr gut eingestellten Diabetes ungewöhnlich. Hierbei scheinen aber auch genetische Veranlagungen eine grosse Rolle zu spielen.
Krankenhaus oDer Diabetologe?
Beide können mit relativ einfachen Untersuchungen aufklären um welche Folgeerkrankungen es sich handelt.
Hierbei wären folgende Untersuchungsgänge ratsam:
Ruhe und Belastungs EKG.
Gefäss-Status
Augenhintergrund
Polyneuropathie incl. autonome Formen, spez. Herzschlag Varianz und Zeit der Magen-Darmpassage.
Sonoprahie der Niere
24 Stunden Urin für GFR
grosses Labor
Urin spez. Microalbuminurie
Protokoll der BZ-Werte und gegebenfalls Änderung der Strategie.
Es gibt viele Kliniken die sich auf die Behandlung von Diabetikern speziallisiert haben (z.B. Bad Mergentheim, Oehnhausen, Bethanien Hamburg, Uni-Düsseldorf, Dortmund, Charite-Berlin und München).
Grüsse von
Hans -
Lovely
Rang: Gastam 11.09.2006 22:43:25
-- Appetitlosigkeit, Brechreiz (wenn er nur was zu essen sieht), Mattigkeit, keine Power,
ständig ist ihm schlecht, dadurch ist sein
Zuckerwert total durch den Wind. --
Das Krankenhaus konnte nach Deiner Aussage keine medizinische Ursache feststellen. Der Zucker scheint durch die anderen Symptome in Mitleidenschaft gezogen zu sein.
Welches Problem hat Dein Freund wirklich?
Was belastet ihn?
Weswegen mag er nichts essen?
Zwischenmenschliche Probleme, die seinen Brechreiz auslösen? von Lovely -
Hans
Rang: Gastam 11.09.2006 23:17:01
Hi,
genau und die Taubheitsgefühle sind auch auf Zwischenmenschliche Konflikte zurückzuführen. :-))
Grüsse von
Hans -
Sabine Rogasch
Rang: Gastam 12.09.2006 22:52:02
Hallo, alle zusammen,
unser Freund geht morgen in die Uni um die Zuckerwerte zu überprüfen/neu einzustellen.
Wir werden sehen, was die dort rausfinden.
Vielen Dank für Eure Infos.
Sabine von Sabine Rogasch -
Lovely
Rang: Gastam 13.09.2006 00:10:59
Hallo Hans.
Du machst es Dir ganz schön einfach. Deine Ironie finde ich unpassend.
Natürlich sind Symptome wie Mattigkeit wahrscheinlich auf hohen Zucker zurückzuführen.
Aber lies Dir die Mail von Sabine noch einmal genau durch:
Angeblich war der Zucker über 10 Jahre immer gut eingestellt. Wie erklärst Du die plötzliche Appetitlosigkeit? Bei hohem Zucker müßte der Hunger ansteigen. Wie erklärst Du den Brechreiz beim Anblick von Nahrungsmitteln? Das ist keineswegs typisch für einen hohen Zucker. Wie erklärst Du den Durchfall? Hoher Zucker fördert eher Verstopfung, weil sämtliche Flüssigkeit zum Ausscheiden des Zuckers benötigt wird. Wie erklärst Du die Empfehlung des Krankenhauses, erst einmal "abzuwarten"? Gerade die Ärzte im Krankenhaus würden einen zucker-entgleisten Patienten keineswegs nach Hause lassen.
Es ist zu einfach, alles nur auf einen "schlechten Zucker" zu schieben. Gerade bei der o.g. Ausweitung verschiedenster Symptome muss die Suche der Ursache vom Patienten weiter ausgedehnt werden. von Lovely -
Hans
Rang: Gastam 13.09.2006 13:28:13
Hallo Lovely,
Appetitlosigkeit und Brechreiz sind die klassische Leitsymphtome für eine ketoazidotische Stoffwechselentgleisung.
Durchfall kann ein Zeichen für eine autonome PNP sein.
Ich finde es sehr sinnvoll, dass alles mal in einer Uni-Klinik abgeklärt wird.
Eine simple "Magen-Darm-Grippe" kann natürlich auch solche Anzeichen aufweisen.
Grüsse von
Hans