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Unterschiedliche Werte nach gleichem Essen
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Jutta
Rang: Gastam 07.08.2006 11:23:21
Hallo @ all,
Ich frage stellvertretend für eine ältere Freundin von mir.
Die Dame ist 74 Jahre alt und bei ihr stellte der Arzt vor einiger Zeit leichte Alterdiabetes fest, die seiner Meinung nach aber ohne Medikamente 'im Griff' zu halten ist.
Sie ernährt sich auch wegen anderer, schon länger bestehenden Krankheiten (div. Allergien, Asthma) eh sehr gesundheitsbewusst, hat also keine Probleme damit, mit den KH-Werten etc. klarzukommen.
Nun hat sie des öfteren festgestellt, dass bei völlig gleicher Nahrungsmenge und -zusammensetzung der Meßwert 2 Stunden nach dem Essen stark schwankt (mal normal, dann eher Unterzuckerung). Die äußeren Rahmenbedingungen sind gleich, andere Medikamente werden ebenfalls im ständig gleiche Rhytmus genommen.
Vom Arzt gab es nur die lapidare Antwort, solange die Werte in diesem Rahmen bleiben, sollte sie sich keine Sorgen machen.
Ok, aber sie WÜSSTE einfach nur gerne, worauf diese unterschiedliche Reaktion ihres Körpers beruht.
Da sie alleine lebt, besteht natürlich die latente Furcht vor Unterzuckerung, daher wäre sie froh, wenn es eine Erklärung gäbe, die ihr helfen kann, auslösende Faktoren zu erkennen und evtl. zu ändern.
Liebe Grüße
Jutta
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thomas2002
Rang: Gastam 07.08.2006 12:38:09
hallo jutta,
ich interpretiere mal den "leichten altersdiabetes" als einen manifestierten diabetes typ 2.
als erstes währe es interessant zu wissen, welche werte deine freundin produziert. einige ärzte scheinen das alter zu berücksichtigen, wenn sie von "leichtem?!" diabetes sprechen. also hba1c und blutzucker nüchtern und ca 1,5h nach dem essen.
ursache für die schwankung können sein, daß sie
* an verschiedenen tageszeiten gemessen hat.
der körper hat eine tageszeitlich
unterschiedliche insulinempfindlichkeit bedingt
z.b. durch hormone wie adrenalin.
* die primärantwort der bauchspeicheldrüse
stöttert. das währe wohl noch prädiabetes.
* die bauchspeicheldrüse fängt so langsam an
sich zu verabschieden.
* geändertes bewegungsverhalten.
und anderes von thomas2002 -
Sylvia
Rang: Gastam 07.08.2006 15:00:12
Hinzu kommt auch, wieviel sie sich bewegt. Bewegung verändert auch den Blutzucker.
War sie schon beim Diabetologen, wenn nicht, würde ich Ihr das auf jeden Fall empfehlen, da Hausärzte oft (nicht alle) nicht soviel Ahnung darüber haben. Der Diabetologe, kann Ihr dann alles erklären, wie sie sich z.B. bei einer UZ verhalten kann.
Gruß Sylvia -
Susanne
Rang: Gastam 07.08.2006 15:48:29
Es könnte auch schon den Blutzucker verändern wenn sie sich stark aufregt etc. - es gibt viele Möglichkeiten. Aber ohne nähere infos kann man wenig sagen. Auch nicht darüber, in wie weit es nun sinnvoll wäre, den Diabetes doch zu behandeln - da fragt sich vor allem, wie alt die Dame gerne werden möchte. Peilt sie ernsthaft die 90 an wäre eine Behandlung sicher sinnvoll...
Susanne -
Jutta
Rang: Gastam 07.08.2006 19:24:58
Danke für eure Antworten..
@thomas..ich habe mir einen Langzeitwert von 6.0 notiert, wegen anderer Werte müsste ich nochmal nachfragen.
Die Vergleichsmessungen wurden exakt im selben Abstand zur Mahlzeit und zur selben Tageszeit gemacht, daher fielen die unterschiedlichen Werte auch auf.
Den Rat zum Besuch eines Facharztes werde ich weitergeben.
Das mit dem 'Stottern' des Motors, in diesem Fall also der Bauchspeicheldrüse, war auch meine Vermutung, da lag ich also nicht so verkehrt mit.
Unterschiedliche Bedingungen durch variierende Bewegung waren nicht gegeben, die Rahmenbedingungen waren zumindest sachbezogen konstant. Interessant ist dann aber der Hinweis auf Adrenalin, da man ja auch bei gleichen äusseren Bedingungen unterschiedlichem emotionalen Stress ausgesetzt ist.
@susanne..
*smile*..ich denke, dass sie die 90 fest einplant, da sie schon lange etlichen Beschwerden energisch die Stirn bietet.
Da sie geistig noch sehr aktiv ist und in etlichen Bereichen engagiert, vermute ich den Hauptgrund im emotionalen Bereich.
Ich hoffe, ein Gespräch mit einem Facharzt bringt sie dazu, alles etwas gelassener anzugehn, die Probleme zu akzeptieren und sich selber nicht durch Ärger über diesen weiteren 'Stolperstein' noch mehr zu schaden.
Danke für eure Antworten..
Liebe Grüße
Jutta -
thomas2002
Rang: Gastam 07.08.2006 20:30:42
ein hba1c von 6 entspricht in etwa einem durchschnitsblutzucker von 120 mg/dl bzw 6,4 mmol/l. es währe jetzt noch interessant, welche werte sich nach dem essen zeigen.
der hinweis, einen diabetologen aufzusuchen, ist nicht verkehrt. am besten vorher mit den selbsthilfegruppen in der gegend in kontakt treten, um zu erfahren, welche ärzte schlecht sind. meistens sind ja die eigenen gut.
btw hoffe ich, daß die jährlichen untersuchungen auf polyneuropathie, augenhintergrund und nieren stattfinden. von thomas2002 -
Peter
Rang: Gastam 07.08.2006 21:23:51
Naja, kein tag wird doch hunder Prozent identisch mit dem anderen sein. Wenn sie noch so rüstig ist, dann wird sich doch auch mal was einkaufen, freunde besuchen etc.
Man sollte auch augenscheinlich "einfache" tätigkeiten nicht unterschätzen, gerade wenn man relativ niedrige werte hat von Peter