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Pumpe im Alltag? Wie meistert ihr es?

  • Nadine

    Rang: Gast
    am 06.08.2006 15:52:10
    Hallo ihr Lieben,

    ich hätte gerne eine Pumpe. Mich überzeugt einfach der Gedanke, dass ich nicht mehr so oft stechen muss, u. dass ich z. B. beim Essen mit Kollegen unbemerkt mein Insulin spritzen kann, ohne dafür aufs Klo zu gehen, u. umständlich mit dem Pen zu hantieren.... Außerdem hab ich immer sehr schlimme schwankende Werte.. von 45 auf 490 mg/dl, u. andersrum.. naja, ist auch nicht so toll...

    Allerdings hab ich jetzt schon wieder Zweifel. Da ich jeden Tag morgens dusche (fühl mich sonst unwohl..), geht das überhaupt? Hält der Katheter unter der Dusche?

    Wo kann ich die Nadel überall setzen? Nur am Bauch? Wie macht ihr das?

    Wie ihr seht, bin ich noch ziemlich schlecht informiert.. Hab aber erst im September wieder Termin beim Diabetologen, hab noch nicht mit ihm darüber gesprochen...

    Freu mich auf eure Antworten,

    Liebe Grüße, Nadine

  • Peter

    Rang: Gast
    am 06.08.2006 18:17:53
    Hallo,
    stöber doch auch mal auf den seiten der pumpenhersteller, sie werden dir sicherlich gerne informationsmaterial zusenden, was dir weiterhelfen kann. Zum Beispiel kannst du dich hier informieren:

    http://www.accu-chek.de/
    Es gibt natürlich auch noch andere Pumpenhersteller, bevor hier wieder jemand losmeckert:_)

    Zu deinen fragen:
    Es gibt Systeme, da koppelst du die Pumpe samt Katheder einfach ab, auf deinem Bauch bleibt damit nur die Nadel, bzw. das Pflaster welches die nadel fixiert. Damit ist duschen und auch schwimmen gar kein Problem, da es ziemlich gut hält und robust ist.

    Des weitere gibt es die Option eine Pumpe probezutragen, so kannst du dann ohne verpflichtungen feststellen, ob es vom tragekomfort und von der handhabung etwas für dich ist von Peter
  • mämchen

    Rang: Gast
    am 06.08.2006 22:22:14
    Hallo, Nadine,
    nachstehender Link Insulinpumpenvergleich
    hat mir bei der Auswahl meiner Pumpe geholfen:

    http://home.arcor.de/volcapone/Pumpenvergleich/Pumpenvergleich.htm

    In verschiedenen Diabetes-Foren findet sich viel Information zur Handhabung der Pumpe im Alltag, aber vor allem bei den Kathetern kommt es sehr auf persönliche Vorlieben und auch Verträglichkeiten an. Da hilft nur ausprobieren, vielleicht in einer Diabetesklinik. Auch Pumpen kann man Probetragen. Bis Du einen Termin hast, könntest Du auch mal zu einem Diabetiker/Pumpenträgerstammtisch gehen und die Leute löchern, die meisten erzählen und helfen gerne. Ich kenne auch niemanden, der seine Pumpe wieder hergeben würde....
    Liebe Grüße

    mämchen
  • Sunny

    Rang: Gast
    am 07.08.2006 00:24:47
    schon nach ein paar tagen merkt man die pumpe gar nicht mehr...

    anfangs war mir schon noch komisch damit, hab ständig nachgeguckt, ob der katheter noch sitzt und so weiter...
    ich hatte immer angst, dass ich ihn mir mal rausreisse, vor allem nachts... aber die pflaster halten echt superfest... hab mir noch nie was rausgerissen...

    duschen geht auch prima... pumpe abkoppeln und ab gehts... es gibt dafür auch noch so wasserfeste folienpflaster zum drüberkleben während des duschens, die sind aber meistens gar nicht nötig...

    ich hab die erfahrung gemacht, das die pflaster noch viel fester kleben, wenn die erst einmal nass waren und dann wieder getrocknet sind...

    lass dir halt mal eine pumpe mit kochsalzlösung und verschiedenen kathetern zur probe geben... dann kannst du selbst alles austesten...

    infomaterial über die pumpen kannst du bei www.pumpencafe.de bestellen.

    von Sunny
  • Heiko

    Rang: Gast
    am 07.08.2006 01:22:03
    Duschen ist gar kein Thema. Mit dem Katheter kannst du sogar schwimmen. Ohne wasserdichtes Zusatzpflaster. Du solltest bei den Kathetern nur darauf achten, dass man sie abkoppeln kann. Dann hast du automatisch auch eine Art Stöpsel, der die Sache dann fürs Wasser dicht abschließt.

    Zu den Spritzstellen:
    Jein. Es hängt auch etwas vom Insulin ab, das du verwendest. Bei den Analoga (Humalog, NocoRapid, etc.) solltest du schon am Bauch spritzen, da das Insulin am Oberschenkel etwa zu langsam absorbiert wird. Mit den Normalinsulinen bist du halt nicht so flexibel.

    von Heiko
  • Jochen

    Rang: Gast
    am 07.08.2006 11:50:43
    Hallo,

    zum Thema Spritzstellen: Ich beschränke mich nicht auf den Bauch, habe aber vom Oberschenkel wieder Abstand genommen. Nicht weil ich Probleme mit der Humalog-Aufnahme hatte, sondern weil ich es beim Gang auf's Stille Örtchen zu umständlich fand.

    Meine "Konfiguration":

    Bauch links + rechts mit Accu-Check Rapid D-Link (Einstichstellen nach ganz kurzer Zeit nicht mehr zu sehen, Stahlnadel spüre ich nicht)
    Oberkörperseite rechts + links (ca. 5 cm oberhalb Beckenknochen) mit Accu-Check Tender Link
    Po oben links mit rechts mit MiniMed Quick Set (lassen sich mit Quick Serter auch an schwer zugänglichen Stellen prima platzieren)

    Somit habe ich fast drei Wochen (bei 3 Tagen Liegezeit) bis eine Region erneut verwendet wird.

    Jochen
  • ulrich

    Rang: Gast
    am 07.08.2006 12:05:13
    Lass Dich von dem Pumpenvergleich von Mämchen nicht zu sehr irritieren.

    Die Paradigm Pumpe kommuniziert mittlerweile mit dem Messgerät und ist IPX 7 Spritzwassergeschützt. Du kannst also mit jeder Pumpe duschen, auch wenn Du vermutlich jede Pumpe dazu ablegen wirst.

    Die Roche Accu Check kann gegen die Angabe mit einer Hand bedient werden, wenn man sich an die Pumpe gewöhnt hat.

    ein wesentlicher Vorteil aller Pumpen gegen Minimed ist, dass Du bei allen alle Katheter verwenden kannst, bei Minimed bist Du in dieser Hinsicht sehr eingeschränkt. Meiner MEinung nach baut Minimed aber jeweils die besten Katheter in Stahl und in Teflon. Aber das ist eben Ansichtssache.

    Der wesentliche Nachteil von Roche ist, dass Du die Pumpe nach 4 Jahren erneuern musst. Wenn Deine Kasse da nicht mehr mitspielen sollte, dann haste Pech gehabt. Wie sich die Sparpolitik der Kassen weiterentwickelt steht in den Sternen.

    Viel Spaß bei der kniffligen Entscheidung welche Pumpe Du nehmen wirst, denn die Entscheidung, dass Du eine Pumpe möchtest ist glaub schon gefallen...

    Grüße
    Ulrich von ulrich
  • Fuchs

    Rang: Gast
    am 10.08.2006 23:40:00
    @Nadine, @ Jochen

    Wieso spritzt Ihr eigentlich auf dem Klo??

    Fuchs
  • jenny

    Rang: Gast
    am 11.08.2006 20:14:00
    Hallo!

    Also duschen ist nun echt kein Problem mit der Pumpe, auch ohne sie abzukoppeln.
    Mach das jeden Morgen, denn es gibt ja extra Duchtaschen für die Pumpe. Das geht prima und man muss nicht immer die abkoppelbaren Nadeln benutzen. Mit denen hab ich nämlich so einige Probleme gehabt.
    Der Nadel macht das natürlich auch gar nichts aus, hab das am Anfang auch nicht geglaubt, aber nach ein paar mal ausprobieren ging es super!

    Ansonsten kann ich dir nur die Pumpe empfehlen, welche du nimmst hängt natürlich von dir ab. Hab im Moment noch die H-Tron, aber die wird ja leider nicht mehr hergestellt, und muss mir demnächst auch ne andere aussuchen. Leider, da ich diese immer sehr leicht zu bedienen fand. Aber die spirit soll ja auch nicht schlecht sein

    Wünsch dir viel Glück und Spaß, denn mit Pumpe ist es direkt ein ganz anderes Lebensgefühl!

    Liebe Grüße die Jenny von jenny
  • Nadine

    Rang: Gast
    am 11.08.2006 21:22:47
    Hallo ihr Lieben,

    vielen Dank für Eure Antworten.

    @ Ulrich, Ja da hast du schon recht, die Entscheidung für die Pumpe ist, glaub ich, schon gefallen! :))

    Hab mir auch schon Infomaterial, usw. angeschaut. Naja, jetzt muss ich nur noch meinen Diabetologen fragen, was er davon hält..

    @ Fuchs, ich spritze auf dem Klo, weil es mir unangenehm ist, vor anderen Leuten, z. B. im Restaurant zu spritzen... für manche vielleicht unverständlich, aber ist halt so... :)

    Hab auch schon eine Pumpe probegetragen (Spirit) .... Ich war erstaunt, wie schnell man vergisst, dass man die Pumpe dabeihat..

    Viele Grüße, Nadine
  • Hans Reuter

    Rang: Gast
    am 12.08.2006 16:03:42
    @all

    ich trage mein "Tamagottchen", die Spirit von Roche nun seit 15 Monaten und würde es nicht mehr freiwillig hergeben. Es ist bei mir in der Tat so, dass ich es nicht mehr bemerke, eine Insulinpumpe zu tragen und meistens nicht mehr weiß, an welcher Stelle denn nun der Teflonkatheter sitzt.

    Ich verwende den FlexLink. Anfangs hatte ich Stahlkatheter und muss schon sagen, beim "Rückwärtseinparken" zwickte dieser ein wenig. Verstopfungen oder Abknicken des FlexLink kommen höchst selten vor.
    Ich wechsle den Katheter alle 72 Stunden, den Transferschlauch jedoch nur beim Befüllen eines neuen Reservoirs.

    Aktuell kann ich von einer Panne bei den kürzlich doch sehr hohen Außenthemperaturen berichten. Das Insulin -Novo Rapid " kippte um. Ich bemerkte es erst an den hohen Blutzuckerwerten. Deshalb empfehle ich, bei Umgebungstemperaturen über 30 Grad
    das Reservoir nicht ganz zu befüllen, damit das Insulin nicht so lange dort verweilen muss. Eine Schwachstelle scheint denn auch der Transferschlauch zu sein.
    Seitdem achte ich besser darauf, dass er immer gut versteckt ist.
    Nach dem Reservoir- und Insulinwechsel sowie Wechsel des kompletten Infusionssets war wieder alles OK.