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Kreativität vor/in der Hypo?
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Matthias
Rang: Gastam 04.08.2006 17:39:30
Hallo,
wenn sich bei mir (Typ 1) eine Hypo
entwickelt oder ich schon mitten drin
bin spüre ich eine temporäre Kreartivität.
Für kurze Zeit verbessert sich auch meine
ohnehin schon gute Laune.
Ich bin arbeitender Künstler, konnte aber
ob des kurzen Andauerns dieses Symptoms bisher
keinen Nutzen daraus ziehen.
Ich kann mich auch leise daran errinern,
schon einmal darüber etwas gelesen zu haben.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Matthias
p.s.: Wenn die Anonymiker sich mit
Beiträgen zurückhalten könnten,
fände ich das wunderbar.
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Lovely
Rang: Gastam 06.08.2006 15:16:49
Hallo Matthias.
Es gibt eine einfache Erklärung für Deine Beobachtung.
Wenn der Zucker zu niedrig ist, dann versucht der Körper dagegen zu steuern. Bekannt ist bei schweren Unterzuckerungen das Ausschütten des Hormons Glucagon. Aber nicht nur dieses wird beim UZ ausgeschüttet, sondern bspw. auch das Adrenalin, welches für "Aktivität" sorgt (und ebenfalls ein Gegenspieler zum Insulin ist). Adrenalin bewirkt Herzrasen, Puls-Steigerung, Schweißausbrüche, der Körper läuft auf Hochtouren - daher vermutlich die scheinbare "Kreativität".
Dass Du aus diesem kurzzeitigen Symptom keinen wirklichen Nutzen ziehen kannst, hat auch eine einfache Erklärung: beim Unterzucker ist vor allem das Gehirn unterversorgt mit Glucose, aber das Gehirn kann nur mit ausreichend Glucose arbeiten. Deshalb schrieb ich auch "scheinbare" Kreativität. Vielleicht ist es vergleichbar mit dem Effekt, dass ein Mensch die genialsten Einfälle unter Drogen zu haben glaubt und im nüchternen Zustand erweist sich alles als "nicht verwertbar". von Lovely