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Verzweiflung, da zu hoher BZ und Tryclyceride.
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Worbs
Rang: Gastam 30.06.2006 22:42:35
Hallo,
bin das erste mal hier. Habe mehrere chron. Erkrankungen und wegen Entsetzen über Diabetes Typ II letzteres immer wieder etwas beiseite geschoben. Wegen meiner Eßstörung versuche ich, nicht dauernd an das Thema Essen zu denken, wegen Diabetes bin ich jedoch zwangsläufig dauernd damit und dem Messen (schmerzhaftes Stechen) und Kontrollieren befaßt. Die bisherigen Ernährungs-Ratschläge konnte ich und wollte auch manchmal nicht umsetzen: z.b. in einem Plan steht z.B. bei Abendessen: 115 g Fisch, 25 g Champignons, 75 g Spargel, 80 g gemischter Salat usw. usw. Wo soll ich diese geringen Mengen herkriegen und wie zubereiten? Das ist das eine. Mein Arzt sagte mir jetzt, ich solle abends kaum Kohlenhydrate essen, sondern eher Eiweißgerichte. Ich sehe vor mir keine richtigen Speisen mehr, nur noch Teller, auf denen Kohlenhydrate, Kalorien, Balaststoffe, Fettsäuren usw. liegen. Meine Werte sind abends katastrophal oft BZ 250, also liegt die Veränderung erstmal dort. Ich bin jedoch gewöhnt, abends schon mal ein Hauptgericht zu essen (mit Kartoffeln, Reis, Nudeln) oder Butterbrote. Jetzt soll es Fleisch mit Salat sein oder Omelett. Wegen Zahnproblemen kann ich kaum Rohkost essen und auch nur wenig Obst. Ich koche eher nicht gern, kann es auch nicht gut und habe seit ca. 3 Wochen eine richtige Blockade. Leider empfinde ich Süßigkeiten und Kuchen als Grundnahrungsmittel. Meine Tryglyceride sind auf 660 gestiegen.
Ich stehe nur unter Streß und Druck dadurch und Verzweiflung.
Wie finde ich den Einstieg in die langfristige Veränderung, ohne dass ich mich dabei als Versager fühle und es eine Qual ist? Ich versuche, fiel zu trinken, schaffe dass aber nur, wenn ich eine Strichliste führe. Ich trinke nicht gern, weil ich alles das, was ich gerne trinke streichen muß und dauernd Wasser, Tee und etwas Kaffee hängt mir schon zum Halse raus.
Ich wäre froh, von Euren Erfahrungen lernen zu können.
lg. -
Peggy
Rang: Gastam 02.07.2006 19:53:18
Allein wirst du da wohl kaum rauskommen. Soviel ich weiß, gibt es in Prien am schönen Chiemsee eine Spezialklinik für Eßgestörte.
Ansonsten dringend sowohl einen Diabetologen als auch einen Psychotherapeuten aufsuchen.
Bei meinem langjährigen Diabetes habe ich noch nie irgendwelche Lebensmittel zum Essen abgewogen. Ein gut geschulter und therapierter Diabetiker kann im übrigen ganz normale Lebensmittel essen.Über den Gehalt von KH, Fett, Eiweiß etc. informiert sehr gut das Büchlein "Kalorien mundgerecht".
Der Trigl.-Gehalt ist wahnsinnig hoch, muß unbedingt runter - dafür gibt's Tabletten.
Wenn du nichts unternimmst, bekommst du noch mehr Probleme ... von Peggy -
Susanne
Rang: Gastam 03.07.2006 00:55:42
Hallo!
Also erst mal Ärzte! Die müsse des Gschmarrie ja nicht essen, das sie uns empehlen... wirklich zu verwirklichen sind solche Empfehlungen nie.
Also was Du darfst: Gemüse und Salat in jeder Zubereitungsform so viel Du willst. es ist völlig egal ob Roh oder gedünstet oder tot gekocht - solange Du nicht alles in einem halben Pfund Butter anbrätst oder Salat mit einem Viertelliter Öl ertränkst kannst Dud a gar nciht viel verkehrt machen. Hier sind die Mengen so was von egal, hauptsache Du wirst satt von. Also ruhig 500 gramm Spargel - wenn Du mit der Hollandaise etwas sparsamer umgehst wäre es aber besser.
fleisch fisch und eiweis: man empfiehlt zwar geringere Mengen, aber wenn du nicht gerade zu gicht neigst (Achtung, häufig bei Männern mit diabetes, Frauen seltener) und fettarme Sorten wählst kannst du da ruhig mehr essen. falls Du gicht hast solltest Du bei 200-300 gramm pro Tag bleiben, inklusive aller Wurst - aber das sind immer noch zwei ordentliche Schnitzel und ein Wurstbrot. Und man kann ja auch Käse essen.
Kohlehydrate: Du kannst zu jeder Mhalzeit welche essen, auch abends - solange du nciht völlig über die Stränge schlägst. ein paar Kohlehydrate sollten aber sein, du wilslt ja schließlich satt werden. Aber eben die Mengen: zwei Scheiben Brot, oder zwei Brötchen, oder vier mittlere Kartoffeln - und wenn Du noch Süßkram zum Nachtisch willst eben nur drei Kartoffeln oder eineinhalb Brötchen. dann darf man aber auch zwei rippen Schoko hinterher haben.
Getränke: gut, Limo und Saft ist nicht mehr - aber wie wäre es mit light-Getränken? cola light und limo light schmeckt nicht sooo anders, man gewöhnt sich vor allem an den geschmack, und man darf trinken so viel man will. Und wennes Saft sein soll, dann eben eine stark verdünnte Schorle, so in Verhältnis 1:4 Saft-wasser, das ist auch ok. wenn es wirklich nicht Light geht ist das auch eine Möglichkeit für Limo.
In jedem Fall: wenn du selber das nciht schaffst brauchst du fachliche Hilfe. und wenn du abends nur zwei scheiben Brot isst, keine Kohlehydrathaltigen getränke oder Süßkram dazu isst und trotzdem Werte über 200 2-3 Stunden später hast stimmt die BEhandlung nicht - nicht Deine ernährung.
Und wenn du besser eingestellt bist sind Süßoigkeiten und Kuchen wieder öfter möglich - aber eben nciht jetzt und sofort in Unmengen. wennes aber echt mal sein muss: ein kleines stück Kuchen anstatt eines Brötchens geht auch mal - aber nicht täglich.
Susanne -
www.diabetes-in-frage-und-antwort.de
Rang: Gastam 06.07.2006 00:06:05
Hallo,
bin das erste mal hier. Habe mehrere chron. Erkrankungen und wegen Entsetzen über Diabetes Typ II letzteres immer wieder etwas beiseite geschoben. Wegen meiner Eßstörung versuche ich, nicht dauernd an das Thema Essen zu denken, wegen Diabetes bin ich jedoch zwangsläufig dauernd damit und dem Messen (schmerzhaftes Stechen) und Kontrollieren befaßt. Die bisherigen Ernährungs-Ratschläge konnte ich und wollte auch manchmal nicht umsetzen: z.b. in einem Plan steht z.B. bei Abendessen: 115 g Fisch, 25 g Champignons, 75 g Spargel, 80 g gemischter Salat usw. usw. Wo soll ich diese geringen Mengen herkriegen und wie zubereiten? Das ist das eine. Mein Arzt sagte mir jetzt, ich solle abends kaum Kohlenhydrate essen, sondern eher Eiweißgerichte. Ich sehe vor mir keine richtigen Speisen mehr, nur noch Teller, auf denen Kohlenhydrate, Kalorien, Balaststoffe, Fettsäuren usw. liegen. Meine Werte sind abends katastrophal oft BZ 250, also liegt die Veränderung erstmal dort. Ich bin jedoch gewöhnt, abends schon mal ein Hauptgericht zu essen (mit Kartoffeln, Reis, Nudeln) oder Butterbrote. Jetzt soll es Fleisch mit Salat sein oder Omelett. Wegen Zahnproblemen kann ich kaum Rohkost essen und auch nur wenig Obst. Ich koche eher nicht gern, kann es auch nicht gut und habe seit ca. 3 Wochen eine richtige Blockade. Leider empfinde ich Süßigkeiten und Kuchen als Grundnahrungsmittel. Meine Tryglyceride sind auf 660 gestiegen.
Ich stehe nur unter Streß und Druck dadurch und Verzweiflung.
Wie finde ich den Einstieg in die langfristige Veränderung, ohne dass ich mich dabei als Versager fühle und es eine Qual ist? Ich versuche, fiel zu trinken, schaffe dass aber nur, wenn ich eine Strichliste führe. Ich trinke nicht gern, weil ich alles das, was ich gerne trinke streichen muß und dauernd Wasser, Tee und etwas Kaffee hängt mir schon zum Halse raus.
Ich wäre froh, von Euren Erfahrungen lernen zu können.
lg.
Hallo Anonym :-))
Das klingt nach sehr viel Streß und nach mehr Belastung, als einer alleine aushalten kann - das tut mir leid!
Aber nicht verzagen, in kleinen Schritten ist das machbar :-)
Ich finde es bereits toll, wie du die Sache angehst und einen Lösungswegs suchst - denn dieser aktive Schritt ist schon mal das Schwierigste ...
Weiter so!
Bei Essstörungen auch noch einen Diabetes managen zu müssen, ist sehr viel verlangt. Aber auch mit Diabetes lassen sich Essprobleme lösen - dazu braucht es in Zusammenarbeit mit einem guten Diabetologen, der das BZ-Management erst mal den Esswünschen anpasst auch die Unterstützugn einer psychologischen Beratungsstelle, die sich mit Essstörungen gut auskennt. Vielleicht hat der Hausarzt Adressen parat?!
Aus dem vorgeschlagenen Ernährungsplan schließe ich, dass du bislang noch keine medikamentöse Therapie des Diabetes machst? BZ-Werte von 250 mg/dl sind jedoch leider schon sehr hoch, so dass eine Therapie mit Insulin oder zuallermindest Medikamenten hier sehr sinnvoll wären.
Eine adäquate Diabeteseinstellung lässt auch wieder mehr Freiheiten in Bezug auf Essenswünsche, so dass sich das selber wieder mehr normalisieren kann.
Bei den doch ziemlich hohen Triglyceridwerten ist eine Option, auch hier (evt. vorübergehend) eine medikamentöse Therapie einzuleiten, so dass dieser Druck auch erst mal genommen wird.
Wenn das Essverhalten sich später einpendelt, kann man dann an den erhöhten Blutfetten und ggf. auch am Gewicht arbeiten :-)
Trinken ist tatsächlich wichtig. Da ist eine Möglichkeit, sich einmal alle Limonaden, kalorienarmen Mischgetränke und Co zu besorgen, wenn´s mit Wasser nicht klappt. Nicht alles, was nicht viele Kalorien hat, muss schlecht schmecken ;-). Die meisten Getränkemärkte haben so eine große Auswahl auch an kaum berechneten Sachen, dass ein Streifzug sich immer lohnt...
Herzliche Grüße Anke von www.diabetes-in-frage-und-antwort.de -
G.Zigan
Rang: Gastam 16.07.2006 17:08:10
Liebe Leidensgenossen,
ich schließe mich den verzweifelten Fragen an. Ich habe seit vielen Jahren Diabetes II und habe den mit Hilfe von Meglucon 500 und einigermaßen vernünftiger Ernährung in Schach gehalten. Nun ist der Langzeitwert aber 7,5 - es gibt so viel leckeres Obst! - und mein Internist schimpft fürchterlich mit mir. Ich soll nun Metformin 1000 2x täglich nehmen und noch mehr auf meine Ernährung achten. Ich schaffe das einfach nicht, bin immer hungrig und müde. Ich würde gern mal einen Diabetologen aufsuchen - obwohl mein Arzt sich auch mehr oder weniger dafür hält - habe aber Angst, dass der etwas ganz anderes empfiehlt und ich dann meinen Hausarzt vergraule Was tun??
G. -
Reinhard
Rang: Gastam 18.07.2006 10:08:12
Wie hier schon oft zu lesen war. senkt Metformin nicht den BZ, sondern manipuliert die Verdauung und soll so zu niedrigeren Werten führen. Deshalb auch NW wie Blähungen, Durchfall und gfs. gefährliche Übersäuerung des Körpers.
Insulin ist auf Dauer die bessere Therapie. Laß Dich zum Diabetologen überweisen. So mancher HA hat von Diabetes nicht viel Ahnung oder nur eine Kurzschulung mitgemacht, um am DMP teilnehmen zu können. von Reinhard -
Andreas Gaßmann
Rang: Gastam 12.09.2006 21:57:38
Ich habe ein Programm zur Entgiftung und Entschlackung durchgeführt. Habe tolle Werte und auch ei vernünftiges Essverhalten habe ich dabei gelernt. Also ich würde abends bei diesen Werten kein Brot oder so etwas essen. Ich spritze schon seit 38 Jahren Insulin. Mir gefällt das besser als Tabletten zu nehmen. Wobei diese Option mir noch nie möglich gewesen ist. von Andreas Gaßmann -
Ruth Limbach
Rang: Gastam 25.06.2007 18:14:46
Hallo,
ich habe auch Diabetes II. Seit März 2006 esse ich tagsüber ganz normal und Abends nur Obst oder Salat mit Putenstreifen, Chefsalat oder Tomate mit Mozzarella, alles ohne Kohlehydrate aber meistens Obst weil es schnell geht und habe so bis jetzt 21 Kg abgenommen. Seit Januar mache ich zusätzlich Kieser Training und fühl mich rundum wohl.
Viel Erfolg wünscht Dir Ruth