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Diabetes und geistige Behinderung

  • Vera Lehmann

    Rang: Gast
    am 21.06.2006 12:39:29
    Hallo!

    Ich werde meine Diplom Arbeit über das Thema "Diabetes bei geistig behinderten Menschen" schreiben.
    Hat jemand Erfahrung damit, Literatur darüber oder für mich wertvolle Tipps?
    Ich bin über jeden Hinweis Dankbar. von Vera Lehmann
  • Chris

    Rang: Gast
    am 19.02.2007 19:15:41
    Hallo Vera,

    Diabetes bei geistig Behinerten ist ein sehr Kompliziertes Thema. a die Menschen geistig Behindert sind, ist es schwer ihnen den Diabetes zu erklären. Oft kann man es ja auch nicht überwachen, was diese Leute zwischendurch essen oder mal naschen. Das kann man nicht so genau überwachen. Ich selbst betreue geistig behinderte Menschen. Diese Leute haben ja auch Ausgang und da wird sicher hin und wieder mal in nem Cafe ein Kuchen gegessen oder so. Das ist schwierig, da sich geistig Behinderte schlecht selbst Spritzen können. Sie können ja oft nicht lesen oder wissen auch nichts mit Zahlen anzufangen. Die Behandlung ist schwiriger wie bei einem nicht geistig behinderten Menschen, meine ich. Wo bei es sicher auch geistig behinderte gibt die relativ fit sind und den Diabetes selbst behandeln könnten. Aber das ist trotzdem ein schwiriges Thema... von Chris
  • Dorothea Sehlz

    Rang: Gast
    am 26.08.2007 23:07:47
    Guten Tag!
    mein Partner hat einen 18 j.Sohn mit geistiger Behinderung und Diabetes. Dieser lebt inzwischen in einer betreuten Wohngruppe mit anderen Behinderten,die allerdings alle keine Diabetiker sind. Die Behandlung ist äußerst schwierig,was zur Folge hat, dass der Diabetes schlecht eingestellt ist und extrem schwankende Blutzuckerwerte aufweist (bis 500).Unser Problem ist,dass wir zumindest bisher keine bessere Unterbringung für ihn finden konnten,im Idealfall eine Wohngruppe mit ebenfalls behinderten Diabetikern.Eventuell haben Sie durch Ihre Arbeit mehr Informationen sammeln können und /oder wissen, wohin man sich wenden kann.(Raum Hamburg). mit freundl.Grüßen
  • Vera

    Rang: Gast
    am 27.08.2007 11:24:13
    Hallo,
    meine Diplomarbeit habe ich mittlerweile mit Erfolg abgeschlossen.
    In Münster gab es ein Pilotprojekt über die Schulung geistig behinderter Diabetiker:

    Goldbach, M. et al. (2006): Zur Schulung geistig behinderter Erwachsener mit Diabetes – Theoretische und praktische Ansätze in: Geistige Behinderung, Fachzeitschrift der bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V., 45.Jahrgang, Januar 2006, Marburg.

    Goldbach, M. et al., www.deutscher-praeventionspreis.de/projektdb/pdf/2005/218.pdf

    vllt. telefonieren sie mal mit Fr. Goldbach, sie ist bestimmt gerne bereit, ihnen weiter zu helfen.

    Mfg Vera
  • Dorothea

    Rang: Gast
    am 07.10.2007 00:58:25
    hallo Vera,
    herzlichen Glückwunsch zur beendeten Arbeit! wie sind Sie eigentlich auf dieses Thema gekommen?
    Wir haben weiterhin große Schwierigkeiten mit den Zuckerwerten von Daniel; es ist ein ständiger Kampf/ Tanz um gute Blutzuckerwerte!!! Erklärungen,Ermahnungen fruchten nichts- alle Beschränkungen werden unterlaufen(kein Bargeld zB.); nachts wird heimlich gegessen und nicht gespritzt;- es ist absolut keine Einsicht da. Die Konsequenz wäre eine stationäre ,geschlossene Unterbringung, um die totale Überwachung zu haben,- nur dann könnte man die Insulingaben wirklich korrekt durchführen und genau überwachen, was gegessen wird;- ein hoher Preis! wie lange kann man Schwankungen des Wertes mehrmals in der Woche bis 400 tolerieren,- wann ist mit einer Schädigung zu rechnen? Als kundiger Laie und offizieller Betreuer haben wir auch die Verpflichtung zu seinem Wohlergehen einzugreifen- aber wann ! müssen wir das tun ?! und warum sagt sein behandelnder Arzt dazu bisher im Prinzip nichts?? müßte er das nicht? und wann müßte er das? mich würde interessieren, was Sie bei Ihrere Arbeit herausgefunden haben. Würden Sie sie mir einmal zum Lesen überlassen?
    Wie ist Ihre Erkenntnis: ist es überhaupt möglich,einen geistig behinderten Menschen gut einzustellen,oder muß man sich damit abfinden, dass es immer extrem schwankende (hohe)Werte geben wird?
    Gibt es eine Selbsthilfegruppe betroffener/Angehöriger?
    Ich weiß! viele !! Fragen, ich hätte auch großes Verständnis, wenn Sie sie nicht beantworten möchten oder können. Allerdings weiß ich wirklich nicht, an wen ich mich sonst damit wenden kann, es gibt diese Fälle wohl eher selten(zum Glück), oder aber, man hört nichts davon, und wäre wirklich sehr dankbar für hilfreiche Antworten.
    danke
  • Vera

    Rang: Gast
    am 08.10.2007 10:07:17
    Hallo,
    schicken sie mir doch bitte einmal ihre E-Mail Adresse zu.
    Gruß Vera
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 11.03.2019
    am 11.03.2019 12:58:43 | IP (Hash): 679858307
    Hallo Vera,

    Ich beschäftige mich im Rahmen meines baldigen Kolloquiums ebenfalls mit der Thematik.
    Dürfte ich Sie auch nach nach Buchtipps fragen, Ihnen vielleicht Fragen stellen oder eventuell sogar ihre Diplomarbeit durchlesen?
    Ich bin bislang "nur" auf das Buch "Mit Diabetes leben: ein Ratgeber für Diabetiker mit Lernschwierigkeiten und ihre Begleiter" gestossen und arbeite mit diesem.

    Ich hoffe, Sie lesen diesen Beitrag hier, da der ursprüngliche Beitrag schon älter ist.

    Liebe Grüße,
    Charlotte