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Typ1-Diabetes, Kolitis und Thereoditis
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Melanie
Rang: Gastam 28.05.2006 16:43:51
Hallo!
Seit 1,5 Jahren habe ich Diabetes Typ1.Ein Jahr davor erkrankte ich an einer chronischen Schilddrüsenunterfunktion. Dazu entwickelte sich noch die chronische Darmentzündung.Man sagte mir,dass all diese Autoimmunerkrankungen irgendwie zusammengehören.Seit ich denken kann,habe ich Essstörungen, die durch den Diabetes nicht gerade besser geworden sind. Ich kann nicht akzeptieren, dass ich Diabetes habe und überhaupt, dass mein Körper nicht mehr richtig funktioniert. Meistens möchte ich am liebsten alles hinschmeissen, weil ich nicht mehr kann, ständig müde, abgeschlagen und depressiv bin. Wer hat ähnliche Erfahrungen oder kann mir einen Rat geben, mit der Erkrankung besser fertig zu werden?
Gruss Melanie -
Gerald
Rang: Gastam 28.05.2006 18:00:40
Hallo Melanie,
es ist traurig wenn man solche Worte lesen muss.
Aber sie es mal von einer anderen Seite.
Egal wie du vorbelastet bist, du hast immer nur zwei Möglichkeiten.
Entweder-
du aktzeptierst sie und tust alles um das Beste daraus zu machen, egal welchen Kraftaufwand es bedarf, egal wieviel du dafür investieren mußt, egal wieviel Aufwand du betreiben mußt,
oder-
du gibst auf und alles erledigt sich eh von alleine.
Wenn du den DM im Griff hast lebst du mit ihm und nicht er mit dir, das ist der Unterschied.
Nun kannst du dich entscheiden, aber ich denke die erste Variante ist die bessere, ich wünsche dir auf jeden Fall alles alles Gute und viel Kraft deine Entscheidung zu treffen.
Gruß Gerald -
Sylvia
Rang: Gastam 28.05.2006 21:44:50
Hallo Melanie,
ich kann Dich gut verstehen, ich habe zwar nicht die gleichen Krankheiten wie Du, aber ebenso viele, und auch einfach lästige. Wenn Du deinen ZUcker akzeptierst, und auch gute Werte hast, dann geht es Dir schon viel besser.
Die anderen Sachen werden dann gar nicht mehr so für schlimm empfunden. Wichtig ist, das Du einen guten Arzt hast oder findest, der Dich unterstützt, und nicht einfach als Einnahmequelle sieht. Du mußt wieder Erfolge in Deinem Leben finden. Dann geht vieles von allein. Glaub mir. Ich hatte auch so eine Zeit, in der ich einfach meinen Zucker nicht akzeptiert habe. Er tut ja nicht weh. Aber er geht auf dein Gemüt, und da ich immer ein lustiger lebensfroher Mensch war, wollte ich das auch wieder werden. Wie alt bist Du?
Wie schon hier einmal geschrieben wurde, der Zucker muss mit Dir leben, nicht du mit dem Zucker.
Gruß Sylvia
P.S. Wenn Du fragen hast, dann mach das ruhig, egal was, denn dafür sind wir alle hier, um anderen zu helfen, und auch geholfen zu werden. -
Melanie
Rang: Gastam 29.05.2006 19:13:16
Hallo Gerald!
Vielen Dank für die aufbauenden Worte. Eigentlich weiss ich das ja auch und trotzdem ist es oft so schwer für mich.Da ich sehr zum Perfektionismus neige, werfen mich schlechte BZ-Werte sofort aus der Bahn, obwohl ich vorher ganz positiv gestimmt war. Doch Du hast Recht, dass man sich entscheiden muss, was man will.
Wie lange bist Du schon Diabetiker?Hast Du auch mal schlechte Phasen und möchtest am liebsten aufgeben?
Gruss Melanie -
Anke
Rang: Gastam 05.06.2006 10:49:47
Hallo Melanie :-))
Da haben sich ungefragt viele Probleme auf einmal bei dir einquartiert :-((, das tut mir leid!
Schlechte (wie auch katastrophale...) Phasen hat - zu Recht - jeder, der mit chronischen Erkrankungen leben muss. Eine wichtige Anlaufstelle bei diesen immensen zusätzlichen Alltagsanforderungen ist sicherlich immer die Psychotherapie, in der man professionelle Hilfe bekommt und Methoden zur Problembewältigung lernen kann.
Damit, dass unser Körper nicht mehr ohne externe Hilfe zurecht kommen kann, müssen wir als Diabetiker wohl alle leben. Aber von "nicht funktionieren" würde ich nicht sprechen (!!), denn funktionieren kann der Körper mit medikamentöser Unterstützung durchaus uneingeschränkt.
Dass es zwischen guten Phasen immer wieder die von dir aktuell beschriebenen gibt, ist natürlich. Um so wichtiger ist es dann, alle zur Verfügung stehende Hilfe (ärztliche Anlaufstellen für die richtige Medikation und psychologische Anlaufstellen bei depressiver Verstimmung) in Anspruch zu nehmen, um wieder auf die Beine zu kommen.
Fragen auch unter o.g. eMail jederzeit gerne!
Alles Gute und herzliche Grüße Anke -
udo
Rang: Gastam 10.06.2006 00:50:41
hallo,
vor kurzem habe ich ein buch über kapillaren gelesen, in dem die ursache der krankheit beschrieben wurde. es wird bei dem diabetes nicht bleiben. weitere kranheiten werden hinzukommen, wenn man die ursache nicht auf den grund geht. solltet jemanden einen auszug über die ursachenforschung von kapillaren wünschen, kann ich die isbn nummer mitteilen.
nette grüße
udo -
Smika
Rang: Gastam 17.06.2006 19:53:58
Hallo Udo!
Habe gerade Deine Mail gelesen. Hört sich interessant an, da ich seit 1,5 Jahren Diabetikerin bin und sich nach und nach immer mehr Autoimmunerkrankungen dazugesellen. Was sind denn die Ursachen für den Ausbruch eines Diabetes? Und vor allem wie bekämpft man diese? Gibt es eine Chance auf Heilung?
Gruss Smika -
Marie
Rang: Gastam 28.06.2006 03:20:55
Hallo Melanie,
und Gruss an Anke,
ich kann Anke nur zustimmen, habe den Diabetes auch schon ne Weile, habe ihn von Anfang an akzeptiert und war auch gut eingestellt, doch ich hatte auch meine Probleme damit und kam in manchen Bereichen nicht mehr klar... eine Therapie und Medikamente haben mich wieder da hin gebracht wo ich vor meiner Krankheit war ... und dahin zurück was ich bin ...
Also, wenn Du der Meinung bist das Du alles hinschmeißen willst, versuche es mit einer Therapie, denn es ist keine Schande zuzugeben das man ein Problem damit hat Diabetes und noch weitere Krankheiten zu bekommen.
Viel Glück, alles Gute und ein Freund von mir sagt immer das schaffen wir alles und können alles erreichen " wir sind doch nicht aus Zucker ;-) "
Marie
p.s. denke aber daran eine Therapie hilft nur durch langfristiges arbeiten an Dir selbst und nicht von heut´auf morgen.