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Hilfe, Zuckerwert von 961 im Krankenhaus
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Manu2211
Rang: Gastam 28.05.2006 13:31:40
Hallo,
ich hoffe, dass ich hier Hilfe zu meinen Fragen finden kann.
Mein Vater hat seit fast 40 Jahren Diabetes. Vor 3 Wochen kam er ins Krankenhaus, weil sein Fuss entzündet war, da fehlten bereits 2 Zehen. Vor etwas mehr als einer Woche wurde dann ein weiterer Zeh abgenommen. Direkt nach dieser Amputation bekam er hohes Fieber und hat 2 Tage lang fantasiert.
Danach war aber alles wieder in Ordnung, nur hat man auf der gefässchirugischen Station seinen Zucker nicht in den Griff gekriegt. Die Werte waren morgens immer über 400, aber mein Vater war geistig voll ansprechbar. Wir waren am Donnerstag noch in der Klinik und es war alles ok.
In der Nacht von Do. auf Freitag ist sein Zucker auf einen Wert von 961 explodiert und seitdem liegt er auf der Intensivstation und ist völlig verwirrt. Auf der Intensivsstation wurden Andeutungen gemacht, dass das ein Zeichen für einen beginnenden Alzheimer oder Demenz sein könnte, oder das durch den Diabetes die Gefässe im Gehirn Schaden genommen haben könnten.
Aber ich glaube das nicht, er war doch am Donnerstag noch ganz normal. Ich glaube vielmehr, dass man auf der gefässchirugischen Station Mist gemacht hat.
Was können wir denn jetzt tun? Ich weiß nicht mehr weiter.
Liebe Grüße und vielen Dank im Vorraus für Eure Antworten.
Manu2211
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klausdn
Rang: Gastam 28.05.2006 15:58:27
hallo manu,
leider sind ferndiagnosen nicht möglich,
so blöde wie es klingt aber dein vater hatte schon einige warnschüsse, und hat nicht reagiert.
wer einen zeh verliert(das ist noch nicht viel) und nicht dann aufwacht und "konsequent" was tut ist auf ziemlich verlorenem posten.
konsequenz heißt in diesem fall = zielwert 100, max 120, nur in ausnahmen 140.
heißt = mind zweimal im jahr zur kontrolle beim gefäßchirurgen !
heißt = bei der geringsten durchblutungsverringerung etwas tun, was sagt der gefäßchirurg.
für dich , du soltest darauf dringen daß ein diabetologe dazugezogen wird, dann wird insulin per pumpe intravenös gegeben, wenn die bz werte ok sind wird auch das antibiotikum anschlagen.
viel glück für euch, mfg klaus von klausdn -
Manu2211
Rang: Gastam 28.05.2006 17:52:40
Danke für Deine Antwort Klaus. Ja, leider hat mein Vater weder auf die Warnschüsse noch auf uns gehört und jetzt ist es zu spät.
Heute Nachmittag wurde im Krankenhaus dann der Verdacht geäußert, dass nicht nur die Gefässe in den Beinen, sondern auch die im Gehirn betroffen sind.
Was ich nicht verstehe ist, wie der Blutzucker im Krankenhaus unter ärztlicher Kontrolle überhaupt so hoch steigen konnte. Mein Vater hat ja zu dem Zeitpunkt weder selber gespritzt noch kontrolliert, wurde alles von den Krankenschwestern gemacht. An wen kann man sich denn wenden, wenn man einen Behandlungsfehler vermutet?
Die wirklich sehr gute Diabetologin der Klinik wurde leider vor einigen Jahren wegrationalisiert und nun gibt es da niemanden mehr. von Manu2211 -
klausdn
Rang: Gastam 28.05.2006 18:19:13
hallo manu,
in so ein kh sollten dmler "nicht" gehen, normale kschwestern sind mit dm gerade bei infektionen absolut überfordert. denn infektion bedeutet die werte explodieren, dadurch können antibiotika nicht wirken dadurch schaukelt sich die sache auf.
deswegen wird in dem fall bei ständiger kontrolle verdünntes insulin iv gepumpt.
notfals fragen ob externer diabetologe oder einer von der inneren helfen kann.
mfg klaus von klausdn -
Manu1122
Rang: Gastam 28.05.2006 18:47:51
Mein Vater liegt seit Freitag auf der Inneren Intensivstation und ist an eine Insulinpumpe angeschlossen. Inzwischen ist der Wert zwar schon niedriger aber immer noch schwankend.
Was mir große Sorgen macht, ist dass er ja geistig total verwirrt ist und uns gegenüber auch richtig aggressiv wird und keiner kann sagen, ob das so bleibt oder wenn nicht wie lange es so bleibt.
Ps. Ich kriege dauernd eine Fehlermeldung, also versuche ich es mal mit etwas geändertem Namen und anderer eMail-Addy. -
Hajo Janse
Rang: Gastam 28.05.2006 20:36:29
Hallo,
Zu hoehe BZ, ist immer zu wenig Insulin.
Mehr Insulin braucht mann als mann Kortisone oder Pencilinne nimmt.
Frage nach ob er diese Medis bekommt. Dann sollen Sie die Insuline erhoehen.
Versuche 1e Tag auf 300 - 400 runter. 3e Tag um die 200.
Bei oben genannte Medis kan Insulin 3 x mehr Notwendig sein als normal.
Hat dein Vater bis jetzt Tabletten auf Insulin umsteigen.
MfG
Hajo von Hajo Janse -
Manu2211
Rang: Gastam 28.05.2006 23:36:34
Hallo Hajo,
danke für Deine Antwort. Das mit dem Penicillin ist ja interessant, mein Vater hat in den letzten Tagen ein Antibiotikum per Tropf gekriegt, leider habe ich mir den Namen nicht gemerkt.
Meine Mutter und ich werden morgen erstmal zu unserem Hausarzt fahren, der ist Internist und zur Krankenkasse. Ich habe nämlich immer mehr das Gefühl, dass auf der Station was schief gegangen ist.
MfG Manu von Manu2211 -
candyman
Rang: Gastam 30.05.2006 13:21:32
Hallo Manu,
ich möchte Dir und Deiner Familie in dieser Situation alle positive Kraft der Welt schenken.
Dein Vater hat seit 40 ! Jahren Diabetes.
Vor 40 Jahren waren die Behandlungsmöglichkeiten des Diabetes noch lange nicht so gut wie heute.
Sprich die Aufklärung der Ärzte gegenüber den Patienten über Diabetes war gering.
Ich nehme an, daß für Dein Vater Vorschriften und Regelungen bezüglich Diabetes teilweise mit Frust und Verbitterung einherging.Es gab damals viel Verbote und strenge Diäten, soweit ich erfahren habe.
Das Einreden Deiner Familie auf Dein Vater hat vermutlich nicht sehr gefruchtet.
Denke positiv nach vorne und versuche möglichst viele Informationen zu erhalten und lasse von den Ärzten nicht alles herunterspielen.
Zu den erhöhtetn Werten kann ich nur sagen, daß es viele Faktoren geben kann; Entzündung des Fußes, dadurch körpereigener und auch emotionaler Stress Deines Vaters und auch Antibiotikum, vielleicht.
Gruß
candyman* -
Manu2211
Rang: Gastam 30.05.2006 19:14:05
Hallo,
ich möchte mich nochmal bei allen bedanken, die mir geantwortet haben. Mein Vater liegt seit heute auf der normalen inneren Station und ist wieder voll da. Mir ist heute morgen wirklich ein riesen Stein vom Herzen gefallen, als ich das erfahren habe.
Ich habe nun darum gebeten, dass er wieder, wenn auch unter Aufsicht, selber seinen Zucker messen und sich spritzen soll. Vor diesen Zwischenfällen hat er das auch gemacht und zuhause muss er es ja auch wieder selbst machen. Und da hat er seinen Zucker eigentlich fast immer ganz gut im Griff gehabt.
Und meine Mutter und ich werden nach seiner Entlassung darauf drängen, dass er in einer entsprechenden Klinik noch eine Kur macht oder zumindest eine Schulung mitmacht, damit er mal wieder auf den neuesten Stand in Sachen Diabetes kommt.
Also nochmals vielen Dank und liebe Grüße
Manu von Manu2211