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wird man als Diabetiker zum Hypochonder?
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Christoph
Rang: Gastam 09.04.2006 15:37:21
hallo,
ich hab jetzt seit 2 Jahren Diabetes, und irgendwie das Gefühl das ich mir den halben Tag Gedanken darum mache welche symptome an mir auftreten. dann natürlich gleich zu Netdoktor oder ähnlichem, und dann hat man alles. zB wurde bei einer Blutuntersuchung ein Kreatinin wert von 1,14 [einheit?!] festgestellt, was mich jetzt nach längerem suchen vermuten läßt das ich auf jeden fall ein großen Nierenschaden habe. meine Hba1 c werte waren aber nachdem der diabetes festgestellt wurde aber immer kleiner als 7, also denke ich nicht das ich schon ein schaden haben kann.
Ich meine das Problem is ja das man darauf trainiert wurde auf seinen Körper zu achten, um hypos etc zu erkennen, aber ledier scheine ich das etwas zu viel zu tun... -
klausdn
Rang: Gastam 09.04.2006 17:03:33
hallo ano,
ich ärgere mich immer über meinen doc , wenn der fragt wie es geht, und ich sage ausgezeichnet(warum auch nicht , schließlich tue ich was dafür)
und anstatt foh zu sein macht der immer ein beleidigtes gesicht. hab ihm mal gesagt : keine angst kommen bestimmt noch welche vorbei, die sich schlecht fühlen, soll ja nicht verhungern der arme.
---und was dein problem angeht : wartest du auf ne hypo ? eigentlich sollte man dafür sorgen , daß hypos so selten auftreten wie möglich. schließlich sind praktisch alle hypos selbstgebaut(irrtümer, falsches schätzen,spritzen und essen vergessen, usw...)
natürlich fühlt man sich bei ner hypo bescheiden, aber der größte wirbel um hypos wird von leuten gemacht, die - garnicht spritzen - resistente t 2 sind und zum frühstück 30 ie spritzen , die bekommen bei irrtümlich 35 ie auch keine - und von docs um sich wichtig zu machen.
wirklich hypogefährdete mit großer insulinempfindlichkeit, die , die überlegen ob 5 oder 5,5 ie, zum mittag gespritzt werden, sind so sorgfältig da passiert meist nichts, und die machen auch kein gewese darum .
mfg klaus von klausdn -
Diawolf
Rang: Gastam 10.04.2006 17:18:37
Man sollte schon auf seinen Körper achten , Symptome wahrnehmen, sie nicht überbewerten, erst einmal die Ruhe bewahren und sie durch einen Fachmann beurteilen lassen. Dein Auto bringst du ja auch nicht zum Bäcker, wenn es defekt ist .Obwohl der sicher auch eine Meinung zum Fehler hätte ,aber eben nur eine Meinung und kein fundiertes Wissen.
Zum Hypochonder wirst du nur, wenn du ohne das nötige Wissen über eine Krankheit oder Veränderung an dir
dich in irgendwelche Phantasiegebilde hineinsteigerst und sie als real empfindest.
M.f.G. von Diawolf -
Milena
Rang: Gastam 10.04.2006 17:38:11
Hallo Klaus,
da muss ich dir widersprechen (teilweise nur): Aber nicht alle Hypos sind selbstgebaut. Gerade als Frau hat man extreme Hormonspiegelschwankungen im Laufe eines Monats und kann garnicht gut abschätzen, wie stark das Insulin an welchem Tag wirkt. Auch wenn man Sport treibt bleiben Hypos nicht aus. (Zumindest anfänglich). Da muss man sich erst reinfuchsen, das Thema ist sehr schwierig. Und wenn man als Typ 1er immer wieder in eine Remissionsphase gerät (ist ja schön eigentlich) dann sind die Hypos auch ganz unverschuldet, weil man jeden Tag weniger Insulin braucht, aber nicht weiß wieviel weniger. Im Moment spritze ich nur noch mit dem Faktor 0,25, vor zwei Wochen noch mit 1,5 - klar das zwischendurch einige Hypos auftraten. Keine schweren zum Glück.
Zum Hypochondersyndrom: Das bemerke ich an mir auch. Ich glaube da muss man sich ein dickes Fell zulegen, damit man nicht immer so viel ans krank-sein denkt. Gerade wenn der Diabetes neu ist. Ich glaube das Problem haben sehr viele Diabetiker und es reden sehr wenige darüber. von Milena -
M.
Rang: Gastam 10.04.2006 17:52:21
Allerdings kann ich deine Situation beim Arzt gut nachfühlen. Auch ich würde auf eine entsprechende Frage hin antworten ich sei gesund - nur ein bißchen Halsschmerzen. An den Zucker denke ich garnicht mehr als Krankheit, sondern eher als Zustand. von M. -
christoph
Rang: Gastam 10.04.2006 19:11:01
der zucker is ja auch nicht unbedingt das schlimme, eher so, dass ich sobald etwas ein wenig komisch erscheint, wie jetzt der kratininwert, gleich an die schlimmsten folgeerkrankungen denke und mich frage ob ich genug für den dm mache, bzw mich ausreichend darum kümmere von christoph -
Susanne
Rang: Gastam 11.04.2006 11:05:06
Hallo!
Ich glaube, das ist keine Hypochondrie sondern ein chronisch schlechtes Gewissen. Die Medien und Ärzte geben sich ja auch Mühe, Diabetikern ein schlechtes Gewissen zu machen wegen der großen Masse an älteren Typ2ern, die dick sind und bleiben und immer noch Schweinebraten und Bier und Torte haben müssen.
Damit sind aber nicht gemeint die Typ1er, die eh schon alles Menschenmögliche tun, und die Typ2er, die abnehmen und auf ihre Ernährung achten - wir fühlen uns nur angesprochen. Wahrscheinlich sogar mehr als diejenigen, die die dauernden Ermahnungen wirklich brauchen.
In meiner Schulung für Typ2er ging es auch immer nur um Abnehmen, Bewegung und so weiter und furchtbare Spätfolgen, dass das aber bei denjenigen, die entweder schon schlank sind oder die sich auf dem besten Wege zum Schlank sein befinden auch ankam war nebensache.
Bleibt nur zu hoffen, dass sich die anderen teilnehmer ihrem Gewicht gemäß verhalten stat blindwütig abzunehmen - das schlechte Gewissen hat auf jeden Fall mich auch erwischt und ich fühle mich schuldig, weil ich nachd en ersten 10 Kilo Abnahme jezt einen Stillstand erreicht habe - statt froh zu sein, dass mein Körper eine Ruhepause bekommt, die er auch nötig hat.
Susanne