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Schuhe
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Ulrike
Rang: Gastam 28.02.2006 16:07:58
Hallo,
ich war aufgrund einer Druckstelle beim Diabetologen (Fußspezialistin), dieser hat mir orth. Maßschuhe verordnet und der Orthopädieschuhmacher, welcher mit der Ärztin zusammen arbeitet hat auch gleich das entsprechende bei der Krankenkasse eingereicht. Daraufhin mußte ich noch zu einem Gutachter der Krankenkasse (ebenfalls ein Orthopädieschuhmacher) und bekam anschließend per Schreiben mitgeteilt, dass der Gutachter in seiner Stellungnahme zu dem Ergebnis kommt, dass die Versorgung mit orthopädischen Schuhen nicht befürwortet werden kann. Vielmehr ist eine Versorgung mit passgerechten Konfektionsschuhen ausreichend, falls nichts in meiner Weite vorhanden wäre dann bietet sich lt. seiner Aussage ein Thanner-Therapieschuh an. Nun habe ich aber sehr breite Füße und für eine Frau auch einen ziemlich großen Fuß mit Gr. 44, so dass keine geeignenten Schuhe zu finden waren. Nach vielem hin und her (war noch einmal bei dem Gutachter um ihn direkt damit zu konfrontieren, habe mit meinem Vor-Ort Schuhmacher einiges an Schuhen ausprobiert usw.) probiere ich nun einen Schuh von Finn Comfort (speziell für Diabetiker - ein semiorthopädischer Schuh wie der orth. Schuhmacher sagte). Habe daraufhin bei der Krankenkasse angerufen, ob sie diesen übernehmen, er sagte ja bis auf den Eigenanteil. Daraufhin hat der Schuhmacher einen neuen Kostenvoranschlag mit neuem Rezept der Krankenkasse eingereicht und ich habe jetzt ein Schreiben bekommen, dass die Kosten für den Schuh und der entsprechenden Arbeitszeit nicht übernommen werden. Also übernimmt die Krankenkasse lediglich die Kosten für die Rolle mit rückversetztem Auftritt und ich kann den ganzen Rest von EUR 216,40 selbst zahlen. Ist das so richtig oder kann ich dagegen noch was tun? Ich meine eigentlich sollte ich ja sogar einen Maßschuhhaben (was bei meiner Diagnose sicher nicht das Verkehrte wäre mit Polyneuropathie, Hammerzehen, schon vorhandener Schwiele unter dem Fuß usw). Da aber diese Fachärztin weiter weg von mir wohnt und ich daher nicht mehr zu ihr kam (kann selbst kein Auto über solche weite Strecke fahren) bin ich diesen "Kompromiss" mit dem anderen Schuh erstmal eingegangen um im Winter überhaupt ein paar Schuhe zu haben. Das hat sich dann jedoch bis nach Weihnachten hingezogen, so dass ich den ganzen Winter über mehr oder weniger nur meine Sandalen mit Einlage hatte!! Und jetzt noch dieses!
Also was meint Ihr, habe ich noch eine Chance dass ich nicht die gesamten Schuhe selbst bezahlen muß oder wie sollte ich am besten vorgehen???
Danke für Hilfe, bin ziemlich verzweifelt.
Gruß von Ulrike -
Susanne
Rang: Gastam 28.02.2006 18:43:18
Bei vielen VErsicherungen empfiehlt es sich, nach erstmaliger Ablehnung Einspruch zu erheben, um erneute Prüfung des Vorgangs zu bitten. Einfach weil viele Versicherungen aller Art erste ZAhlungen erst mal ablehnen - wer das dann nciht wirklich braucht versucht es schon nciht wieder. Also: Schreib denen noch mal, in deutlichem ton, dass Du Diese Schuhe aus den Grüden brauchst, dass Du sie selber nciht zahlen kannst und auf die Art eher irgendwann Dein fuß amputiert werden muss,w as sie noch viel mehr kostet. Wenn Du vielleicht eine großnichte dritten Grades anführst die Anwältin ist und der Du den vorgang andernfalls übergibst sollte es klappen. Und wennd er gutachter wieder ablehnt: Frag genau,w as der vorschlägt. Und über Hoeltzhaus finden sich Damenschuhe in Überbreiten in großem Angebot, vielleicht ist da was für Dich dabei. Die haben wirklich Schuhe für extrem Breite Füße. von Susanne -
Max
Rang: Gastam 28.02.2006 23:43:19
Hallo Ulrike,
es kann auch anders laufen. Vor etwa fünf Jahren hat mir ein Orthopäde ein Paat Maßschuhe ohne
erfindlichen Grund aufgeschwatzt. Ich wäre Diabetiker, schon länger und brauche jetzt
solche Schuhe. Der Schuhmacher kommt einmal die
Woche in die Praxis. Gesagt, getan. Nach ettlichen Anproben waren die Dinger endlich fertig. Die Krankenkasse hat nicht einmal gemurrt. Nach den ersten längeren Strecken habe
ich sie weggeworfen. Das Matschlaufgefühl war unerträglich. Viel zu weich. Mit meiner PNP hatte ich gar keinen Bodenkontakt mehr. Kostenpunkt: DM 2935,--.
Jetzt trage ich wieder normale Schuhe und gehe
regelmäßig zur Fußpflege.
Viel Erfolg!
Max
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thomas2002
Rang: Gastam 01.03.2006 01:13:03
ich verstehe nicht, wieso nicht gleich enspruch eingelegt wurde. pnp ist doch schon vorhanden. ich würde zumindest mit der ärztin telefonieren, was sie in der sache machen könnte. danach zusätzlich einen rechtsanwalt sprechen, ob er einen schreiben aufsetz o. ggf in die federn diktiert. gebühren erfragen.
oder ist eine shg in der nähe, in der ähnliches schon passiert ist? von thomas2002 -
Elsbeth
Rang: Gastam 01.03.2006 09:30:01
Ich habe mit FinnComfort-Schuhen und nach meinen Fußabdrücken geformten Einlagen sehr gute Erfahrungen gemacht und komme gut damit klar. Mein Diabetologe hat sie mir verordnet, und ich habe nur den Eigenanteil bezahlt.
Einmal bekam ich Thanner-Schuhe, die kosteten seinerzeit insgesamt gut DM 1.000, aber die habe ich so gut wie nie angezogen, weil ich damit viel zu unsicher gehe (dicke Plateau-Sohle).
Maßschuhe sind m.E. nur in besonders schweren Fällen nötig und sähen bei Deiner Schuhgröße wohl auch eher klobig aus. Meine FinnComfort sind doch ganz ansehnlich. von Elsbeth