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Diät-Verstöße möglich?

  • Susanne

    Rang: Gast
    am 27.01.2006 18:16:15
    Hallo!

    erst mal vorweg: meine Therapie hat bisher sehr gut angeschlagen, ich habin vor vier Wochen aus dem krankenhaus gekommen,da war mein HbA1c 9,8 und die Diagnose Typp 2ganz neu und jetzt ist er bei 7,6 - nur mit Metformin und Ernährungsumstellung und den ersten paar Kilo die ich verloren habe.

    Jetzt frage ich mich nur, ob ich auch mal ein bisschen die Diät übertreten kann. Auch wenn ich mich langsam an Knäckebrot, fettarm und Gemüse gewöhnt habe grinst einen doch mal was Süßes beim Bäcker an - oder man möchte mal ne Dampfnudel oder ein nutellabrötchen. Wie sieht es aus: darf ich das mal zwischendurch, oder besser nicht? Oder gibt es nen essbaren nutella-Ersatz ohne Zucker?Bei aller Mühe: ichnehme sehr schnell ab, das tut mir aber auch auf Dauer nicht gut, traue mich kaum was zu essen und will einfach auch mal was Süßes haben. Was steht mir offen und wie viel?

    Susanne
  • Elsbeth

    Rang: Gast
    am 27.01.2006 22:20:56
    Hallo Susanne,

    mit Deinem HbA1c liegst Du noch nicht mal im grünen Bereich (< 6.5). Das muß also unbedingt besser werden.

    Metformin ist leider nicht sehr hilfreich bei einer flexiblen Ernährung. Das geht nur mit Insulin (ICT oder Pumpe).

    Ganz wichtig: Eine gründliche Schulung, auch über die Ernährung. Sport und Bewegung nicht vergessen! Gewicht normalisieren! von Elsbeth
  • sag ich nicht

    Rang: Gast
    am 27.01.2006 23:50:24
    Mach es! Trau Dich! Gönn Dir was süßes! Habe eben gerade 2 leckere Eis gegessen!!!

    Lass Dich nicht irre machen. Am besten, Du machst Sport. Dann kannst Du Deine Sünden sofort danach ausgleichen!

    Übertreibe aber nicht. Denke immer daran:

    Blindheit, Amputation, schwere Nervenleiden. Das könnte die Qúittung für Übermaß werden!!

  • Susanne

    Rang: Gast
    am 28.01.2006 14:10:25
    Hallo!

    elsbeth, ich weiß dass 7,6 noch lange nicht optimal ist - aber für nur vier Wochen in denen der Diabetes überhaupt behandelt wird nich schlecht. Der Wert bezieht sich ja auch auf die Zeit, bevor der Diabetes überhaupt festgestellt war - und sicherlich ahbe ich ohne einen blassen Schimmer davon in der Vorweihnachtszeit nicht eben gesund gelebt und ein teil des wertes kommt sicher noch von den Plätzchen und Lebkuchen, die ich vor der Diagnose gegessen habe.

    Meine Unsicherheit is vor allem: wie oft darf ich mal was anderes essen oder besser gar nie? ich habe zur Zeit den Eindruck, außer Knäckebrot und gemüse treibt alles meinen Blutzucker ewig nach oben - aber auf Dauer kann ich diese Ernährung auch nciht durchhalten. Mehr Emtformin geht nciht, und mein Arzt hofft, mich ohne Insulin durch zu kriegen - immerhin habe ich noch viel abzunehmen, und da wäre das Insulin eher hinderlich. Gewicht normalisieren ist immer sehr leicht gesagt - wenn man aber noch 40 Kilo vor sich hat, um das Normalgewicht zu erreichen reden wir hier über etwas, was mit Sicherheit 2 JAhre dauern wird. ich kenne keine einzige gesunde Ernährungsart, die Gewichtsabnahme von mehr als 2 Kilo im Monat zulassen würde. Eher nur 1,5 Kilo.

    Und Sport: wie gleiche ich das aus? Ich hatte bsiehr nciht den Eindruck,d ass Bewegung meine Zuckerwerte verbessert hätte - eher hatte ich danach noch höhere Werte als davor.

    Susanne
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 28.01.2006 17:50:19
    hallo susanne,
    ich finde es absolut toll wie du deinen entschluß in die tat umsetzt, und wünsche weiterhin erfolg.
    daß du durch den anfang , wie früher essen, wieder zurückgeworfen wirst, weißt du unterschwellig, sonst hättest du nicht gefragt.
    und wie du das machst ist absolut richtig, langsam aber gleichmäßig.
    denn schnell verlorene kilo sind doppelt schnell wieder drauf, immer mit zuschlag.
    ich hoffe daß du dir darüber bewußt bist, daß du dein lebenlang nie so wie früher essen darfst(ohne gewichtzunahme), denn alle fettzellen die sich generiert haben, sind auch bei normalgewicht noch da und warten nur darauf , sich wieder zu füllen !
    deswegen funktioniert ja auch absolut keine diät.
    außer für die erfinder derselben(im geldbeutel)
    laut einer ärztlichen erhebung funktioniert bei 99%
    das abnehmen nicht, ich wünsche dir du bist das "eine" prozent, und drücke alle daumen daß es klappt.
    mfg klaus von klausdn
  • Lovely

    Rang: Gast
    am 28.01.2006 19:06:41
    Hallo Susanne.

    1. Es ist absolut richtig, den HbA1c nicht so schnell nach unten zu treiben, denn sonst kann es zu Beschwerden kommen, wie Sehstörungen, UZ-Wahrnehmungsstörungen usw.

    2. Du hast ja bestimmt einen "Diätplan" vom Arzt bekommen. Wenn Du eine Übersicht hast, wieviel Du am Tag essen darfst (an Kohlenhydraten), dann kannst Du bestimmt ab und zu mal eine halbe Schnitte Brot mit 1 Riegel Schokolade tauschen. Dass Süßes dick macht, brauche ich Dir nicht sagen, aber wichtig finde ich, dass der "große" Heißhunger nicht erst entsteht.

    3. Beim Abnehmen ist es wichtig, dass man trotzdem gut satt wird. Satt machen Kartoffeln, Brot usw. aber die haben auch wieder Kohlenhydrate. Wenn Du es nicht schaffst, genügend Gemüse zu essen, zum Sattwerden, dann empfiehlt sich z.B. vor einer Hauptmahlzeit 1-2 EL Haferkleie zu essen (1 großes Glas Flüssigkeit je EL dazu!, denn das quillt.) Haferkleie in Suppen, Joghurt, Müsli usw. macht richtig satt und hat sehr viele wichtige Mineralstoffe. Außerdem senkt Haferkleie den Cholesterinspiegel und fördert eine gute Verdauung durch "Massage" der Darmwände.

    4. Je langsamer Du abnimmst, desto geringer ist der Jo-Jo-Effekt. Wichtig ist, dass Du trotz Abnehmen auf eine bestimmte Kalorienzahl täglich kommst, denn wenn Du zuwenig isst, dann denkt der Körper, es wäre gerade "Hungerzeit" und schaltet auf Sparflamme. Und auf Sparflamme verbrennt er so wenig Fett wie möglich, um die Hungerzeit zu überleben. Tipp: Die Weight-Watchers haben ein gutes Konzept mit ihren Points.

    5. Hoher Zucker bei Sport kann sehr leicht passieren. Gerade bei Sport muss immer etwas Insulin vorhanden sein, weil durch die Muskelkraft Energie benötigt wird, die nur durch Insulin in die Zellen kommt. Bei Werten ab 240 aufwärts ist Sport verboten, da sonst Ketoazidose-Gefahr. Tipp: Sport ja, aber nur bei guten BZ-Werten.

    Gruß,
    Lovely
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 28.01.2006 19:42:21
    hallo ,
    @lovley, susanne ist t 2 die hat ein überangebot von insulin,
    mfg klaus von klausdn
  • Sylvia

    Rang: Gast
    am 28.01.2006 20:20:04
    Hallo Susanne,
    seit November 2005 habe ich (Typ 2/55 Jahre) auch meine Ernährung umgestellt und seitdem 12 Kilo abgenommen. Ich habe jetzt noch 35 Kilo zuviel. Es dauert eine Weile, bis man den richtigen &#8222;Dreh&#8220; findet. Trotzdem meine ich, man sollte sich nicht quälen und sich auch einmal kleine süße Sünden gönnen, sonst wird abnehmen unerträglich. Nicht jedes Mal, man wird mit der Zeit lernen zu verzichten. Abnehmen muss Spaß machen! Und auch die BZ-Werte werden purzeln.
    Mein Arzt wollte mich auf 1.000 kcal täglich setzen. Am liebsten hätte ich ihm den Vogel gezeigt. Ich selbst habe mir das Ziel gesetzt, nicht über 1.800 kcal zu kommen und das ist etwa die Hälfte von früher. Ich wiege alles nach und werte es täglich aus, dabei achte ich besonders auf geringere Fett- und Eiweißzufuhr. Wenn meine Familie mich fragt, wie ich das (jetzt bereits sichtbare Ergebnis) geschafft habe, sage ich immer: Um sich richtig gesund zu ernähren, genügt eine Scheibe Schwarzbrot mit einem Salatblatt obendrauf ... das ist ein Scherz!!! Natürlich esse ich alles, nur eben weniger von allem. Und wenn mich die Lust überkommt, dann esse ich auch mal eine Praline, das kommt aber maximal einmal in der Woche vor. Es klappt. Mein HBA1c liegt unter 7,0 und meine BZ-Werte sind zwar noch nicht im normalen Bereich, aber ich arbeite daran...
    Kann sein, dass manchen die Haare zu Berge stehen bei diesen Worten, aber ich komme damit gut zurecht. Jeder muss für sich seinen individuellen Weg suchen und herausfinden, was für sich selbst am besten ist. Und du schaffst das auch. Schlimm finde ich es nur, wenn man dem Heißhunger nicht nachgibt, um dann anschließend doch eine ganze Tafel Schokolade isst.
    Ich wünsche dir alles Gute und Kopf hoch!
    Viele Grüße
    Sylvia
  • Lovely

    Rang: Gast
    am 28.01.2006 20:23:01
    Hallo Klaus.

    Das habe ich sehr wohl gelesen...aber wohl zu wenig ausführlich beschrieben.

    T2 = Resistenz.

    Es ist genügend Insulin da, aber der Körper kann es nicht erkennen, bzw. nichts damit anfangen. Sobald Sprot betrieben wird, schüttet die Leber Glucose aus, um die Versorgung sicher zu stellen. Wenn ein T2 einen Wert von 240 hat und Sport macht, wird auch hier Glucose ausgeschüttet, aber das vorhandene Insulin bzw. das zusätzlich für die Glucose augeschüttete Insulin wird nicht ausreichend erkannt und verwendet. Also kommt es auch hier zu einer weiteren Zuckererhöhung.

    Täusche ich mich? Dann korrigier mich bitte.

    Gruß,
    Lovely
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 28.01.2006 21:42:04
    hallo,
    durch bewegung wird die insulinempfindlichkeit erhöht, weil die zellen plötzlich "hunger" haben, daher schüttet die leber auch aus, der effekt des erhöhten bz ist nicht bei allen, aber wenn dann nur beschränkte zeit, und führt da insulin da ist nicht zur keto.
    das beispiel kam mal im tv, da hat die patientin nach dem "radfahren" auch nen höheren bz als vorher gehabt. und die ärztin stand daneben und hat nur gestaunt.
    mfg klaus von klausdn
  • Lovely

    Rang: Gast
    am 28.01.2006 22:36:35
    Hallo Klaus.

    Ja wie verbleiben wir denn jetzt? (Kennst Du die Radio-Spots von Paul Panzer? *g*)

    Ich weiß nicht, ob ich Deinen Beitrag richtig verstanden habe.

    Du meinst also:
    Effekt des höheren BZs nach Sport ist möglich bei T2, aber nicht zwangsläufig.
    Ein T2 kommt durch den hohen Insulinspiegel praktisch nicht in eine Keto. Auch das Nicht-Erkennen des Insulins (Resistenz) ändert nichts daran.

    Vielleicht kommt ja der Hunger-Effekt der Zellen durch Sport etwas zeitversetzt. Wenn wir davon ausgehen, dass bei Sport die nötige Glucose sofort ausgeschüttet wird, dann könnte es dadurch zu einer BZ-Erhöhung kommen, weil die Insulinempfindlichkeit evtl etwas länger braucht.

    Gruß,
    Lovely
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 28.01.2006 22:51:32
    hallo loveley,
    kenne ich leider nicht, nur die panzerknacker ;-))
    aber das ist mehr als 50jahre her.(micky maus)
    insulinresistenz heißt nicht , keine rezeptoren,keine aufnahme,- nur verringert,
    auch wir können durch starke gewichtszunahme
    "und" durch insulinüberschuß resistenz entwickeln.
    man bleibt zwar t 1 , hat aber mit den gleichen problemen wie t 2 auch noch zu tun, auch mit der schwierigkeit wieder abzunehmen.
    das ist ein besonderes problem bei pumpis mit zu hoher basalrate, die müssen gegenessen, mehr insulin, mehr essen, mehr fett usw.
    gegenmittel, up regulation.(s. teupe)
    mfg klaus
    von klausdn
  • Susanne

    Rang: Gast
    am 28.01.2006 23:27:45
    Hallo!

    Also jetzt bin ich schlauer. Auf jeden Fall weiß ich,warum ich nach einem langen anstrengenden Spaziergang mit meinem Hund vor dem Frühstück nen BZ von über 160 habe. Also macht es in meinem Fall wohl Sinn, zwischen Bewegung und Messen noch 20 Minuten zu warten. Ich mache das ja auch weniger als ausgesprochener Sport, es geht mir ja vor allem um den Spaß, meinen bewegungsfreudigen Hund und die frische Luft. Aber dadurch bin ich zeitlich eben auch an den Hund gebunden, wenn der vor dem frühstück raus muss bleibt mir wenig über, und wenn er direkt nach dem essen muss kann ich auch nicht sagen "kneif die Boana zamm bis mei zugger nunter geht."

    Leider habe ich von meinem Arzt keinen Ernährungsplan, keine Kalorienzahl, gar nichts. Das würde es ja schon sehr viel einfacher machen. Eigentlich ist alles an Richtlinie: Wenig Fett, so viele Kohlehydrate dass meine Werte zwei Stunden nach dem Essen unter 180 sind (was heißt, Knäckebrot statt Vollkornbrot) und zusehen, dass ich abnehme. Das war’s dann schon. Kur meint der Arzt wäre nicht nötig, ich habe auch gefragt ob ich fürs abnehmen vielleicht WW machen könnte, meinte er nicht so lange ich nicht mehr über Ernährung bei Diabetes wüsste - aber woher soll ich das denn wissen? Ich hätte wirklich kein Problem Kalorien zu zählen, aber mir fehlen die Richtwerte. Ich nehme problemlos ab, also zu viel esse ich eh nicht.

    Ich denke aber auch nicht, dass so viele Diäten scheitern weil es nicht möglich ist abzunehmen, sondern weil das keiner Durchhält. Kohlsuppe in allen Ehren, aber kaum hört man damit auf futtert man ja doch wieder völlig normal - niemand steigert nach einer Diät entsprechend langsam die Kalorienzufuhr, gesündigt wird fleißig, und wenn mal drei Wochen ohne Erfolge bleiben gibt man gleich auf. Außerdem gelten Diätregeln nicht an Geburtstagen, auf Partys, vor Weihnachten, bei Familienfeiern, Liebeskummer, wenn man krank ist... Ich glaube, es liegt weniger and er Durchführbarkeit als an menschlichen schwächen oder Menschen, die nicht wissen, was für Vorteile das Fett ihnen bietet oder warum sie es sich angefuttert habe. Es gehört auch dazu vor sich zuzugeben "Ich bin fett, weil ich Kummerspeck ansetze, mich nicht bewege und fett unterbewusst auch seine Vorteile hat" - etwa weniger angemacht zu werden oder als gemütlich und lustig zu gelten.

    Ich kenne aber auch Leute, die erfolgreich abgenommen haben, mit Ernährungsumstellung statt Diät, für die man dann nicht an 50 tagen des Jahres Ausnahmen macht und die man nicht von heute auf morgen beendet sondern nur am Ende ab und an mal etwas mehr oder anderes isst. Ich denke, auf diesem Weg ist Abnehmen durchaus möglich und man kann das Gewicht auch halten.

    Was mache ich denn jetzt eigentlich? Sollte ich mal zu einer Ernährungsberatung gehen und die kräftig ausfragen und mir sagen lassen, was und wie viel ich essen darf? Oder gleich zum nächsten Quartal den Arzt wechseln bis ich einen finde, der mich nicht so allein lässt? Oder gibt es vielleicht ein gutes Buch, dass mir weiterhelfen könnte?

    Susanne
  • Susanne

    Rang: Gast
    am 29.01.2006 00:10:33
    Nachtrag:

    Satt werden ist ein Problem, weil dauernd meine Zuckerwerte hoch schießen, wenn ich was sättigendes esse. und solange ich vom Metformin durchfälle habe ist mir Weizenkleie wirklich zu viel - das verstärkt den effekt ja nur noch. ich versuche aber viel ballaststoffe in form von Salat zu essen (mit wenig Öl...), und jetzt habe ich Cerealien mit 12Prozent Ballaststoffen gefunden, die ich auch versuchen werde.

    Und so wie vorher essen - natürlich nimmt man nicht gerade ab, wenn man über 3000 Kalorien am tag isst - und teilweise noch deutlich mehr. wenn man dick ist hat man ja auch eine sehr hohen Grundumsatz - man stelle sich vor, ein Normalgewichtiger schleppt immer zwei Sack Kartoffeln mit, bei jedem Schritt und jede treppe hoch. Aber man kann nach dem Abnehmen schon mehr essen - indem man die Menge langsam steigert und auf das Sättigungsgefühl achtet. Das verliert man nämlich auch ab einem bestimmten gewicht - oder man ist eben gut erzogen und isst immer den Teller leer oder bis der Topf leer ist. Damit habe ich mir auch viel angefuttert...

    Susanne

  • Lovely

    Rang: Gast
    am 30.01.2006 13:07:09
    Hallo Susanne.

    Ernährungsplan:
    Wichtig ist, dass Du eine Schulung für T2-Diabetiker bekommst! Ich würde wegen dem Diabetes auch einen richtigen Diabetologen aufsuchen, Hausärzte haben darüber meist nicht viel Wissen. Ein Facharzt wird Dir auch all die offenen Fragen bzgl. Ernährung beantworten oder Dich an eine qualifizierte Ernährungsberatung verweisen.

    Dein Beitrag über die Psychologie des Fettes bzw. Dick-Seins trifft es auf den Punkt! Und diese Klarheit ist meist schon die halbe Miete.

    Satt-Werden:
    Achtung, es ist ein großer Unterschied zwischen Haferkleie und Weizenkleie! Beide haben zwar gute Ballaststoffe, aber die Haferkleie wirkt zudem "heilend" für den Darm. Nicht umsonst hat man früher schon den Magen/Darm-Kranken Haferschleim gegeben. Haferschleim/-kleie nimmt die Giftstoffe aus dem Darm auf und wirkt nicht(!) Durchfall-fördernd. Im Gegenteil, er reguliert.

    Haferkleie hat zwar auch Kohlenhydrate, aber sie sind nicht sehr blutzuckerwirksam, ähnlich die wie die Kohlenhydrate bei Erbsen.

    Gruß,
    Lovely
  • thomas2002

    Rang: Gast
    am 30.01.2006 14:31:48
    hallo susanne/klausdn,

    mein blutzucker spielt auch verrückt, wenn ich mich bei sport verausgabe. weniger, wenn ich es gemütlich angehe. das hat angeblich etwas mit aerobem und anerobem stoffwechsel zu tun.

    aerob = sauerstoffabhängig
    an = verneinung

    @all
    lasst euch rechtzeitig eine ernährungsberatung verschreiben. auch dafür gibt es spezialisten.

    sünden et al.
    viele kleine sünden sind manchnal besser als eine ultimative. will heissen, jeden sonntag kaffe und kuchen ist ok. bei einem stadtbummel 1-2 kugeln eis auch. es gibt kohlenhydrataustauschtabellen. ausserdem setzen sich nährwerttabellen auf den produkten immer mehr durch. ausserdem ist der hba1c der mittelwert der kohlenhydrate über die letzten 6-8 wochen, wenn die ernährung so beibehalten wird, ist bald eine 6,x möglich. und mit einer upregulation der insulinrezeptoren, wer weiss!? und nur knäcke ist auf die dauer langweilig. ab und an paar gramm nudeln, müssli, erbsen oder was auch immer ist bestimmt nicht verkehrt.
    am anfang 30-40% der kalorien als kohlenhydrate, später ggf mehr. von thomas2002
  • Susanne

    Rang: Gast
    am 30.01.2006 15:15:31
    Hallo!

    Thomas, Ganz blöde Frage: wie kann ich den Anteil der Kohlehydrtate am essen so gering halten, wenn ich gleichzeitig wenig fett und nicht so viel Eiweiß essen soll? Ich hab den Eindruck, ich soll 40 Prozent Kohlehydrate, 15 Prozent Eiweiß und 10 Prozent fette essen - und 35 Prozent nichts. Paar Prozente fehlen da einfach. Außerdem: wenn ich zu dem Hauptmahlzeiten nicht auf 20-35 Gramm Kohlehydrate komme bin ich zwei Stunden später sowas von am Verhungern dass ich Blödes Zeug esse wie Cornflakes von meinem Mann klaue oder Kekse futtere. Auch nicht gut.


    Lovely, leider ist der nächste Diabetologe reichlich weit weg - kein Arzt, den man mal so aufsuchen kann mit fragen. Aber ich dachte, ich nehme wenigstens mal kontakt zu einer Selbsthilfegruppe auf, vielleicht können die mir helfen - die sind wenigstens nicht gar so weit weg, auch wenn mir graut zwischen lauter Typ2 Diabetikern zu sitzen, die im Alter für den Altersdiabetes sind.

    Susanne
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 30.01.2006 17:08:42
    hallo alle,
    @susanne, wer keine probleme mit den nieren hat ist doch mit eiweiß ,( eier, mageres fleisch) nicht eingeschränkt. bitte nicht mit diäten wie atlins vergleichen.
    denn mit dem cholesterin , das ist doch inzwischen
    schnee von gestern. mein diadoc, gleichzeitig internist verschreibt zb. statine nur noch wenn wirklich werte jenseits von 300 da sind.
    die pyramide habe ch eigentlich immer nur als wandelbares modell angesehen, seinen ursprung hat sie vom us konzern kellogs !! ist also mehr reklame als grundlagenwissen. inzwischen ist sie mal wieder im umbruch.
    und nicht vergessen, wer total auf fett verzichtet, dem fehlen nach kurzer zeit die fettlöslichen vitamine.
    mfg klaus von klausdn
  • Susanne

    Rang: Gast
    am 30.01.2006 20:32:17
    Hallo!

    Klaus, das ist mir neu. Ich dachte echt, man sollte nur wenig Fleisch essen - obwohl ich wirklich nicht zum Veganer tauge. Da bleibt mir jetzt ja viel mehr an Möglichkeiten für essen - vor allem weil mein Cholesterin selbst bei strengster Betrachtung ideal ist und meine Blutfettwerte niedrig sind. Klar, ganz ohne fett ist es eh sinnlos, da fehlen dem Essen ja sämtliche Geschmacksträger - schließlich sind auch Aromen fettlöslich. Kann man ja gleich den ganzen Tag Reiswaffeln futtern.

    Was der Kellogg mit seinem Anti-Masturbations-Diät-Futter angerichtet hat... war schließlich gedacht, um Jugendliche vor den Versuchungen der Selbstbefriedigung zu bewahren - man wird ja schließlich blind davon und kriegt spastische Lähmungen.

    Susanne
  • Monika

    Rang: Gast
    am 07.02.2006 23:36:53
    Hallo liebe Susanne,
    will kurz antworten obwohl ich noch nie im forum war bisher.
    Habe seit kurzem erhöhte BZ-Werte (121-126) und auch der Langzeitwert (HB1Ac) ist zu hoch (6,6/6,7).
    Der Hausarzt wollte mir Tabl. geben habe ich abgelehnt. Nach Rücksprache beim Diabetologen
    1. Übergewicht abbauen
    2. Bewegung.
    habe sonst keine Symptome für Zucker.
    DauerStress spielt auch eine Rolle bei mir.
    Witzigerweise habe ich im Urlaub alles gegessen, was eigentlich ein Diabetiker nicht sollte und hatte normale Werte.
    Ich bin jetzt zu den Weight Watchers gegangen und das System ist sehr gut, man kann alles essen, es gibt tolle Rezepte und die Gruppe spornt an durchzuhalten.
    Was ganz wichtig ist es sind für alle Produkte Mengen angegeben und dazu die Points. Auch eine Einkausliste und restaurantfüherr gibt es.
    Ich war erstaunt wieviel points auch light-Produkte haben.
    Außerdem geh ich jetzt zum Fitness, Spazierengehen verbrennt nicht soviele Kalorien und verbleibt meistens wenn es schlechtes Wetter ist.

    Im übrigen kann ich Dir nur raten wechsle dringend Deinen Arzt, sowas kannst Du nicht gebrauchen (auch wenn Du keinen Zucker hättest), der ist nur für einen gelben Schein gut.

    Es gibt übrigens auch in der Apotheke einen Plan mit Ernährung von Dr. Mildenstein kostet ca. 3,-- Euro, da kann man am Tag 20 Chips essen (unterteilt in gute, schlechte usw.)
    Ich drücke Dir die Daumen für alles. Nur Mut aller Anfang ist schwer!
    Lieber jetzt beginnen als später wirklich Spätschäden zu bekommen.

    Liebe Grüsse
    Monika

    P.S. Vielleicht hat jemand einen rat für mich. Machen mich alle noch ganz kirre. Ich will erstmal abwarten, was nach 3 Monaten ist. Sind ja noch keine dramatischen Werte.
    Seit mein Vater krank ist und ich mich kümmern muß und gewisse andere schlimme Dinge in der Familie meines Sohnes und auch in der Firma und auch gesundheitlich bei mir (Knieprobleme, Rückenschmerzen etc) = Dauerstress sind auch meine Werte angestiegen, im Urlaub war alles prima! Obwohl Stress beeinflusst nicht den Langzeittwert wie man mir sagte.
    Tschü und Dank im voraus für Eure Hilfe.
  • Dany

    Rang: Gast
    am 13.03.2006 19:28:52
    Ja, es gibt eine Alternative zu Nutella. Bei Rewe gibt es eines (bitte frag mich nicht nachm Namen, bin grad nicht zu Hause). Dieses treibt den Zuckerhaushalt nicht so in die Höhe, hat jedoch mehr Kalorien. Habe es mir bislang ein paar Mal gegönnt und muss sagen, dass es ganz gut schmeckt. Auch im Kaufland gibt es Alternativen. Was mir aber besonders gut gefällt ist dass es nun auch eine um 50% kalorienreduzierte Marmelade für uns Kranke gibt. Wenn das nicht mal ein Fortschritt ist. Nur Mut: Schau dich beim Einkaufen um.

    Liebe Grüße, Dany