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zu viel Testreifen, Arzt meckert
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Kevin
Rang: Gastam 26.01.2006 15:03:34
Hallo,
ich habe das Problem das ich zuviele Teststreifen brauche und dauernd nervt mich mein Arzt das es so nicht weitergeht, da ihm die Krankenkasse im Nacken sitz usw.
Mein Problem ist ich bin Schichtgänger (Früh, Spät, Nacht) und bei mir ist es so das ich auf der Arbeit ganz anderes (weniger) spritzen muss als wenn ich zuhause bin, aber es kommt nunmal nicht immer hin, da ich ja keinen geregelten Tag habe, deshalb verändern sich meine Spritzfaktoren öfters mal und da ich auf der Arbeit deswegen dauernd unsicher bin, messe ich meinen BZ lieber öfters mal, hab auch schon ab und zu mal nen BZ gemessen von 40-60 ohne das ich vorher anzeichen einer Unterzuckerung hatte, die bekam ich dann erst kurz nachdsem ich den Wert gesehen habe. Und da ich Chemikant bin muss es mir nicht passieren das ich einfach so umkippe auf der Arbeit, da kann nämlich ne Menge passieren (Chemiekalien). Besonders am wackeln sind meine BZ Werte wenn ich Nachtschicht habe. Mit 200 Teststreifen komme ich ca. 2 Wochen aus. Was kann ich tun? Gibt es ein Gerät wo man nicht dauernd neue Teststreifen braucht oder so. von Kevin -
klausdn
Rang: Gastam 26.01.2006 15:50:28
hallo kevin,
vorab mein doc würde mir auch keine streifen in diesen mengen verschreiben. das geht dann wirklich aufs budget, denn solche mengen kann er "mal" mit neufeststellung(basalrate/faktor,neues insulin etc)begründen.
und zu deinem hierdrüberstehenden beitrag,
wenn das was du da eingeworfen hast, wirklich angekommen wäre rund 50khe. wärst du mit diabetischem koma auch im kh gelandet.
wir alle kennen das , wenn der bz richtung hypo geht schmeißt man oft mehr ein als nötig, aber das war extensiv.
zum thema:
hast du schon mal mit deinem doc gesprochen, ob deine insulinarten für deine wechselschicht überhaupt geeignet sind ?
lantus ist ein sog. 24 h insulin, mit idealerweise ?
gleichmäßiger wirkung. wo liegt bei dir der nutzen
wo du durch die schicht wechselnde basisabdeckung brauchst. daher auch die unsicherheit und die neigung zu unterzuckern.
nach m m brauchst du ein protaminverzögertes basalinsulin mit ca 8-10 h wirkung, dessen menge der arbeit/freizeit angepasst wird.
die zweite möglichkeit ist die pumpe, mit drei besser vier basalratenprofilen.
1. 2. 3. schicht+freizeit.
übrigens traubenzucker der im wc landet kann im darm nicht mehr aufgenommen werden.
und die magen/darm probleme müssen vom doc abgeklärt werden, du kannst doch nicht bolus spritzen ohne zu wissen, ob und wieviel , drin bleibt.
daher zuerst eine doc tour , ist echt nevig, aber da müssen wir alle durch.
mfg klaus von klausdn -
Kevin
Rang: Gastam 26.01.2006 16:34:26
Das ist ja das Thema, mit neu einstellen, den einen Tag brauche ich mehr Insulin den anderen Tag wieder weniger, mein Arzt sagt ja auch nur das das wohl an der Schicht liegt, ich war zur Schulung in Eckernförde und die sind echt gut da und die haben mich dann auch gleich neu eingestellt, das war im August und bis jetzt bin ich da gut mit langekommen, aber jetzt seit dem Magen Darm Infekt ist wieder alles anders und ich stelkl mich grad selber wieder ein.
Das Lantus hat mein Arzt mir ja gegeben als ich mit dem Protaphan nicht mehr richtig klarkam. von Kevin -
Michael Goebel
Rang: Gastam 26.01.2006 21:32:44
Hallo Kevin,
gehe am besten zu einemDiabetologen der darf 300 Stück aufschreiben ist ja auch ein Facharzt,
Aber das kenne ich von meinem Hausarzt bei der Krankenkasse war ich persönlich und habe gesagt was ist billiger die Teststreifen oder ständiger Krankenhaus aufenthalt? von Michael Goebel -
klausdn
Rang: Gastam 27.01.2006 18:06:39
hallo michael,
der doc darf aufschreiben soviel wie er für nötig hält,
und das sind in begründeten fällen auch mal 600. bei pumpis 800.
und dazu brauchts keinen diabetologen, das macht auch der hausdoc, aber eben nur einmal und nicht ununterbrochen, denn dann kommt er an seine budgetgrenzen.
abgesehen davon haben die finger ja auch eine leidensgrenze.
mfg klaus von klausdn -
Kevin
Rang: Gastam 30.01.2006 12:52:35
OK,
Michael mich würd interessieren was die Krankenkasse dann da zu dir gesagt hast als du denen mit dem gutem Komentar gekommen bist? Ist ja auch so, was ist besser, Langzeitschäden oder bei Unterzuckerungen umkippen wenn man nicht misst, oder lieber ein paar mehr Teststreifen benutzen und sich selber auch sicherer fühlen dabei (auich grade bei der Arbeit, ich kann nicht immer messen da ich in einem Chemiebetrieb arbeite und da kann es dann auch schonmal schlecht sein wenn ich im Gasschutzanzug bin und nicht mal eben Traubenzucker zu mir nehmen kann wenns auf einmal kritisch wird oder man in 10 - 15 m Höhe arbeitet und eine Unterzuckerung bekommt).
Gruss von Kevin -
ThoFrei
Rang: Gastam 02.02.2006 00:13:04
Hallo Kevin,
die Verordnung der Teststreifen richtet sich in erster Linie nach der Einstellung deines Diabetes. Ich bin bei der A.... versichert und dort ist es unwichtig wieviele Teststreifen ich benötige. Mein Diabetologe kann nach Ermessen 500 oder mehr aufschreiben, wenn es meine Einstellung erfordert.
Wer rechnen kann kommt dann auf 4-6 Messungen pro Tag. Vor und nach den Mahlzeiten, sowie zur Nacht nochmal. Selbst bei nur 4 Messungen pro Tag bist du im Quartal bei 340 Teststreifen. Also lass dich mal vom DDB oder der DDG beraten oder gehe direkt zu deiner Krankenkasse.
Gruß
Thomas von ThoFrei