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OGGT Werte, sind da, was soll ich machen?

  • iamanton

    Rang: Gast
    am 03.02.2010 12:59:34
    hallo alle zusammen,
    war beim Diabetologen. Werte sind: nüchtern:112, nach 2 Stunden 151. Was soll ich machen jetzt? Bin ich noch zu retten? total verzweifelt.
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 03.02.2010 13:17:52
    wenn Du so fragst, eindeutig NEIN ;-)

    Was sagt denn der Dok? von Jürgen
  • iamanton

    Rang: Gast
    am 03.02.2010 13:55:23
    er will abwarten, ob ich I oder II bin. Momentag kein Behandlungsbedarf. aber trotzdem bin ich verunsichert, obwohl ich sportlich bin und nicht dick und nichtraucher bin.
    ist es schlimm?
    Wie sieht die Entwicklung aus? von iamanton
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 03.02.2010 14:20:38
    Super. Woran will er den Typ denn festmachen? Schließlich gibt es auch schlanke 2er? Und Antikörper können 2er und gesunde auch haben. Hast nen echten Schlaumeier ;-)

    Anyway, Diagnose-Schwellen sind mehr als 125 nüchtern und mehr als 200 2 Stunden nach dem Zuckerwasser.
    Gesund heißt bis max 90 nüchtern, max 140 1 Stunde nach dem Zuckerwasser und nach 2-3 Stunden wieder unter 90.
    Deine Testwerte stecken da dazwischen in der Höhe, in der ein Diabetiker als super eingestellt gilt.

    Im Prinzip hat der Dok also recht: er kann fachoffiziell nichts machen. Aber Du kannst. Du kannst z.B. so futtern, dass Dein BZ 1 Stunde nach dem Essen unter 140 und damit im gesunden Rahmen bleibt. Und ich kenne eine ganze Reihe Betroffene, bei denen damit auch der Nüchternwert wieder zurück gegangen ist.

    Nicht missverstehen: Das ist keine wundersame Reparatur der defekten Blutzucker-Automatik. Dafür gibt es bislang noch keine vernünftige Idee. Es ist nur ihre vernünftige gewissermaßen manuelle Entlastung, die wenige Tage bis Jahre funktionieren kann.

    Daumendrück, Jürgen
  • iamanton

    Rang: Gast
    am 04.02.2010 14:38:04
    Danke Jürgen! Heißt es, daß ich schon Diabetiker bin? Woher kommt diese Krankheit? Wie sieht dein Rezept aus? Was soll ich konkret machen? Werde ich je wieder gesund. Ich meine, wenn ich die normalen Werte erreiche, heißt es, daß es geheilt ist? Oder muss ich mein ganzes Leben lang damit leben.
    Der Schlaumeier sagte, (er ist sehr nett und macht einen kompetenten Eindruck!), daß ich Dauersport machen soll und 1-2 Kg abnehmen. Ich mache jetzt schon viel Sport. 1-2 Kg schaffe ich noch. Nur ich habe noch eine andere Krankheit, Ashimoto Thyreordithis, (Schilddrüsenentzündung). Mein Hausarzt meinte, es könnte damit zusammen hängen, weil die beiden Drüsen betroffen sind.
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 04.02.2010 17:37:16
    Tja, Du hast so ganz von selbst keinen gesunden BZ-Verlauf mehr. Heilung würde bedeuten, dass alles von allein vollautomatisch völlig gesund funktioniert. So etwas ist bis jetzt noch für keine Diabetes-Form bekannt, und bekannt ist bis jetzt auch noch nicht, wie wir an unseren Diabetes kommen. Wir können alle nur wie schon beschrieben vor allem mit dem Futter dafür sorgen, dass unser BZ im gesunden Rahmen bleibt. Und wenn das nicht mehr reicht, nüssen wir halt entsprechend Medis zur Hilfe nehmen.

    Auch wenn das für die meisten Außenstehenden und Neulinge zunächst der Horror ist, ist Insulinspritzen bislang die Medikation mit den wenigsten unerwünschten Nebenwirkungen und der besten Anpassungsmöglichkeit an den jeweiligen Bedarf. Und Du hast gute Chancen, dich nicht erst mit Tabletten plagen zu müssen, sondern gleich mit Insulin anfangen zu dürfen.
    Denn Hashimoto ist eine Autoimmunerkrankung. Das heißt, Dein eigenes Immunsystem frisst infolge Fehlsteuerung wichtige Zellen in Deiner Schilddrüse ab. Und so eine Fehlsteuerung neigt dazu, auch andere Bereiche zu betreffen - die dem System vielleicht ähnlich gut schmecken ;-( Die Beta-Zellen des Pankreas, in denen unser Organismus das meiste von seinem Insulin produziert, gehören wohl öfter dazu :-( Hashimoto und Typ1 kommen gerne zusammen vor.

    Aber Du hast Glück im Unglück: so weit die Medizin bisher sehen kann, ist bei Typ1 nur die Insulinproduktion defekt. D.h. im Betrieb ist man in dem Maße praktisch gesund, in dem man sich jeweils passend Insulin spritzt. Und passend Insulin spritzen ist heute keine Hexerei mehr :-)

    Daumendrück, Jürgen
  • iamanton

    Rang: Gast
    am 04.02.2010 21:24:09
    Danke Jürgen! Es ist einiges geklärt worden. Mein Doc sagte aber zu mir, in seinen Auguen ist Typ I fataler als Typ II. Wie meint er denn? Wenn man Herzinfakttest in Zeitungen und Zeitschrift mitmacht, steht immer, wenn man sich Insulin spritzt, ist das Risiko größer als normale Menschen. Was ist denn mit Nierenversagen? Es ist für mich ein Horror, wenn man denkt, daß eines Tages Nieren versagen. Man kämpft gegen die Natur. Es ist doch chancenlos.
  • thomas2002

    Rang: Gast
    am 05.02.2010 00:37:48
    Mein Doc sagte aber zu mir, in seinen Auguen ist Typ I fataler als Typ II.
    die sache mit typ1/2. der nachteil eines einsers ist, daß er mit ohne insulin schnelller entgleist. der vorteil ist, daß die frühe verschreibung von insulin und teststreifen idr einen geringeren diskussionsgrad benötigt. insulin ist teuer, insulinpumpe ist teuer, blutwäsche und salamitaktik ist jenseits des horizontes.

    das erhöhte risiko liegt nicht in der einname des insulin, sondern in der wirkung erhöhten blutzuckers auf den körper. es ist einiges mit dem bewusten leben, essen, messen und spritzen machbar. von thomas2002
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 05.02.2010 01:29:12
    Dein Dok hat Recht: die beste Einstellung, die er seinen Diabetikern verordnen kann, verhindert nicht, dass die überwiegende Mehrheit Fogekrankheiten sammelt. Einer von 100 Typ2 hat schon wenigstens eine bei Erreichen(!) der Diagnosereife, 10 Jahre weiter schon wenigstens jeder 5. Und nach 30 Jahren hat vielleicht noch 1 unter 100 keine Folgekrankheiten, bei Typ1 eher mehr.
    Die beste ärztlich verordnete Einstellung ist nüchtern 100-140mg/dl und 2 Stunden nach dem Essen max 140 (USA max 180), und der Durchschnitt liegt deutlich höher.

    Interessant: Unter Diabetikern ohne Folgekrankheiten mehren sich mit dem Dienstalter die Verrückten. Als verrückt gilt, wer schon in jungen Dienstjahren dem Vorbild der gesunden BZ-Automatik folgt und seinen BZ im Rahmen von max 140-120-100mg/dl 1-2-3 Stunden nach jedem Input steuert. Ein Arzt kann das nicht einstellen, weil er nicht in jeder Situation nahe genug am Betroffenen ist. Kann also nur der Betroffene selbst machen, muss dafür aber schon ein bisschen systematische persönliche Entdeckungsarbeit leisten und sich dann danach richten.

    Niemand hindert Dich, Dein Leben als so ein Verrückter mit weit überwiegend gesundem BZ-Verlauf zu gestalten und ohne Folgekrankheiten und voll funktionierenden Augen und Füßen und Nieren und... zu genießen - außer Dir selbst! von Jürgen
  • Cybermaus

    Rang: Gast
    am 05.02.2010 05:51:17
    > Und nach 30 Jahren hat vielleicht noch 1 unter
    > 100 keine Folgekrankheiten, bei Typ1 eher mehr.

    Komisch ist,das ich mehrere aus meinen Umfeld kenne,die länger als 30 Jahre Dm haben und keinerlei Spätschäden.Da kann deine Vermutung wohl kaum stimmen,es sei denn,sie haben Humaninsulin genutzt. ***grins*** von Cybermaus
  • iamanton

    Rang: Gast
    am 08.02.2010 21:57:41
    scheinbar seid ihr alle sehr erfahren in der Sache.
    Einige fragen von mir dennoch sind offen geblieben:
    1. ich habe gelesen, daß NUR 30% von Menschen mit anormalem Zuckerwert in den nächsten 5 Jahren zu DM entwickeln. Ist es wahr?
    2. Was darf ich denn jetzt essen, was darf ich denn absolut nicht. Ich habe gerade ausnahmsweise ein kleines Stück Lindt gegessen. Ist es eine Sünde?
    3. Darf ich fleisch essen? Oder soll ich Fleisch vermeiden?
    4. Ich bin jeden Tag joggen gegangen. Ist es hilfreich? zwischen 5-10 KM. Ich vermeide jetzt Nudel und Reis. Alkohol trinke ich auch nicht mehr.
    Ich werde HEILIG!!!!!
  • Tipp

    Rang: Gast
    am 10.02.2010 09:23:49
    Was du essen darfst?

    Du könntest dich 1. um eine Diabetes-Schulung bei deinem Arzt bemühenund 2. beginne, zu lesen, WAS in den Lebensmitteln eigentlich drin ist und 3, darauf achten, wenige KH zu dir zu nehmen und4. dir die Mühe machen, deine Fragen auch damit selbst zu beantworten, indem du dir die Mühe machst und im Archiv liest.
    Ein zu empfehlendes Forum ist dieses:
    www.diabetesinfo.de.

    Auf statistische Daten geb ich nix. von Tipp