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Zeitgefühl nach Unterzuckerung
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Martin
Rang: Gastam 13.08.2005 23:56:09
Tag zusammen!
Ich hab mal ne Frage, die vielleicht nicht einfach zu beantworten ist. Ich habe am Dienstag ne wirklich heftige Hypo gehabt, kombiniert mit extremer Übelkeit und Kopfschmerzen. Ich bin ins Krankenhaus (mein Zucker war ok) und die haben mich dabehalten, CT gemacht usw, weil ich halt verwirrt war und nicht mehr sagen konnte, welcher Tag ist usw. Mittlerweile bin ich wieder zu Hause und eigentlich ist alles schön, aber ich kann mich immer noch nicht an Sonntag/Montag erinnern und mein Zeitgefühl ist irgendwie völlig aus dem Ruder. Ich vergesse Sachen schnell wieder, und wenn ich mich dran erinnere, kostet es sehr viel Energie, das zu tun. Ist hier sowas bekannt oder schon mal erlebt worden? Macht mit gerade ein bißchen Sorgen.
Gruss
Martin
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Lovely
Rang: Gastam 14.08.2005 00:16:29
Hallo Martin.
Unser Gehirn arbeitet nur mit Zucker. Bei jedem (schweren) Unterzucker ist das Gehirn vollkommen unterversorgt und nicht mehr in der Lage zu arbeiten. Bei jedem Unterzucker sterben einige Gehirnzellen ab (so sagt man). Allerdings erneuern sich auch immer wieder welche.
Das fehlende Zeitgefühl kenne ich auch von einer sehr schweren Unterzuckerung. Das ist ein furchtbares Gefühl, weil man nicht mehr weiß, ob Sommer oder Winter, Tag oder Nacht, Arbeit oder Wochenende, Morgen oder Abend ist.
Normalerweise ist (zumindest war es bei mir so) dieser Zustand nach einem Tag wieder vorbei. Solltest Du eine Gedächtnis-Lücke haben aus der Zeit des Unterzuckers (einige Minuten o.ä.), wirst Du damit leben müssen, die Minuten kommen nicht wieder. Wie auch? Das Gehirn konnte in der Zeit der Unterversorgung keine Daten abspeichern.
Mach Dir nicht zu große Sorgen. Ein dauerhafter Schaden ist zwar lt. Literatur möglich, aber eher selten.
Gruß,
Lovely -
Martin
Rang: Gastam 14.08.2005 00:30:36
Hallo!
Danke für die Antwort ...Aber das Problem ist ja, dass es nicht nur ein paar Minuten sind, die mir da fehlen, sondern zwei ganze Tage (die vor der Hypo) .. Ausserdem ist mein BZ ja jetzt wieder in Ordnung, und trotzdem spinnt mein Zeitgefühl und mein Erinnerungsvermögen.
Gruss
Martin
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Gast
Rang: Gastam 25.02.2012 22:24:27
Sterben Gehirnzellen bei einer Unterzuckerung von 24 ab -
am 26.02.2012 00:45:06
hallo Gast.
Es sterben laufend Gehirnzellen aus diversen Gründen ab ohne dass das merkliche Auswirkungen hat.
Das Gehirn braucht für seinen Energiebedarf hauptsächlich Glucose. Fällt der Nachschub z.B. wegen Unterzuckerung aus dann springen verschiedene Mechanismen an um den Bedarf weiterhin zu decken.
Fällt allerdings auch das aus dann braucht man die Frage nach dem Absterben von Gehirnzellen auch garnicht mehr stellen ;-)
Hier ein langer aber interessanter Text
Grüße Havier
--- solange du hier noch Fragen stellen kannst ist alles in Ordnung ;-) ---
Bearbeitet von User am 26.02.2012 14:43:40. Grund: Nicht angegeben -
Gast
Rang: Gastam 26.02.2012 14:35:52
Moin Martin,
ne Unterzuckerung macht Hunger, tierischen Hunger. Deswegen wird doch da immer so heftig dagegen gefressen, dass der BZ anschließend einen Höhenflug einlegt. Übelkeit passt da nicht.
Wer noch selbst ins kranke Haus gehen kann, hat keine schwere Unterzuckerung. Denn damit wäre er bewusstlos oder würde auf dem Weg in die Bewusstlosigkeit krampfen und könnte sich garantiert nicht mehr zielgerichtet bewegen oder zusammenhängend lallen.
Und erst und nur für diese Zeit, in der man bewusstlos ist oder so nahe dran, dass man für alles unbedingt auf fremde Hilfe angewiesen ist, gilt der unterzuckerbedingte Filmriss und die Befürchtung, dass das auch graue Zellen kosten könnte.
Was Du beschreibst, passt alles nicht zur Unterzuckerung. Wer ist eigentlich auf die Idee gekommen, das so zu bezeichnen?
Bin neugierig, Jürgen -
Gast
Rang: Gastam 26.02.2012 14:38:45
genijahl, bin ich wieder auf nen 6jährigen rein gefallen ,( -
Gast
Rang: Gastam 26.02.2012 16:58:12
Konzentrationsschwäche ? Sehstörungen ? oooh oooh ... dass sieht mir aber sehr nach Unterzucker aus ;-)
H4 -
Gast
Rang: Gastam 26.02.2012 17:47:13
havier schrieb:
hallo Gast.
Es sterben laufend Gehirnzellen aus diversen Gründen ab ohne dass das merkliche Auswirkungen hat.
Das Gehirn braucht für seinen Energiebedarf hauptsächlich Glucose. Fällt der Nachschub z.B. wegen Unterzuckerung aus dann springen verschiedene Mechanismen an um den Bedarf weiterhin zu decken.
Fällt allerdings auch das aus dann braucht man die Frage nach dem Absterben von Gehirnzellen auch garnicht mehr stellen ;-)
Hier ein langer aber interessanter Text
Grüße Havier
--- solange du hier noch Fragen stellen kannst ist alles in Ordnung ;-) ---
Hallo Havier
Ich möchte mich bei Dir herzlich bedanken.
Die Anfrage , meine Tochter ist 10 Jahre und ist an Zucker im 3 ten Lebensjahr erkrankt, ich mache mir sehr viel Gedanken, ich habe laufend Probleme mit der Schule oder andere Behörden.
Danke
Tschüß -
Gast
Rang: Gastam 26.02.2012 18:23:48
schrieb:
meine Tochter ist 10 Jahre und ist an Zucker im 3 ten Lebensjahr erkrankt, ich mache mir sehr viel Gedanken, ich habe laufend Probleme mit der Schule oder andere Behörden.
Dann sollte sie langsam in der Lage sein, ihren Blutzucker selbst zu steuern. Das können heute die Kinder häufig schon, wenn sie in die Schule kommen.
Weil uns Eltern das Anleiten dazu öfter eher schwer fällt, gibt es jedes Jahr ne ganze Reihe Ferienfreizeiten, in denen die Kinder super professionell angeleitet werden. Eine wichtige Stelle für die Frage danach ist Deine Krankenkasse. Und im diabeteskids-forum findest Du bestimmt, wie andere Eltern ähnliche Herausforderungen bewältigt haben.
Daumendrück, Jürgen