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  • Esther Sanker

    Rang: Gast
    am 26.07.2005 16:45:53
    Ich habe einen Sohn jetzt 23 Jahre mit Diabetes Typ I seit seinem 9 Lebensjahr. Leider akzeptiert er seine Krankheit nicht,dementsprechend geht er auch mit Bluzuckermessung und spritzen um.Er hat jetzt über ein halbes Jahr kein Langzeitinsulin gespritzt und somit lagen seine Werte immer um die 350 mit Spitzen sogar von über 600.Ich konnte ihn dazubewegen in eine Klinik zu gehen um sich neu einstellen zu lassen.Nach gründlicher Untersuchung hat man leider schon Anzeichen für Spätschäden festgestellt.D.H. an den Augen an der Niere und an seinen Füssen gibt es Stellen,wo er heissund kalt nicht mehr spührt.Der Arzt hat mir gesagt,dass er mir nicht alles sagen darf und mein Sohn gibt die Einwilligung nicht.Ich weiss nicht mehr was ich noch tun soll,Ich will ihn doch nicht verlieren.Nach jedem Klinikaufenthalt, geht es 3 Monate gut und dann verfällt er wieder ins alte Lot. Hat jemand ähnliche Probleme.? Weiss jemand ob das Arbeitsamt für Diabetiker eine Umschulung bezahlt?Ich werde für ein paar Antorten sehr froh.Vielen Dank
  • thomas2002

    Rang: Gast
    am 27.07.2005 01:59:59
    dem arbeitsamt ist es egal, ob ein umschüler dm hat oder nicht.

    btw ist das küken 23. wenn er sich die kleinigkeiten einhandeln will ist es sein bier. und er hat sich etwas dabei gedacht, als er seinem arzt die einwilligung verweigert hat - zum guten oder schlechten. sollte akzeptiert werden. von thomas2002
  • Reinhard

    Rang: Gast
    am 27.07.2005 09:27:32
    Sorry, die Antwort von Thomas ist nun alles andere als hilfreich ... :-(

    Einfach bei der Arbeitsagentur fragen, ob eine Umschulung in Frage kommt.

    Ansonsten: Solche Fälle bei jungen Typ 1 Diabetikern sind durchaus nicht selten. Nachher ist das Gejammere dann groß. Vielleicht läßt er sich dazu überreden, einen Psychologen, der sich auf solche Diabetiker-Probleme spezialisiert hat, aufzusuchen oder auch eine Reha-Kur in einer guten Diabetes-Klinik mitzumachen.

    Ich drück Euch die Daumen, daß es eine Wende zum Besseren gibt!

    von Reinhard
  • Reinhard

    Rang: Gast
    am 27.07.2005 09:33:09
    Noch ein Nachtrag:

    Vielleicht helfen ihm ja auch schon die Bücher von Dr. Axel Hirsch, z.B. "Mit Diabetes leben lernen" u.a.

    Hat er PC und Internet? Es gibt viele Diabetes-Foren zum Austausch mit anderen Diabetikern, dieses hier ist nur eines davon. von Reinhard
  • keule

    Rang: Gast
    am 27.07.2005 10:51:42
    Leute, das bübchen ist 23 jahre alt!!! nach neuer zeitrechnung also seit ca. 5 jahren volljährig!!! liebe übermama, verstehe zwar die sorge um´s bübchen aber laß ihn endlich erwachsen werden! wahrscheinlich macht er mama auch noch für seine besch...eidenen werte verantwortlich! tritt in den hintern, unter mama´s rock weg! vogel friss oder stirb!
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 27.07.2005 18:55:38
    Hallo anonymie,

    tja, da ist guter Rat teuer, es ist die Frage weshalb er sich so verhält.
    Im Übrigen kann man ihm nicht helfen wenn er es nicht selbst will.
    Es gibt eine Möglichkeit Deinen Sohn einstellen zu lassen, die wird aber sehr wahrscheinlich böse Konsequenz für Dich haben, er wird den Kontakt vielleicht abbrechen weil Du gegen seinen Willen handelst..
    Man kann ihm gerichtlich auferlegen sich darum zu kümmern, habe ich schon bei jemandem erlebt, der findet das absolut daneben, hält sich aber dran um Unangenehmem aus dem Weg zu gehen.

    Solltest Du drüber nachdenken, Magersüchtigen und Selbstmördern wird so auch "geholfen"..

    Viel Glück und viel Kraft dafür.
    Daniela
  • Sabine

    Rang: Gast
    am 31.07.2005 03:07:40
    Ich verstehe Deine Angst, lange Jahre hast Du Sorge dafür tragen müssen, daß Dein Sohn gut eingestellt ist und seit er die Verantwortung dafür alleine hat, zerstört er sich. Es ist natürlich möglich, einen gesetzlichen Betreuer per Gericht bestimmen zu lassen für den Bereich Gesundheit, dafür brauchst Du aber die Unterstützung seiner Ärzte. In jeder Stadt gibt es einen sozialpsychiatrischen Dienst, der in solchen Fällen wie der Sebstzerstörung Deines Sohnes sehr kompetent und kostenlos berät. Du findest den SPD beim Gesundheitsamt. Ich kann Dir in Deinem Fall nur dringend dazu raten, weil Du ihnen alles abgeben kannst, sie kümmern sich um Organisatorisches, begleiten ihn. Es wird eine Entlastung für Dich sein, weil Du zu sehr emotional betroffen bist.
    Ich hoffe, Du kannst Dich zu diesem Schritt entscheiden, es ist die beste Lösung für Euch. von Sabine
  • carolin

    Rang: Gast
    am 01.08.2005 13:39:05
    Ich bin selbst 24 Jahre alt und habe genauso lange wie Dein SOhn Diabetes. Bis zu gewissen Grenzen kann ich ihn gut verstehen, dass er keine Lust hat auf seine Krankheit zu achten, aber was er da betreibt ist Verstümmelung auf Raten. Tut mir leid, dass ich das so sage, aber dass er nach so einer kurzen Zeit schon Spätfolgen hat, ist wirklich sehr schlimm. Du hast geschrieben, dass er seine Krankheit mit 9 Jahren bekommen hat. Ich war auch in dem Alter und ich hatte auch Phasen, in denen mein HBA1c wirklich nicht besonders gut war, aber was Du erzählst ist wirklich unglaublich. Ich muss sagen, was mir wirklich sehr geholfen hat, war die Umstellung auf die Insulinpumpe. Deiner Mail habe ich entnommen, dass er sich selbst spritzt. Das Schöne an einer Pumpe ist nicht nur, dass man den Diabetes "relativ" nebenbei laufen lassen kann und immer noch wirklich super Werte hat, sondern auch, dass das häufige spritzen wegfällt. Basalinsulin übernimmt die Pumpe dann komplett. Wenn er jetzt gar kein Basalinsulin mehr spritzt, scheint er wirklich gar keine Lust mehr auf den Umgang mit seiner Krankheit zu haben. Überleg Dir gut, ob Du was vor Gericht unternehmen willst. Ich muss sagen, ich glaube auch nicht, dass sich das Gericht so einfach auf Deine Seite schlagen wird. Das ist ja ein Eingriff in seine Grundrechte, da müssen schon wirklich massive Voraussetzungen vorliegen. Meines Wissens ist es bei Magersüchtigen auch nur dann so, wenn sie an der Schwelle zu Leben und Tod stehen, aber das ist ja bei deinem Sohn noch nicht gegeben. Aber ich bin kein Anwalt, nur Jura-Studentin und daher bin ich mir bei dem Bereich nich sicher. Und eine solche Klage muss man sich sehr gut überlegen, denn ich denke, so würdest Du ihn verlieren.
    Ich war und bin immer noch sehr oft genervt von der Fürsorglichkeit meiner Mutter und ich denke Du musst bei dem Thema sehr vorsichtig sein, weil Du sonst immer nur das Gegenteil erreichen wirst. Die Pumpe kann ich Euch wirklich nur ans Herz legen, ich denke, dass es ihm ernorm helfen würde, wenn er mit wenig Aufwand Erfolge hat und er dann auch irgendwann ganz automatisch anfängt ein bisschen ehrgeizig zu werden, was seine Werte betrifft.

    Aber wenn er nicht will, glaube ich wirst Du nur wenig tun können.In jeden Fall, wüsche ich Euch von ganzem Herzen, alles Gute. von carolin
  • Sabrina

    Rang: Gast
    am 19.08.2005 13:09:45
    Es ist bestimmt unheimlich schwer für dich dass mit anzusehen wie dein sohn sich selber so aufgibt.

    Habt ihr schonmal überlegt ihm eine Insulinpumpe zu geben?
    Mein Freund der Diabetes hat, hat seit dem er eine Pumpe hat ein ganz neues Lebensgefühl bekommen, er lebt richtig gut damit und er muss nur etwas eintippen wenn er was isst und sich nicht mehr so oft spritzen am Tag.

    Es ist dennoch für mich auch unvorstellbar dass er seinem Körper ständig derartige hohe Werte zumutet...und dass es ihm so egal ist wie sein Körper darauf reagiert. von Sabrina
  • Sabrina

    Rang: Gast
    am 19.08.2005 13:09:45
    Es ist bestimmt unheimlich schwer für dich dass mit anzusehen wie dein sohn sich selber so aufgibt.

    Habt ihr schonmal überlegt ihm eine Insulinpumpe zu geben?
    Mein Freund der Diabetes hat, hat seit dem er eine Pumpe hat ein ganz neues Lebensgefühl bekommen, er lebt richtig gut damit und er muss nur etwas eintippen wenn er was isst und sich nicht mehr so oft spritzen am Tag.

    Es ist dennoch für mich auch unvorstellbar dass er seinem Körper ständig derartige hohe Werte zumutet...und dass es ihm so egal ist wie sein Körper darauf reagiert. von Sabrina