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Unterzuckerung mitKrampfanfällen
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Anne
Rang: Gastam 13.04.2005 17:43:47
hallo,
auch ich habe seit 2 1/2 Jahren Probleme mit Diabetes und Krampfanfällen. Ich bin seit 25 Jahren Diabetikerin und hatte 23 Jahre lang nur einen schweren Hypo mit Bewußtlosigkeit aber ohne Krampfanfall. In dieser Zeit habe ich in den ersten 13 Jahren meiner Erkrankung Humaninsulin Depot H und Alt Insulin gespritzt. Aber ich denke zu dieser Zeit waren die Humaninsuline noch lange nicht so aggressiv wie heute (z.B. Humalog). Dann hatte ich Störungen meiner Hypo-Wahrnehmungen und wurde in der Diabetes-Klinik in Bad Mergentheim auf Schweineinsulin ACS und DCS umgestellt. Da ich auch unter dem Dawn-Syndrom leide habe ich für die Nacht Semilente (auch ein Schweineinsulin) angepasst bekommen. Ich kam all diese Zeit mit diesen Insulinen gut zurecht. Bis dann mein Blutzuckerwerte immer schlechter wurden und eine Neueinstellung erforderlich machten. Ein Krankenhaus in unserer Nähe mit einer scheinbar guten Diabetes-Abteilung hatte mich im Sommer 2002 ambulant aufgenommen. Da das Krankenhaus seinerzeit jedoch kein Platz für Neuaufnahmen hatte (man muss sich das mal vorstellen !!!) wurde ich von dem Arzt mit einer Anweisung versehen was u. wieviel ich wann spritzen sollte. Ich wurde auf Humalog und Huminsulin Basal (bei Nacht blieb Gott sei Dank Semilente) eingestellt, habe Tagebuch geführt und musste nach 2 Wochen wieder vorsprechen und die Werte wurden besprochen. So wurde eine Anpassung der Insolindosis erzielt. Im Nov. 2002 (ca. 4 Monate nach dieser Neueinstellung) hatte ich eine vermutlich schwere Unterzuckerung erstmalig mit einem schweren Krampfanfall, der wie ein epileptischer Anfall aussah. Ich war daraufhin insgesamt 6 Wochen im Krankenhaus. Zuerst in einer neurologischen Abteilung, da mein BZ nach Eintreffen des Arztes bereits bei 70 war und so eine Unterzuckerung nich t eindeutig nachweisbar war. Ich könnte jetz noch Romane schreiben, wen es interessiert kann mich ja direkt erreichen. Habe zeitweilig Medikamente gegen Epilepsie eingenommen und sie wieder abgesetzt. Letzte Woche hatti ich nunmehr den 2. schweren Krampfanfall und wäre fast daran gestorben wäre nicht zufällig mein Sohn nach Hause gekommen und hätte mich gefunden. Der Notarzt hat sofort den BZ getestet und er war bei 38. Diesmal stand fest, Krampfanfall infolge schwerer Hypo.
Erwähnen möchte ich noch, dass ich bei Nacht meine Unterzuckerungen bemerke und mir so etwas noch nie bei Nacht passiert ist. Vielleicht aufgrund von Semilente (tierisches Insulin). Ich bin jetzt auf der Suche nach einer Spezialklinik, die ich meiner Meinung nach dringend brauche. Hat von euch jemandem Erfahrungen auf diesem Gebiet und kann mir weiterhelfen ? Ich wäre sehr dankbar dafür.
von Anne -
Anke S.
Rang: Gastam 15.04.2005 13:26:33
Hallo Anne,
tut mir leid, dass du so etwas durchmachen musstest .... ! Ich hoffe, du hast dich vom letzten Anfall inwzwischen gut erholt ?
Anfälle werden meines Wissens weniger durch die Art eines Insulines, sondern vor allem durch sein Wirkungsprofil provoziert.
Humalog ist, wie du sagst, ja ein Insulin dass sehr schnell wirkt und den BZ damit auch sehr schnell senken kann.
Wenn Humalog für deine Einstellung nicht optimal passt, wäre es bestimmt eine Möglichkeit, statt diesen schnellen Analoginsulins ein sog. Normalinsulin (z.B. Insuman Rapid) zu verwenden, das zwar ebenfalls ein Kurzzeitinsulin ist, aber wesentlich langsamer anflutet. Damit ist die Gefahr für ein schnelles Absacken des BZ schon einmal wesentlich gemildert.
Unter www.schwerpunktpraxis.de kannst du nach Diabetologen oder Kliniken in deiner Umgebung suchen, die sich an und für sich mit dem Thema auskennen sollten ;-)
Viele Grüße Anke von Anke S.