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Diabetiker nach Zellverpflanzung geheilt - Brisant Sendung vom 14.03.05

  • Sara

    Rang: Gast
    am 16.03.2005 11:36:45
    Hallo zusammen,

    am Montag kam im Fernsehen bei Brisant ein Beitrag über die Heilung eines Typ 1 Diabetikers in England der durch Zellverpflanzung erfolgreich geheilt wurde - mehr dazu unter:

    http://www.mdr.de/brisant/gesundheit/1857596.html

    Ich (auch Typ 1 Diabetikerin) stehe dem ganzen etwas skeptisch gegenüber, auch weil in der Sendung von "hohen Nebenwirkungen" die Rede war, die jedoch nicht näher erläutert wurden(!).

    Wer weiß mehr darüber, bzw. hat Lust, sich zu diesem Thema etwas auszutauschen?
    Würde mich freuen.

    Viele Grüsse,

    Sara
  • Lovely

    Rang: Gast
    am 16.03.2005 13:01:42
    Hallo Sara.

    Die Zellverpflanzung wird idR nur bei Menschen gemacht, die ohnehin schon ein Transplantat haben. Das liegt daran, dass nach einer Zellverpflanzung ein Leben lang "Antisuppressiva" genommen werden müssen, das sind Medikamente, die verhindern sollen, dass ein neues (fremdes) Organ abgestoßen wird.

    Die Nebenwirkungen dieser Antisuppressiva sind nicht unerheblich, weil sie das gesamte Immunsystem auf niedrigster Stufe halten bzw. "lahm legen", um eine Abwehr gegen das neue Organ zu verhindern.

    Eine Chance auf ein Spenderorgan oder Spenderzellen haben meist nur die Menschen, die schon zur Dialyse müssen, die also wirklich in Not sind.

    "Normale" Diabetiker sollten nicht die Hände in den Schoß legen in der Hoffnung auf Heilung. Es ist relativ einfach, seinen Diabetes in den Griff zu bekommen, wenn man halt einige wenige Regeln beachtet.
    Andern gesagt: Die Nebenwirkungen einer Transplantation stehen in keinem Verhältnis, aus einem "normalen" Diabetiker einen Transplantationspatienten zu machen.

    So ist der Stand der heutigen Zeit. Aber die Medizin wird ständig weiterentwickelt. Vielleicht wird es wirklich irgendwann möglich, den Typ 1 ohne große Nebenwirkungen zu heilen.

    Gruß,
    Lovely
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 16.03.2005 13:24:15
    hallo sara,
    es ist so wie loveley geschrieben hat, solche transplantationen werden nicht nur im ausland gemacht, - das wirkt nur besser? -
    im allgemeinen wird niere und pankreas gemeinsam transplantiert.(nierenversagen-dialyse-diabetes)
    die nebenwirkungen sind wesentlich schwerer da wie schon beschrieben die immunabwehr lahmgelegt werden muss. da wird jedes infektioenchen zum problem.
    meine hoffnung -fuer junge leute- ist die transpl, von eigenen zellen, entnommen- umprogrammiert- eingespritzt. das kommt nicht morgen aber daran wird gearbeitet, und dann gibt es keine abstosssung.
    mfg klaus von klausdn
  • Sara

    Rang: Gast
    am 17.03.2005 00:27:49
    Hallo Lovely, hallo Klaus,

    herzlichen Dank für Eure Beiträge und die vielen Informationen.
    Dann stehe ich also nicht ganz allein da mit meiner Skepsis.
    In dem Fall finde ich hätten die bei Brisant den Beitrag anders anpacken müssen, denn so wecken sie viele Hoffnungen, die dann wahrscheinlich einige Hausärzte oDer Diabetologen wieder geraderücken müssen.

    Viele Grüsse
    und eine gute Nacht!

    Sara
  • Harry

    Rang: Gast
    am 17.03.2005 09:25:08
    Hi Sara,

    die aufgebauschte Sensationsmeldung ist ein "alter Hut", in Deutschland, speziell in der Uniklinik Gießen werden Inselzellen schon seit Jahren verpflanzt, allerdings in geringem Umfang, weil Spenderorgane fehlen. Und wie bei allen Transplantationen müssen lebenslang Immun-
    suppressiva genommen werden. von Harry
  • aldo

    Rang: Gast
    am 08.04.2005 21:04:48
    Hallo Klaus!

    danke für deine interessante beitrag!
    ich habe gleich ein frage an dich,
    meinste ich könnte meine beide kleine kinder, die zelle entnehmen lasse. da die beide (Gott sei dank) gesund sind, für später mal wenn es notwendig währe?

    Danke und alles gute!
    aldo
    von aldo
  • Raven

    Rang: Gast
    am 25.04.2005 17:31:37
    Dort wo Licht ist, ist natürlich auch Schatten.
    Ein besserer Weg scheint die ständige Blutzuckermessung mittels einem Gerät zu sein, dass wie eine Armbanduhr am Handgelenk getragen wird. Vor vielen Monaten war dieses Ding einer Schweizer Firma in aller Munde. Weiß jemand, wie dieses Messgerät heißt und was daraus geworden ist?

    Eine Antwort wäre schön.

    <3-liche Grüße

    Raven