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Typ1 ohne Beschwerden
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Hille Mahr-Wessel
Rang: Gastam 09.01.2005 15:31:36
Hallo, unsere Tochter 8 hat DM Typ1. Aber außer
erhöhten BlZ Werten keine Symptome. Wir geben noch kein Insulin,. Hat jemand ähnliche
Erfahrungen gemacht? Ab welchen Werten ist erkennbar,daß kein Insulin mehr da ist?
Gruß -
klausdn
Rang: Gastam 09.01.2005 18:27:29
hallo ano,
bin durch versehen eine spalte zu tief gerutscht ,und habe deinen Beitrag gelesen.
leider kann ich euch nicht verstehen, ist denn erhöhter bz kein symtom, worauf wartet ihr???
auf schaeden, die nicht rueckgaengig gemacht werden koennen???.
die entscheidung ob insulin oder nicht trifft Der Diabetologe nicht die eltern. nur zur information es gibt kleinkinder mit pumpe!!!
wenn man die eigenproduktion noch lange erhalten moechte muss rechtzeitig insulin gegeben werden. bei typ 1 ohne insulin , ohne eigenproduktion , ist das symtom: das ende.
das ist der grund weshalb ich euch nicht verstehe,
mfg klaus von klausdn -
Lovely
Rang: Gastam 09.01.2005 19:50:16
Hallo Anonym.
Ja. Ich habe (indirekte) Erfahrung einer ähnlichen Situation.
Meine Schwester war anderthalb Jahre, als sie abmagerte, bei den ersten Gehversuchen immer wieder hinfiel, einen elenden Durst hatte und einfach nur schwach war. Das war 1969/70.
Damals kannte kaum jemand Diabetes. Meine Mutter ist mit ihr zum Arzt gegangen, der sie in das nächstliegende Krankenhaus einwies. Dort lag sie einige Wochen und es wurde mit jedem Tag schlimmer. Irgendwann war sie nicht mehr ansprechbar. Koma. Und immer noch wußte niemand, was ihr fehlte. Der Hausarzt, der, soweit ich weiß, auch im Krankenhaus mitbestimmte, hat sie dann irgendwann in eine Kinder-Klinik überwiesen, weil er nicht mehr weiter wußte.
Diese Kinderklinik hatte einen versierten Chefarzt, der sofort auch Diabetes untersuchen ließ. Als die Diagnose fest stand und er mit meiner Mutter sprach sagte er: "Wenn das Kind noch einen Tag länger in dem anderen Krankenhaus geblieben wäre und kein Insulin bekommen hätte, dann wäre es gestorben."
Meiner Mutter kann man keinen Vorwurf machen, dem Krankenhaus auch nicht, außer der Tatsache, dass sie dort eher hätten weiter-überweisen müssen.
Aber DU weißt von dem Diabetes!
Willst Du Dein Kind elendig krepieren lassen? Es ist kein schöner Tod! Es ist ein äußerst qualvoller Tod nach einem langwährenden Sterben.
Selbst wenn Du Dein Kind nicht sterben läßt, sondern dann, wenn nichts mehr geht, doch noch mit Insulin versorgst, welchen Nutzen hast Du von der Zeit, die Du auf Insulin verzichtest und Dein Kind die hohen Werte ertragen mußte? Dein Kind quält sich, es hat ständig Durst, hat keine Kraft zum Spielen. Und wer weiß, ob es nicht schon bleibende Schäden hat, durch den Insulin-Mangel.
Bitte mach die Augen auf!
Laß Dein Kind nicht sterben. Bitte. von Lovely -
Hille Mahr-Wessel
Rang: Gastam 09.01.2005 20:04:06
Hallo,
Danke für die Reaktion. Unsere Tochter ist sehr fit und ohne Durst etc. Unser Arzt und Auch der Diabretologe, sowie ein Homöopath bestimmen die Behandlungweiese mit. Wir haben deren vollste Unterstützung. Und Dramatik ist denke ich fehl am Platz.
VG -
Astrid
Rang: Gastam 09.01.2005 20:54:07
Hallo!
Was heißt hier "Dramatik" .
Das Leben mit Diabetes Typ 1 , d.h.ohne Insulin IST dramatisch, wenn NICHTS unternommen wird!!!!!!!!!!!!
Was hat ein Homöopathe in dieser Situation an dem KInd verloren?
Etwas stimmt hier nicht!
Entweder ist das KInd nicht Typ 1 , dann könnte man durchaus alternative Behandlungen versuchen Es gibt ja bereits übergewichtige Kinder mit Typ 2.
Möglicherweise ist das hier der Fall.
Oder aber es ist Typ 1 und dann ist jedes Hantieren mit Homöop. usw. ein Verbrechen am Kind.
Also - was stimmt denn nun?
Da sträuben sich mir die Nackenhaare, wenn ich sowas lese!!!!!!
Astrid -
Hille Mahr-Wessel
Rang: Gastam 09.01.2005 21:08:01
Hallo Astrid,
ich glaube nicht dass de Arzt und Diabetologe ein Risiko eingehen würden. Im Moment besteht noch nicht die Notwendigkeit der Insulingabe .Und da vertraue ich wohl eher dem Arzt,der sich auf eine verknüpfung von Schul und alternativer Medizin einläßt . Ich finde es schade daß eigene Erfahrungswerte in dem Forum nicht akzeptiert werden
Grüße -
klausdn
Rang: Gastam 09.01.2005 22:26:53
hallo ano,
so gross scheint dein vertrauen nicht zu sein , sonst wuerdest du nicht fragen,
und wenn ein arzt agal welcher fachrichtung hohe bz werte fuer nicht behandlungsbeduerftig haelt nenne ich ihn scharlatan,
ein homöopat hat bei der behandlung von dm garnichts verloren, davon hat er ueberhaupt keine ahnung.
und erfahrungen habe ich bei dir nicht finden koennen, vor allen dingen ist es ja so , dass hier ja keine nichtbeteiligten schreiben wie du zb, sondern alles menschen mit der erfahrung dm.
ich weiss es ist sinnlos an leute wie dich zu appelieren, an das kind zu denken, aber ich habe es wenigstens versucht.
gruss klaus von klausdn -
Lovely
Rang: Gastam 09.01.2005 22:34:18
Alternative Medizin bei Diabetes Typ 1???
Läßt Du bei Dir oder Deinem Kind auch einen Blinddarmdurchbruch mit Handauflegen oder einen akuten Herzinfarkt mit Globuli oder Krebs mit Kräutertee heilen?
Ich habe nichts gegen alternative Medizin und wende sie selbst an, wann immer es möglich ist und ich auf Chemie verzichten kann, aber bei Diabetes hat Alternative Medizin oder Homöopathie definitiv nichts zu suchen!!!!
Überleg mal: Wenn das tatsächlich möglich wäre, Diabetes T1 mit Alt. Med. zu heilen, dann würdest Du davon bestimmt Erfolgsmeldungen hören. Ca. 200.000 Typ 1 gibt es in Deutschland, dazu ca. 6 Mio. Typ 2, von denen viele Insulin spritzen. Aber Erfolgsmeldungen über eine Heilung mit Insulinverzicht gibt es nirgendwo. (Außer mal vereinzelt irgendwelche Spinner, die sich wichtig machen wollen.) Und Du kannst mir glauben, dass sich eine "echte" Erfolgsmeldung in Windeseile verbreiten würde, weil jeder gerne auf seine Spritze verzichten würde, wenn es echte Alternativen gäbe.
Es führt aber kein Weg daran vorbei: Spritzen wird Deine Tochter früher oder später sowie müssen, wenn sie nicht sterben soll. Du kannst das vielleicht noch einige Wochen oder Monate hinauszögern (mit hohen Werten), aber das ist irgendwann vorbei!! Mach Dir bewußt, dass Du auch Deiner Tochter durch Dein Verhalten eine falsche Einstellung zum Diabetes beibringst. Wie soll sie denn später normal damit umgehen, in der Schule, im Zeltlager, auf Klassenfahrt, wenn Du ihr jetzt schon praktisch sagst "Diabetes gibt es gar nicht. Hohe Werte sind normal. Man muss sich nicht darauf einstellen."
Die Pubertät kommt noch früh genug, wo sie mit Sicherheit auch Phasen bekommt, wo sie alles hinwerfen will. Aber es ist auch Dein jetziges (!) Verhalten, das die Weichen ihrer Einstellung zum Diabetes legt. Du kannst Dein Verhalten jetzt noch ändern. Sie aber behält ihren Diabetes ein Leben lang und muß damit umgehen. Und genau das muss sie von Anfang an richtig lernen. Verdrängung ist keine Lösung.
Noch etwas: Kinder gehen in der Regel besser damit um, als man als Erwachsener denkt. Es ist also durchaus möglich, dass Deine Tochter selbst gar kein Problem mit dem Spritzen hat, sondern nur Du allein. Wenn dies der Fall ist, dann wäre es bestimmt auch möglich, kurzfristig therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen, damit Du Dich nicht allein gelassen fühlst, sondern darüber reden kannst. Vielleicht gibt es auch irgendwo eine Selbsthilfegruppe bei Euch in der Nähe zu der Du gehen kannst.
Wenn Du Schwierigkeiten hast oder Fragen, dann können wir auch gerne per Mail noch weiter reden oder telefonieren. Nimm es nicht auf die leichte Schulter. Deine Tochter verläßt sich auf Dich als Mutter, dass Du für sie sorgst und ihr nicht schaden willst. Sie vertraut Dir.
Gruß,
Lovely -
Lovely
Rang: Gastam 09.01.2005 22:57:54
Noch ein Nachtrag zum allerersten Posting:
Die Frage war: Ab welchen Werten ist erkennbar. dass kein Insulin mehr da ist?
Das ist schnell beantwortet:
Bei Werten von nüchtern über 100 und nach dem Essen über 140 fehlt Insulin (oder Insulin wird ignoriert = Resistenz).
Bei geringen Abweichungen dieser Werte würde man Typ 2 wohl noch nicht sofort behandeln, sondern eher zur Ernährungsumstellung und/oder zum Abnehmen raten (falls möglich).
Typ 1-er haben normalerweise keine "geringen" Abweichungen dieser Werte. Wenn der Diabetes ausbricht, dann kommt es häufig zu Werten von 300 oder 500 oder noch höher.
Nach Einstellung des Diabetes Typ 1 mit Insulin kommt es häufig zu einer Remissionsphase, wo die Bauchspeicheldrüse sich zu "erholen" scheint und Insulinspritzen reduziert werden können. Diese Phase geht aber vorüber und danach wird von der Bauchspeicheldrüse kein eigenes Insulin mehr produziert.
Sag mal, Anonym, wie hoch sind denn die Werte Deiner Tochter, wie groß ist sie und wieviel wiegt sie? Gibt es eine erbliche Vorbelastung?
Gruß,
Lovely
-
Hille Mahr-Wessel
Rang: Gastam 10.01.2005 09:19:32
Hallo Lovely,
Meine Tochter hat kein Übergewicht,. Ihre Nüchternwerte waren zu Beginn um die 200 undliegen jetzt regelmäßig zwischen 98 und 125. Nach den Mahlzeiten lagen sie um die 290
bis 335. Jetzt schwanken sie zwischen 165 und 190. Gegen Abend um 100. Was noch aussteht ist die Bestimmung der Autoimmunkörper.
Und im übrigen denke ich,daß eine alternative Mitbehandlung wohl letztendlich nicht das Insulin ersetzt aber doch veringern kann. Dafür git es auch Erfahrungswerte.
Gruß