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Ich verstehe es nicht....

  • fliesgen

    Rang: Gast
    am 26.09.2004 12:00:21
    Tach,
    (seit 21.04.04 Diag. Diabetes II, Therapie: anfangs Amaryl 2mg, dann 1mg, dann 0,5, dann nichts mehr)
    seit über einer Woche nehme ich kein Amaryl mehr. Ich ernähre mich entsprechend, treibe Sport, habe in 5 Monaten 18kg abgenommen.
    Derzeit habe ich normale Wert zwischen 89 (nüchtern) und 135 als Spitzenwert nach dem Essen.
    Das Amaryl müsste doch eigentlich inzwischen aus dem Körper sein, aber meine Werte bleiben weiterhin so konstant bzw. sinken so, als nähme ich es noch. Gut, ich trinke weniger Apfelsaftschorle während des Sports und lasse auch die Müsliriegel weg, die ich für unterwegs immer mitgeführt habe.
    Zuletzt war ich auf Dienstreise und bin im Hotel bei Weißbrot schwach geworden. Das war bestimmt ein halbes Baguette, was ich da verdrückt habe, wahrscheinlich aber bei einem recht niedrigen Ausgangswert vor dem Essen. Der Spitzenwert nachher war lediglich bei 114.
    Ich werde weitermachen, d.h. der Diabetes entsprechende Ernährung, Sport, Abnehmen, Messen...
    Kann das eine Art Übergangsphase sein? Darf ich hoffen, dass mein Körper genug eigenes Insulin produziert, so lange ich nicht mehr zunehme und mich gesund ernähre? Oder ist das ein Trugschluss?
    Oliver von fliesgen
  • Rudi

    Rang: Gast
    am 26.09.2004 14:13:01
    Hallo Oliver,
    das ist kein Trugschluss. Deine Bauchspeicheldrüse war durch
    Dein Übergewicht total überfordert. Aber das Amaryl wirkt noch
    lange nach. Also beobachten, sonst ist der Rückfall programmiert.
    Bei mir ist es ähnlich.
    Habe durch mäßiges Essen und viel Bewegung mein Gewicht
    reduziert. Nehme auch kein Amaryl und kein Metformin mehr.
    Nur die Tabletten gegen die Insulinresistenz. Die Werte sind
    auch bei mir gut. Nur bei Weissbrot und Nudeln geht die Sache
    hoch bis 180 mg/dl. Normalisiert sich dann wieder.
    Die siehst, dass Du rechtseitig dagegengesteuert hast und
    es hat sich gelohnt.
    Bei den meisten funktioniert das nicht mehr, wenn sich der
    Diabetes manifestiert hat und viele können nicht abnehmen.

    Herzlichen Glückwunsch zu Deinem Erfolg, aber glaube nicht,
    dass Du jetzt leben kannst wie früher.
    Die Sache kommt zurück wenn Du nachlässt.

    Viele Grüsse von Rudi
  • Anke

    Rang: Gast
    am 26.09.2004 22:39:12
    Hi Oliver,

    Typ-2-Diabetes bedeutet, dass der Körper das Insulin nicht mehr in genügender Menge selber herstellen kann - das kann u.U. auch durch einen sich selbst verstärkenden Kreislauf bei Übergewicht und Bewegungsmangel der Fall sein. Wenn es durch Ernährungsumstellung zur Gewichtsreduktion kommt und man sich mehr bewegt, kann es andersherum sein, dass man diesen Kreislauf unterbricht und das Gleichgewicht von Insulin und angebotener Nahrung wieder ein Einklang kommt. Wenn´s bei dir also geklappt hat, gratulier ich erst mal herzlich :-))). Weiter so ... !
    Niemand kann dir garantieren, dass die Insulinproduktion nun fortan immer ausreichend sein wird. Wenn du aber beim gesunden Lebensstil bleibst, sind die Chancen nicht schlecht. Es reicht, dann gelegentlich (die Abstände sprichst du am besten mit Hausarzt oDer Diabetologen ab) Kontroll-BZ zu machen und ansonsten glücklich und gesundheits- und ernährungsbewusst als Nicht-Diabetiker :-))weiter zu leben.

    Viele Grüsse Anke
  • fliesgen

    Rang: Gast
    am 27.09.2004 13:24:48
    Hallo,
    ich habe nicht vor in alte Gewohnheiten zu fallen. Eigentlich ist das gar nicht mehr möglich. Ich bin ein Mess-Freak und mir wird eine "falsche Mahlzeit" sofort vor Augen geführt.
    Der Bruch in meinem Leben war wirklich ein Bruch. Da baue ich keine Brücken mehr. Keine Schienung, kein Schielen auf das alte Leben, denn es war nicht besser. Ich bin erst 36 Jahre alt und habe mich noch im April gefühlt wie 75 ;-) Dabei weiß ich gar nicht wie sich ein 75jähriger fühlt, aber Ihr wisst, was ich meine.
    Jetzt fühle ich mich wie 36.
    Oliver von fliesgen
  • Sara

    Rang: Gast
    am 02.10.2004 13:07:35
    Hallo Oliver,

    ich gratuliere Dir zu Deiner guten, neuen Lebenseinstellung!

    Sicher bin ich mir, das Du es schaffen wirst, "bei der Stange" zu bleiben und Kritiker davon überzeugen kannst, das Du es schaffen willst und wirst.

    In diesem Sinne alles Gute und viel Glück!

    Viele Grüße,

    Sara