Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

völliger Diabetesneuling

  • Joanna

    Rang: Gast
    am 10.09.2004 21:58:25
    Hallo...
    Mein Freund (20) weiß seit gestern, dass er Diabetes-Typ1 hat.
    Wir wissen leider so gut wie gar nichts über die Krankheit, und ich möchte mal andere Seiten als die der Ärzte über diese sie erfahren...: Inwieweit "verschlechtert" es die Lebensqualität, was ist mit Fernreisen, kann man im Grunde genausoviel essen wie davor, wie sieht es mit der Konzentration beim Lernen aus,es mit Spätfolgen, lebenserwartung.... usw...usw.

    Ich wäre um jeden wertvollen Tip sehr dankbar, weil man ist ja schon irgendwie vor den Kopf gestoßen, wenn man Jahrenlang kerngesund ist, und dann plötzlich sieht, das der Körper irgendwie gegen einen "spielt"

    Vielen Dank im Voraus von Joanna
  • Daniel

    Rang: Gast
    am 11.09.2004 09:58:16
    Dein Freund und Du solltet Euch z.B. mal die Seiten von

    http://www.diabeticus.de

    durchlesen, da findet Ihr alle Antworten auf Eure Fragen
    (s. Berichte u.a.) und natürlich auch die vielen Beiträge in den hiesigen Foren. von Daniel
  • Anke

    Rang: Gast
    am 11.09.2004 23:26:12
    Hi Joanna,


    alles über den Diabetes hier im Forum zu erfahren, ist nicht so gut machbar - ich müsste schon mit einem Roman beginnen, der dann beliebig weit fortgeführt werden könnte...

    Die allerknappeste Version lautet: beim Typ-1-Diabetes produziert der Körper kein eigenes Insulin mehr. Insulin ist dafür verantwortlich, dass die Energie, die jede Zelle benötigt, vom Blut in eben diese Zelle gelangt. Ist also kein Insulin da, steigt der Zucker im Blut ("Blutzucker") nach oben (das macht den grossen Durst) und man selber wird immer müder, weil die Zellen nicht die nötige Energie bekommen. Deshalb muss das Insulin nun von aussen gegeben werden, und zwar in Abstimmung mit den Energielieferanten in der Nahrung.
    Wie das im Alltag funktioniert, erfahrt ihr sicher in Schulungen - setz dich ruhig auch mit rein, wenn du die Zeit hast, Angehörige und Freunde sind in den meisten Diabeteszentren willkommen.

    Ansonsten gibt es im Netz jede Menge Erfahrungsberichte (z.B. auch über die Website www.disetronic.de), da erfährst du von den Lösungsmöglichkeiten und indirekt natürlich auch Problemen des Diabetes.

    Deinem Freund und dir alles Gute !
    Viele Grüsse Anke
  • Anke

    Rang: Gast
    am 11.09.2004 23:26:12
    Hi Joanna,


    alles über den Diabetes hier im Forum zu erfahren, ist nicht so gut machbar - ich müsste schon mit einem Roman beginnen, der dann beliebig weit fortgeführt werden könnte...

    Die allerknappeste Version lautet: beim Typ-1-Diabetes produziert der Körper kein eigenes Insulin mehr. Insulin ist dafür verantwortlich, dass die Energie, die jede Zelle benötigt, vom Blut in eben diese Zelle gelangt. Ist also kein Insulin da, steigt der Zucker im Blut ("Blutzucker") nach oben (das macht den grossen Durst) und man selber wird immer müder, weil die Zellen nicht die nötige Energie bekommen. Deshalb muss das Insulin nun von aussen gegeben werden, und zwar in Abstimmung mit den Energielieferanten in der Nahrung.
    Wie das im Alltag funktioniert, erfahrt ihr sicher in Schulungen - setz dich ruhig auch mit rein, wenn du die Zeit hast, Angehörige und Freunde sind in den meisten Diabeteszentren willkommen.

    Ansonsten gibt es im Netz jede Menge Erfahrungsberichte (z.B. auch über die Website www.disetronic.de), da erfährst du von den Lösungsmöglichkeiten und indirekt natürlich auch Problemen des Diabetes.

    Deinem Freund und dir alles Gute !
    Viele Grüsse Anke
  • Claudia

    Rang: Gast
    am 13.09.2004 02:00:00
    Hallo Joanna, klar, so eine Diagnose ist für alle Betroffenen erst einmal ein Schock! Als ich - obgleich selbst im medizinischen Bereich tätig - letztes Jahr mit der Diagnose konfroniert wurde, habe ich zuerst gedacht, da geht die Welt unter, weil ich noch einige der bekannten alten Regeln zur Lebensführung im Kopf hatte (nach dem Motto: Nie wieder Schokolade etc.). Mittlerweile haben sich aber die Wogen geglättet, ich esse die gleichen Sachen wie früher, und die BE-Berechnung klappt momentan sehr gut. Ganz wichtig, wie Ihr auch immer wieder von anderen hören werdet, sind viele Informationen, zunächst einmal in Form einer strukturierten Schulung, entweder in der Klinik oder in einer Schwerpunktpraxis. Die Behandlung eines Diabetes (v.a. Typ 1) gehört auf jeden Fall in die Hände eines Diabetologen. Hilfreich für den Alltag sind auch z. B. Schulungs-Bücher, die den Schulungs-Inhalt noch einmal ausführlich darstellen, falls zu Hause Fragen oder Probleme auftauchen. Ein gutes Buch ist z. B. "Gut leben mit Typ-1-Diabetes" von Jäckle/Hirsch/Dreyer, das die gängigsten Fragen zum Diabetes ausführlich und gut verständlich beantwortet und auch Tips zur Insulin-Dosisanpassung gibt. Ansonsten muß man schon einmal etwas aufpassen bei dem, was man alles über Folgeerkrankungen, Lebenserwartung etc. liest oder hört. Vieles hängt von der eigenen Disziplin ab, vieles ist Genetik und damit nicht beeinflußbar, und kaum eine Aussage trifft auf alle Diabetiker zu. Mit etwas Glück kann man mit Diabetes auf jeden Fall alt werden; es gibt immer wieder ermutigende Berichte von älteren Diabetikern, die schon sehr lange mit der Erkrankung leben und dennoch kaum oder sogar keine Folgeschäden aufweisen. In diesem Sinne: Informiert Euch gut, geht zu einem Diabetologen, laßt Euch aber das Leben nicht vermiesen. Mit ein bißchen zusätzlichem Aufwand kann man heute mit Diabetes ganz gut leben, und wer weiß, was die Zukunft an medizinischem Fortschritt bringt! Alles Gute! Viele Grüße Claudia
  • DerHerrGandalf

    Rang: Gast
    am 14.09.2004 14:46:45
    http://www.dsmd-faq.info/

    www.mendosa.com von DerHerrGandalf