Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
  • heinz

    Rang: Gast
    am 09.09.2004 11:41:37
    hallo, ich bin 53 jahre alt, wiege bei 175 cm 95 kilo.

    meine werte liegen zwischen 180 und 300 einmal sogar bei 420 !

    ich nehme 3x täglich amaryl und glucobay und neuerdings auch metformin.

    leider kriege ich meine werte nicht runter.

    wer kann mir gezielte angaben zur ernährung machen. was kann ich essen, damit die werte sinken.

    ich komme einfach nicht zurecht.

    für tipps und hinweise bin ich echt dankbar.

    auch über email

    danke heinz
  • Sabine

    Rang: Gast
    am 11.09.2004 20:02:16
    Hallo Heinz,
    sei nicht verzweifelt, denn es gibt gute Lösungen für dein Problem. Mein Schwager hatte diese Probleme auch und Dank seiner guten Eigeninitiative was Ernährung, Sport und Gewichtsreduzierung betrifft, hat er heute wieder ganz normale BZ-Werte. Er braucht keine Pillen und keine Insulinspritzen. Das ist glaube ich, auch deine Vorstellung.
    Als erster Punkt für dich:
    (sicher wirst du gleich die Augen rollen): dein Gewicht ist zu hoch. So musst du versuchen, weniger Kohlenhydrate zu essen. Mit einer Gewichtisreduzierung fallen auch die Blutzuckerwerte. Dein Körper schafft die zusätzlichen Kilos nicht mehr und somit bist du mit Insulin unterversorgt. Angaben über die Kohlenhydrat-Einheiten findest du auf vielen Getränkeflaschen und Lebensmittelpackungen. Je weniger, je besser, vorerst zumindestens. Auf Gezuckertes und Süßigkeiten solltest du generell verzichten, bis alles wieder im Lot ist. Auch solltest du unbedingt eine Beratung (Diabetes + Ernährung) machen und dich einem Diabetologen vorstellen.
    Als zweiter Punkt und auch wichtig:
    Sport machen.
    Gute Erfahrungen haben manche auch mit dem Schmauen (langsamen Essen bzw. Kau-jogging) gemacht, da weniger Portionen und trotzdem gutes Sättigungsgefühl die Folge ist.
    Auf jeden Fall musst du dir mal ein BZ-Profil über den ganzen Tag machen lassen, um zu sehen, wann die BZ-Werte ansteigen.
    Allzulange solltest du mit den erhöhten Werten nicht durch die Gegend schleichen, denn sie machen dich langsam kaputt an den Augen, Nieren, Füßen usw. Man merkt es erst zu spät. Also, keine Angst und auf zum Diabetologen. Der wird das Richtige nach schmerzfreier Untersuchung wissen. Viel Glück und Erfolg wünscht Sabine
  • Roland

    Rang: Gast
    am 11.10.2004 18:25:03
    Salü Heinz
    Ich bin 51 Jahre alt und seit 15 Jahren Diabetiker (Insulinpflichtig).
    Obwohl das, was Sabine schreibt, im Grunde sicher richtig ist, würde ich doch Vorsicht walten lassen....Diabetes ist ein komplexes Thema und es gibt keine einfachen Ratschläge. Andererseits ist Diabetes heute eine Krankheit mit der man keine, oder nur unwesentliche, Einschränkungen der Lebensqualität hin nehmen muss. Wichtigste Voraussetzung ist aber eine gute Schulung. Lies mal ältere Beiträge in diesem Forum und Du wirst feststellen, dass die Forderung nach einer guten Schulung immer und immer wieder erhoben wird. Also mein Rat: Such Dir einen guten Diabetologen (und keinen Hausarzt, dass der Hausarzt in der Regel mit Diabetes überfordert ist, auch dafür findest Du in diesem Forum hunderte von Beispielen). Wechsle wenn nötig den Diabetologen so oft, bis Du Vertrauen zu einem Arzt gefasst hast...und dann wirst Du in der Lage sein, mit dem Diabetes gut zu leben. Deine Frage beweist, dass Du sehr wenig üer den Diabetes weist, und das ist ein Versäumniss Deines Arztes.
    Gruss roli
  • Marc

    Rang: Gast
    am 12.10.2004 17:45:25
    Hallo Heinz,

    gibt es in deiner Umgebung keine Selbsthilfegruppe?
    Da findest du eigentlich immer Anschluß, und man kann dir auf jeden Fall ein paar Tips geben.

    Du darfst aber nie ausser Acht lassen, das sich bei jedem die Krankheit anders verhält.
    Hol dir die Tips und Anregungen, versuche an Schulungen teil zu nehmen, aber was für dich das Beste ist, musst du dann selber herausfinden.

    Den ersten Schritt hast du ja schon getan!
    Du hast festgestellt, daß es so nicht weiter gehen kann.

    Frag mal in deiner Apotheke nach, die wissen normalerweise immer, wo sich eine Selbsthilfegruppe trifft. Deine Krankenkasse kann dir da bestimmt auch weiterhelfen.

    Gruß
    Marc