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Verwachsungen an den Händen
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AndyK.
Rang: Gastam 30.11.2009 12:35:44
Hallo,
ich habe seit 27 Jahren Typ 1 und als Spätfolge bisher nur eine ganz leichte Retinopathie. Allerdings habe ich seit Jahren Probleme mit meinen Händen, und zwar Verwachsungen und Verdickungen an den Ringbändern und Sehnen.
Zwei Finger wurden vor längerer Zeit efolgreich operiert. Auch eine Karpaltunnel-OP an beiden Händen war erfolgreich. Alles ist gut verheilt, die Beweglichkeit war wieder voll hergestellt.
Nun hatten sich die 8 noch nicht operierten Finger auch entzündet, vor kurzem wurde die rechte Hand (alle 5 Finger) operiert. Nach der OP habe ich nun auch noch an zwei Fingern rechts an den oberen, nicht operierten Ringbändern schmerzhafte Verdickungen bekommen und den sog. schnellenden Finger.
Mein Arzt sagt, das hinge mit dem Diabetes zusammen. Ich habe allerdings noch nie gehört, dass jemand so heftige Probleme hatte. Auch meiner behandelnden Diabetologin ist so etwas unbekannt. Rheuma habe ich nicht.
Deshalb meine Frage: hat jemand von Euch auch solche Erfahrungen gemacht und wie ist es Euch so ergangen? Ich bin mittlerweile nur noch genervt von den Dauerschmerzen...
Andrea von AndyK. -
x-man
Rang: Gastam 01.12.2009 04:10:17
Suche einen Neurologen/Orthopäden auf -evtl. kann der dir weiterhelfen...
Spritzt du Insulin ? Wenn ja,welches?
Ich geh davon aus,das es nichts mit dem Diabetes zu tun hat(lt. deiner Beschwerden Schilderung). -
AndyK.
Rang: Gastam 01.12.2009 07:17:13
Ich bin natürlich schon beim Orthopäden in Behandlung, bei einem mit Spezialisierung auf Handchirurgie. Und als Typ 1 brauche ich natürlich Insulin, bin Pumpenträger mit Insuman Infusat - aber jetzt bitte kein Schweineinsulin empfehlen.
Der Orthopäde ist der Meinung, dass sich bei mir Stoffwechselprodukte ablagern. Probleme an den Sehnen etc treten bei Diabetikern tatsächlich häufiger auf - ich habe nur noch nicht von solch heftigen Folgen gehört. von AndyK. -
Rainer
Rang: Gastam 01.12.2009 10:11:53
Hallo Andrea,
du hast offensichtlich die ganze Palette des „diabetischen Handsyndroms“ aufgebürdet bekommen: Cheiropathie, Dupuytrensche Kontraktur, schnellender Finger und Karpaltunnelsyndrom. Das Problem kann dabei sein, dass jede OP weitere Probleme anstößt.
Für die Dupuytrensche Kontraktur kannst du dich hier www.dupuytren-online.de mit anderen Betroffenen austauschen. Dort gibt es ähnlich schwer betroffene bzw. OP-Geschädigte, die meisten allerdings ohne Diabetes. Vielleicht helfen dir deren Erfahrungen ein Stück weiter.
LG Rainer
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AndyK.
Rang: Gastam 01.12.2009 11:13:14
Vielen Dank, Rainer, für die Tipps!
Ich werde mal meinen Orthopäden danach befragen. Allerdings hoffe ich, dass Cheiropathie und Dupuytrensche Kontraktur ausgeschlossen werden können. Die Finger lassen sich trotz des Symptoms "schnellender Finger" gut strecken - auch wenn's mit Entzündung gern so richtig weh tut - und zeigen mir ansonsten so richtig ... den Mittelfinger ;-)
Die Handinnenflächen selbst machen mir seit der Karpaltunnel-OP keine Probleme.
Aber schön, was man alles noch kriegen kann - ich hoffe, wenigstens davon bleibe ich verschont :-/
LG Andrea von AndyK. -
gfhj
Rang: Gastam 01.12.2009 18:09:36
wieder ganz toll, unsere anke: "Spritzt du Insulin ? Wenn ja,welches? Ich geh davon aus,das es nichts mit dem Diabetes zu tun hat..." sie geht (ob ihrer umfangreichen medizinischen ausbildung) davon aus, dass es mit DM nichts zu tun hat und fragt deshalb auch sofort nach dem insulin. is echt logisch, anke. und dir, andrea, wünsche ich erfolg bei der problembewältigung.
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x-man
Rang: Gastam 02.12.2009 06:13:44
"Karpaltunnel-Symdrom" = meist durch jahrelange ,einseitige Belastung ( am Handgelenk befindet sich eine kl. Öffnung/Endung Elle u. Speiche durch die der N.medianus läuft- dieser ist einer Kompression ausgesetzt)*hervorgerufen...."Schnappfinger" = oftmals mit rheumatischem Hintergrunfd> Fibriomyalgie
* Bei dieser spez. Op wierden leider häufig gewisse Endungen falsch zusammenen genäht und dann kommt es zu Verwaschsungen m. nachfolgend Bewegungseinschränkung u. Schmerzen von x-man -
hfjgutz
Rang: Gastam 02.12.2009 07:09:29
Sag mal Anke, warst du wieder mal besoffen?
Liest du eigentlich, was du schreibst?
Wie kann man denn das "Karpaltunnel-Symdrom" (was immer das sein mag) mit den unter * aufgeführten "spez. Op wierden leider häufig gewisse Endungen falsch zusammenen genäht und dann kommt es zu Verwaschsungen" (was immer das nun wieder sein mag) erklären?
Ich hoffe, du hast dazu genug Hintergrunfdwissen! -
AndyK.
Rang: Gastam 02.12.2009 10:00:01
Wie ich schon schrieb, ist die Karpaltunnel-OP bei mir erfolgreich verlaufen, an dieser Stelle habe ich nie wieder Beschwerden gehabt. Was das falsche "Zusammennähen" irgendwelcher "Endungen" angeht, darf ich Wikipedia zitieren:
"Das Prinzip der Operation ist die komplette Durchtrennung des Retinaculum flexorum, jenes Bandes, welches die Handwurzelknochen überspannt und den Karpaltunnel hohlhandwärts begrenzt. Die Bandenden weichen auseinander und hierdurch ist der Karpaltunnel erweitert und der Nerv entlastet. ... Der Eingriff ist einer der häufigsten Operationen für einen Handchirurgen, dauert wenige Minuten und ist sehr sicher, d. h. mit minimaler Komplikationsrate behaftet."
Das kann ich nur bestätigen. Und "Endungen", die falsch zusammengenäht werden könnten, gibt es bei dieser OP nicht. Die Gefahr von Verwachsungen, starker Narbenbildung etc. gibt es m.E. bei jeder OP.
Ich weiß auch, dass Handerkrankungen bei Diabetikern häufiger auftreten. Mein Problem ist einzig und allein, dass bei mir derzeit fast monatlich an neuen, und zwar eben nicht an den schon operierten Stellen Probleme auftauchen. Deshalb hatte ich gehofft, "Leidensgenossen" zu finden, die berichten könnten, ob das irgendwann mal wieder nachlässt oder ob man, wenn man einmal solche Probleme hat, ständig mit neuen Sachen rechnen muss. von AndyK. -
Tipp
Rang: Gastam 07.12.2009 15:45:40
Ich würde dir empfehlen, wenn du ständig Shcmerzen hast, dir eine Schmerzambulanz bzw. einen Schmerztherapeuten zu suchen,möglichst einen, der Mitglied der deutschen Schmerzliga ist. von Tipp