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Schöne Bescherung ...

  • Balu

    Rang: Gast
    am 24.12.2010 22:28:45
    Hi Leutz!
    Vor 2-3 Wochen ging es bei mir damit los das ich auf dem einen Auge etwas (wirklich nur etwas) verschwommen sah. Noch dazu kam daß ich am Tag an die 5 Liter Flüssigkeit zu mir nahm und dadurch auch ständig auf die Toilette musste. Allein nachts alle 1 - 1,5 Stunden. Letztes WE fand ich per googeln den Hinweis daß diese Probleme Symptome einer Diabetes sein können. Am Montag also gleich zum Hausarzt. Nach einem Urintest war (angeblich) nichts fest zu stellen. Dienstag morgen bekam ich dann Blut abgenommen. Ich solle mich am Mittwoch morgen melden, doch dazu kams nicht mehr. Die Arztpraxis selbst rief bei mir an ich solle umgehend vorbeikommen.
    Das Ergebnis war:

    HBA1 c : 12,2
    Blutzucker 456

    Mein Hausarzt verwies mich umgehend zu einem Internisten. Von Ihm bekam ich erstmal ein Blutzuckermeßgerät, zum Spritzen Insuman Rapid und eine Tabelle wieviele IE ich eintsprechend meinem aktuellen Wert vor den Mahlzeiten spritzen soll. Zusätzlich gab es noch nen Crash-Kurs über Ernährung.

    Durch die Feiertage stehe ich mit meinem Internisten täglich im Telefonkontakt um Ihm die aktuellen Werte durchzugeben und sie ggfs. an zu passen.

    Ich pendele im Moment zwischen 164 und 367 (meistens zwischen 230 und 300, gemessen eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten). Ob ich Typ1 oder 2 bin steht noch nicht fest, aber mein Doc tendiert bei mir zu Typ 2 da ich durch meine Figur und meine Großeltern (waren beide Diabetiker) "vorbelastet" wäre.
    Zu mir, ich bin 33, 170 groß und pendele immer so um die 100 kg. Geraucht habe ich bis 09/09.

    Wie soll ich mich mit diesen Werten fühlen? Bzw., wie waren Eure Werte bei eurer Diagnose? Klar, man darf das auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen, aber ich fühle mich fast wie jemand der eine Diagnose wie Krebs o.Ä. bekommt. Allein schon der Gedanke daß ich mich damit bis zu meinem Lebensende auseinandersetzen muss ...


    Was könnt Ihr aus Eurer Erfahrung zu diesen Werten sagen? Stehe ich schon mir dem "Arsch an der Wand" oder habe ich Chancen daß ich das Spritzen irgentwann wieder los werde und auf Tabletten umsteigen kann? von Balu
  • havier

    Rang: Gast
    am 24.12.2010 23:35:34
    hallo Balu,
    "aber ich fühle mich fast wie jemand der eine Diagnose wie Krebs" .... da würd ich spritzen aber vorziehen.
    "... daß ich mich damit bis zu meinem Lebensende auseinandersetzen muss ..."
    Dann setz dich doch damit auseinander. Es ist ein durchaus interessantes Gebiet kann ich dir verraten. Deine Werte werden sicher wieder besser werden. Das braucht Zeit.
    Ich bin auch erst in der 8ten Woche und wurde mit ähnlichen Werten enttarnt ;-) Mittlerweile gibt es sogar schon kleinere Erfolgserlebnisse.

    "Stehe ich schon mir dem "Arsch an der Wand..."
    Dann ist ja nur der Weg zurück verbaut ;-)

    weihnachtliche Grüße
    von havier
  • Kassandra

    Rang: Gast
    am 25.12.2010 12:15:09
    Es gibt auch für deinen Fall, sofern es sich um einen Typ2 handelt, eine Chance, später ohne Insulin auszukommen.
    Ob das jedoch sinnvoll ist, hängt dann in erster Linie von deinem Willen und deiner Disziplin ab. von Kassandra
  • peter

    Rang: Gast
    am 25.12.2010 12:56:47
    ob insulin oder tabletten mit ihren nebewirkungen , besser oder icht sind ,ist nicht sicher.
    ob insulin abgesetzt werden kann hängt von deinen bz werten ab und die sind immer noch jenseits von gut und böse, nämlich bescheiden.
    wenn du 100 nach dem essen 120 , hast dann ist zeit darüber nachzudenken, wobei insulin immer die bessere wahl ist.
    bei deinen werten würde ich fast nichts essen bis sie verünftig sind , denn erst dann wirkt insulin in etwa vorhersehbar. so bist du auf dem besten weg dich in eine resistenz zu spritzen. das endet dann bei bis zu 300 ie/d. geh zu einem kompetenten diabetologen, laß dich auf eine ict schulen, dann weißt du wenigstens was los ist, was du jetzt machst ist rumeiern. von peter
  • Ludwig

    Rang: Gast
    am 26.12.2010 23:48:24
    Nicht verzweifeln!

    Hatte vor drei Jahren HbA1C von 15,8, nach drei Monaten schon 5,8, heute 5,4...

    Nach dem Aufstehen Blutzucker zwischen 75 und 95, nach dem Abendessen zwischen 80 (Hl. Abend) und 120; es geht, wenn man sich informiert und etwas(!) bemüht.

    Ich spritze morgens 12 IE Protaphane, abends 8 IE, meide die süßen Dinge, wiege die Kartoffeln und die Nudeln ab, rechne vor dem Essen aus und genieße. An Lebensqualität habe ich "eigentlich" nichts eingebüßt, eher gewonnen: Fühle mich sauwohl mit meinen 71 Jahren und 75 kg bei 1,73 Länge.

    Wenn du es genauer wissen willst, wie ich das mache: Melde dich bei mir.

    Gruß Ludwig