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Sehverschlechterung nach Einnahme von Metformin 500

  • Petra

    Rang: Gast
    am 15.05.2004 16:17:36
    Hallo,

    seit vier Wochen nehme ich Metformin 500. Eine Woche lang 1 Tablette, danach 2 täglich.
    Kurze Zeit nach Einnahmebeginn verschlechterte sich meine Sehkraft enorm.Bisher brauchte ich nur eine Lesebrille mit 2,5 Dioptrin, inzwischen trage ich eine mit 3,0 für die Fernsicht und zum Lesen setze ich noch eine Brille darüber. Mann kann daher sagen, dass sich meine Sehkraft um 50% verschlechtert hat. Beim Augenarzt war ich, allerdings muß noch eine Hintergrundspiegelung vorgenommen werden.
    Meine Frage nun, wie lange muß ich mit diesen "Nebenwirkungen" rechnen? Ich will doch schwer hoffen, dass sich das wieder legt.
    Vielen Dank schonmal.
    Petra
  • Georg

    Rang: Gast
    am 15.05.2004 18:58:37
    Hallo Petra,

    Metformin wird meist übergewichtigen
    Diabetikern verordnet. Die Verschlech-
    terung Deines Sehvermögens könnte
    dadurch bedingt sein, daß längere Zeit
    sehr hohe BZ-Werte bestanden und
    diese sich nun gebessert haben.

    Wenn keine Netzhautschäden vor-
    liegen, dürfte sich das wieder geben,
    kann aber einige Wochen dauern.
    Deshalb sollte man kein Geld für eine
    teure Brille ausgeben, also erst mal
    abwarten.
    von Georg
  • Petra

    Rang: Gast
    am 15.05.2004 20:01:10
    Hallo Georg,

    vielen Dank für die schnelle Antwort, beruhigt mich ungemein :-))

    Gruß
    Petra
  • Mirijam

    Rang: Gast
    am 19.05.2004 02:20:40
    Hallo Petra,

    sofort die Netzhaut untersuchen lassen.

    Ausserdem auch:

    a) die Durchblutung der Netzhaut

    b) die Weite deines Blickfeldes.

    Diese Untersuchungen, jetzt machen lassen, und nicht erst, wenn es Einblutungen gibt oder gar Netzhautablösungen.

    Dann ist alles zu spät.

    Auf die Untersuchungen bestehen. (Egal, was die Gesundheitreform sagt).

    Ausserdem, hoffe ich für dich, das du nicht nur mit Tabletten behandelt wirst.

    Gruß

    Mirijam
  • Nicole

    Rang: Gast
    am 04.09.2004 20:00:35
    Hi,
    ich hätte mal ne kleine frage, als ich aus dem urlaub kam, war mein zucker sehr schlecht (hatte gesündigt). naja, mit schlecht mein ich z.b. 305 nach dem essen.
    seit 4 tagen nehm ich glucobay 100 (1 tab zum essen) und werte werden langsam besser.
    nun war mir bei den hohen werten total schwindelig und ich konnte kaum drei meter weit sehen, solche sehstörungen hatte ich. im moment sind die immer noch leicht vorhanden und der schwindel auch. liegt das echt daran, dass sich die werte normalisieren? wie lange muss ich denn noch damit "leben"? denn auf arbeit behzindert das doch recht stark, auch dass ich mich immer schlapp fühle.
    l.g. nicole von Nicole
  • börni

    Rang: Gast
    am 05.09.2004 23:44:21
    Hallo Du!

    Also davon ausgehend, dass Du noch nicht spritzt, da Du die Oralen-AntiDiabetika nimmst, möchte ich mal davon ausgehen, dass Du Typ 2 bist. Bitte berichtige mich, wenn ich da jetzt falsch diagnostiziere.

    Dein BZ - Wert nach dem Essen, wie viele Minuten nach dem letzten Happen war der denn?

    Abgesehen davon, dass derartige Werte einfacht total intolerabel sind, möchte ich Dich aber jetzt nicht persönlich angreifen - Nein - Ich möchte Dir vielmehr eine Hilfestellung dabei geben, die zukünftige Einstellung zu verbessern.

    Also: In Anbetracht der Tatsache, dass der Wert von über 300, ob jetzt nach dem Essen, oder sonst viel zu hoch ist, und dadurch deine Proteine zunehmend glykieren (das bedeutet, dass die Glukose, die im Blut herumschwimmt, sich an die Proteine hängt), und das leider kausal für die befürchteten Folgeerkrankungen ist, sollte man versuchen, die Nierenschwelle (um die 160 mg/dl) nicht zu überschreiten.
    Nun - Das ist ja einfacher gesagt als getan. Richtig. Primär würde ich an Deiner Stelle auf das Spritzen von Isulin umsteigen. Hier sollte sich zumindest eine relative Besserung Deiner Werte einstellen - Vorausgesetzt natürlich, die Einheiten und das Insulin stimmt.
    Aber dazu auf Anfrage gerne mehr.

    Du fragst hier ja im Augen Forum.
    Die Sehschwäche, die Du bei derartigen Überzuckerungen hast, beruhen m.E. nicht auf der akuten Blutzucker-Spitze. Ich vermute vielmehr, dass bei Dir evtl. schon gravierende Schädigungen des Auges vorliegen.

    Ich bitte Dich deshalb darum, nachdem Du dieses Posting gelesen hast, Deinen Augenarzt anzurufen, und einen Termin für noch diese Woche zu vereinbaren und hier eine Untersuchung durchführen zu lassen.
    Im Fachjargon nennt das sich Augenhintergrung-Spiegelung. Dann sollte eine sog. Fluoreszenzangiographie gemacht werden, um die Durchblutung Deiner Retina (Netzhaut) noch besser beurteilen zu können.

    Bitte geh sofort zum Augenarzt, sag ihm, es sei akut, und jeder Tag (falls es eine proliferative Retinopathie denn sei) sei verlorene Zeit. Hat dieser Augenarzt keinen Termin mehr frei, geh zu nem anderen!!! Es geht um Dein Augenlicht!!

    Bitte um Verzeihung, dass ich dies nun so
    dramatisch schildere...

    Bis bald,
    Bernhard von börni
  • Nicole

    Rang: Gast
    am 06.09.2004 17:09:14
    Hi,
    vielen dank für deine antwort.
    also, den 300er wert hatte ich nur einmal, mittlerweile sind meine werte vor dem essen besser, 2 std. nach dem essen so zwischen 130 und 180. mache zudem eine diät.
    spritzen kann und will ich wegen meinem beruf nicht, dann wäre ich den nämlich los und da ich nichts anderes gelernt habe (mache diesen beruf schon seit ich 16 bin)
    wäre mein leben ehrlich gesagt total verkorkst und das ist nun wirklich nicht mein ding.
    das mit dem schwindel hat sich gebessert und klar sehen tu ich auch wieder, aber sicher hast du recht, dass ich das untersuchen lassen sollte. aber ich arbeite in der woche momentan so 70-80 std. und da die zeit zu finden ist schwer.
    also wenn ich so lese was ich schreibe klingt das recht blöd, aber mein job ist mir halt sehr wichtig...gäbe auch noch mehr einzelheiten, aber die möchte ich nicht so öffentlich ausposaunen. wenn du magst können wir ja mailen: Moppelchen30@aol.com
    ganz liebe grüße nicole von Nicole
  • börni

    Rang: Gast
    am 06.09.2004 21:16:15
    Hallo Nicole!

    Ja, aufgrund Deines Berufes möchtest Du Dich nicht spritzen. Du arbeitest 70 - 80 Std. die Woche.

    Das ist ja bombig. Brauchst Du dazu Deine Augen?
    Wenn nicht, würde ich weiterhin dem Diabetes einen Stellenwert wie nem Ekzem zuschreiben.

    Du hast es meiner Meinung nach nicht verstanden, worum es bei Diabetes geht.

    Von vielen wird es als, sagen wir, Stoffwechselstörung abgetan, und die Medien und Pharmaindustrie, die ja nur davon profitiert, dass der Patient krank bleibt und kränker wird, suggeriert uns natürlich ->> Das Leben mit Diabetes sei überhaupt kein Problem, etc.

    Wenn ich ehrlich sein soll - das Leben mit Diabetes ist auch kein Problem -> Aber dann nicht darüber wundern, dass primär Augen und Nieren schlapp machen, und sukzessive der restliche Körper und v.A. die Psyche zum Kadaver wird.

    Ich selbst bin seit 20 Jahren insulinpflichtiger Typ1, und glaube mir ... der "Job" steht NIE vor der Gesundheit!

    Liebe Grüße,
    Bernhard

    P.S. Falls Du Fragen hast, die Du nicht öffentlich stellen möchtest, kannst Du mich jederzeit gerne per email erreichen:
    perrysinclair@gmx.de
    von börni
  • BSP62

    Rang: Gast
    am 17.12.2011 06:08:55
    Hallo.

    Ich möchte noch mal auf die Überschrift zurück kommen.
    Ich habe seit 3 Jahren Diabetis Typ II und nehme Metformin AL 850.
    Nun bekam ich in den Jahren immer öfters Augenprobleme.
    Ich sah manchmal vernebelt, wurde Lichtempfindlicher.
    Anfang dieses Jahres bin ich nun zum Augenarzt.
    Der erste hat mich lange warten lassen und mich dann sehr schnell abgefertigt
    und in dem Vordruck von meinem Zuckerarzt ein Kreuzchen bei:
    „leichte Retinopathie“ gemacht.
    Weil der mich mit der Beratung regelrecht zwischen Tür und Angel abgebügelt hat,
    und weil mein Zuckerarzt meine Probleme nicht mit Zucker erklären konnte,
    meine Werte sind fast Optimal eingestellt,
    bin ich zu einem weiteren Augenarzt gegangen.
    Dort wurde mir erst gesagt, das könne man eventuell operieren,
    bei einem weiteren Folgetermin wurde zum ersten mal vom
    “Grauen Star“ geredet.

    So; nun habe ich zwischendurch immer mal wieder den Eindruck gehabt, meine Augen bessern sich, je länger die Tabletteneinnahme zurück liegt. (Im Tagesverlauf).
    Zuletzt meinte mein Zuckerarzt da zu mir, ich könne auf die Tabletten wohl verzichten,
    soll aber zur Vorsicht dann doch noch eine nehmen.
    Die dann eben am Abend.

    Nun verschlechterte sich mein Sehen aber weiter, wenn auch langsamer.
    Es sollte nun sogar zu einer Operation am Auge kommen.
    Aus verschiedenen Gründen sollte die OP in Vollnarkose gemacht werden.
    Es war aber gerade kein Narkosearzt verfügbar und so wurde der Termin verschoben.
    Vielleicht mein Glück?
    Denn nun komMTS.
    Weil das zu operierende Auge mein einziges ist, ein Geburtsfehler,
    habe ich vor der Op natürlich echte Panik, das was schief läuft.
    Und so habe ich nun vor 4 Tagen als Verzweiflungstat einen Selbstversuch gestartet
    und lasse die Tabletten total weg.
    Und ich werde den Eindruck nicht los, meine Augen beginnen sich zu bessern.

    Bei meiner Programmiersprache war die Schrift schon immer etwas grösser eingestellt.
    Aber ich kann inzwischen wieder die ersten Brocken meiner Programme ohne Brille erkennen,

    Kann das sein? Ist das vielleicht nur ein Selbstbetrug?
    Was geschieht da?

    Mit freundlichen Grüßen: BSP62

    PS: Schreibfehler bitte ich noch zu entschuldigen, so super sind meine Augen leider noch nicht. Und noch brauche ich zur Unterstützung eine Bildschirmlupe.

  • Gast

    Rang: Gast
    am 17.12.2011 13:23:13
    allerdings machst du dir was vor.
    aber leider nicht erst jetzt, sondern du bist von anfang an veräppelt worden.
    wenn zweifel an metformin bestehen, gibt es als nebenwirkungs freien bz senker insulin.
    die behauptung ich bin gut eingestellt sagt leider absolut nichts aus.
    deine augenärzte sind das letzte, denn jeder hat was anderes diagnostiziert.
    daher am besten alle über bord und zu einer kompetenten augenklinik gehen und
    eine ! - diagnose einholen die auch steht.
    da du nur ein auge hast ist das entscheidend für die zukunft.
    eine katarakt op(grauer star) ist heute rpoblemlos ohne vollnarkose, oft ambulant sonst mit einer nacht im zentrum und am nächten tag nachkontrolle.
    für experimente ist deine situation nicht geeignet.
    alles gute