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  • fliesgen

    Rang: Gast
    am 03.05.2004 18:32:23
    Hi,
    seit ca. 1 Woche nehme ich täglich Amaryl (Wirkstoff: Glimepirid, 2 mg). Diabetes II bei starkem Übergewicht (BMI mehr als 30). Erstdiagnose am 21.04.04. Meine Werte liegen morgens noch ziemlich hoch, sinken aber täglich (von 217 am 28.04. bis zu 148 heute).
    Ich habe gelesen, dass Glimepirid erst dann angewendet werden soll, wenn der Blutzuckerspiegel durch Diät, verstärkte körperliche Betätigung und Gewichtsabnahme nicht ausreichend gesenkt werden kann.
    Gewichtsabnahme, das mache ich aber erst seit einer Woche. Hat jemand Erfahrung?
    Oliver von fliesgen
  • Elsbeth

    Rang: Gast
    am 04.05.2004 11:32:11
    Bei Deinen hohen Werten sollte Insulin
    angezeigt sein. Leute mit Amaryl
    werden hier wohl kaum anzutreffen
    sein.

    Geh zum Diabetologen und mach
    eine gründliche Schulung mit. Viele
    Hausärzte haben von Diabetes wenig
    Ahnung. von Elsbeth
  • Rudi

    Rang: Gast
    am 04.05.2004 21:42:56
    Hallo fliesgen,
    nehme Amaryl in Verbindung mit Metformin.
    Eine Monoteraphie Amaryl bringt wenig, habe das am Anfang auch mitgemacht. Wie Elsbeth schreibt, wäre bei Dir Insulin die bessere Lösung. Facharzt wäre angesagt um spätere Schäden auszuschließen, also Vorsicht ist angesagt und nichts auf die leichte Schulter nehmen.
    Gruß Rudi
  • Oliver

    Rang: Gast
    am 05.05.2004 16:31:14
    Danke für die Antworten.
    Ich habe mich mit meinem Arzt lange unterhalten. Er hat mir Amaryl gegeben um meine Werte erst einmal herunter zu schrauben. Immerhin lagen sie beim Glykosetoleranztest bei über 500. Meine Morgenwerte fallen tatsächlich. Heute hatte ich "nur" 139, 1 1/2 Stunden nach dem Frühstück. Wahrscheinlich werde ich noch Metformin draufsatteln, sagt er. Wenn ich aber erst einmal 10 Kilogramm runter habe, werden die Karten neu gemischt.
    Insulin: Das wird sich erst erweisen. Mir bekommt die Vollwerternährung richtig gut. Ich habe tatsächlich schon 3 Kilo runter. Das 10fache hiervon will ich bis Ende des nächsten Jahres erreichen. Vielleicht bekomme ich es ja so in den Griff. Meine Oma und mein Vater haben es auch so geschafft.
    Ich fürchte mich übrigens nicht vor dem Spritzen. Ich fürchte mich nur vor den Spätfolgen und hatte jetzt schon ein paar "Panikschübe". Vor ein paar Tagen dachte ich schon zu wenig Gefühl im dicken Zeh zu haben. Ich habe mir dann ABC-Salbe drauf geschmiert. Sehr intelligent. Heißer Fuß. Ich habe so oft "getestet", dass er nach einiger Zeit ziemlich schmerzte. Meinem Zeh fehlt nichts.
    Gestern hatte ich Schmerzen im Brustbereich. Panik, direkt zum Arzt. EKG. Wahrscheinlich nur ein Reflux vom vielen Schwarzbrot. Trotzdem mache ich morgen ein Belastungs-EKG.
    Mein Arzt hat mir erst einmal die Panik genommen. Ich ziehe jetzt mein Programm durch und schau wie sich alles entwickelt, ohne unkritisch zu bleiben.
    Oliver
  • york50

    Rang: Gast
    am 14.05.2004 15:35:38
    Lassen Sie sich nicht beirren und versuchen Sie den Blutzucker mit Diät und viel Bewegung in den Griff zu bekommen! Meine Ärztin hat mir genau dies empfohlen und ich habe nach genau drei Wochen Behandlung mit Euglucon jetzt seit einer Woche normale Werte und konnte die Tabletten absetzen. Eine strenge Diät und 3-4 mal pro Woche Sport haben mich 5 kg leichter gemacht, und ich mache so weiter, bis ich mein Idealgewicht erreicht habe. Sollte der Blutzucker irgendwann wieder ansteigen und ich doch gezwungen sein, Tabletten oder Insulin zu nehmen, habe ich wenigstens das gute Gefühl, alles getan zu haben, was mir möglich war.
    Viel Glück und alles Gute! von york50
  • fliesgen

    Rang: Gast
    am 14.05.2004 22:58:52
    Ich habe festgestellt, dass mein Hausarzt wichtige Blutuntersuchungen noch nicht gemacht hat. Auch einen Harntest bezüglich Eiweißgehalt hat es nicht gegeben. Es hat auch keine Typisierung stattgefunden. Ich glaube schon, dass ich ein Typ-II bin und er glaubt es auch, aber dann kann ich auch in die Kirche gehen.

    Also habe ich einen Schnitt gemacht und mich an eine Diabetologin überweisen lassen.

    Außerdem bin ich fasziniert von der Lauber-Methode. Ich glaube auch an die es Möglichkeit, seinen Körper so zu trainieren, dass man seine Werte - damit meine ich nicht nur Glukose- in den Griff bekommt und zumindest eine lange Zeit ohne Tabletten oder Spritzen auskommen kann.

    Das nehme ich jetzt in Angriff :-)

    Oliver von fliesgen