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Führerschein und Diabetes
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Jana
Rang: Gastam 21.02.2004 15:44:17
Ich habe im Dezember 03 mit meinem Führerschein(klasse B) angefangen.
Ich habe meinen Arzt gefragt ob ich meinem Fahrschullehrer von meinem Diabetes(Typ 1)erzählen soll,wegen eventuellem Unterzucker bei Fahrstunden.Mein Arzt meinte aber es wäre besser wenn ich ihm dies nicht erzähle,weil es dann Probleme geben könnte.Gibt es hier Diabetiker mit solchen Erfahrungen?
Vielen Dank schonmal im voraus. von Jana -
Georg
Rang: Gastam 21.02.2004 17:08:14
Hi Jana,
soviel ich weiß, taucht die Frage nach
Diabetes in irgendeinem Fragebogen
ohnehin auf. Es kann aber sein, daß
das nach Bundesländern verschieden
ist.
Hier eine Info zum Thema:
http://www.diabetes-lernwelt.de/soziales-fuehrerschein1.htm
von Georg -
Inken
Rang: Gastam 21.02.2004 18:44:28
Ich hatte ne Menge "Spaß" mit meinem Führerschein, da ich den Diabtes angegeben habe (es wurde genau danach gefragt und ich habe nen Schwerbehindertenausweis).
Bei den Fahrstunden und so weiter gab es keine Probleme, nur brauchte ich ein verkehrsmedizinisches Gutachten von einer bestimmten Ärztin. Dieses Gutachten zögerte sich um einiges raus, weil die Ärztin auch noch im Urlaub war, ich 2x hinmusste, weil ich nicht alle Unterlagen (BZ-Protokoll von 3 Monaten oder so) dabeihatte und ich wegen dieser Untersuchung, die nicht nur auf Diabetes angelegt war (Ultraschall vom Bauchraum, abhören, etc.) noch zum Herzultraschall musste, die Ärztin hatte ein Herznebengeräusch, das im Nachhinein irrelevant war, festgestellt. Desweiteren tragen die Kassen eine solche Untersuchung nicht, da ich Privatpatient bin und nen netten Hausarzt habe, konnten wir das etwas hinschummeln.
Ich soll dem Kreis alle paar Monate nach Aufforderung mein vom Arzt unterschriebenes Blutzucker-Protokoll vorlegen. Zum Glück haben die das irgendwie bis heute (1 Jahr Führerschein) vergessen!
So habe ich es erlebt. Fand es diskriminierend und lächerlich bürokratisch. Ich wohne im Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein.
Eine Freundin von mir musste in Kiel nur eine Bestätigung ihres Diabtologen, dass sie gut eingestellt ist, vorlegen. Sie wohnt ebenfalls in Schleswig-Holstein, aber in Kiel.
Der DDB konnte mir nicht weiter helfen. Die Bestimmungen liegen in den Kommunen und die Westküste ist dort sehr penibel-bürokratisch. von Inken -
Angela
Rang: Gastam 22.02.2004 13:34:09
Also ich würde meinen Diabetes auch nicht angeben. Und wenn man nicht danach gefragt wird muß man ihn auch nicht angeben. Wie man an Inken sieht kann es zu mords Problemen kommen. Also immer aufpassen das man den Zucker eher höher hat und schauen das nichts passiert. Ich habe solche Diskussionen schon oft erlebt, aber wie gesagt ich würde ihn nicht bekanntgeben. Aber das muß jeder selber wissen. von Angela -
Peter
Rang: Gastam 22.02.2004 19:52:12
Hi Angela,
"das muß jeder selbst wissen" - vonwegen, wenn das
Forumular es verlangt, muß es angegeben werden,
sonst kriegst du später Ärger. von Peter -
W.Dort
Rang: Gastam 22.02.2004 20:08:59
Liebe Jana, grundsätzlich brauchst Du nur in bestimmten Berufen wie z. B. Pilot, Busfahrer oder Lokführer Angaben zu Deinem Typ 1 Auskunft geben. Bei einem Unfall solltest Du auf keinen Fall bei der Polizei oder beim Unfallgegner mit Deiner Aussage herrausrücken, dies kann erst über einen Richter, der einen Arzt beauftragt, z.B. der Dir vorher geraten hatte nichts darüber verlauten zu lassen, geschehen. Solltest Du Versicherungen abschließen, mußt Du oder der untersuchende Arzt Auskunft geben, denn kommt ein Versichrungsfall vor, der durch eine Hypo ausgelöst wurde, verweigert die Versicherung zu 100% jegliche Zahlung, besonders die Zahlung an Dich selbst. Wenn Du in einer Unfallsache einen unnetten Richter antriffst, bekommt der notorische Alkoholiker seinen Führerschein eher zurück als Du, getreu dem Prinzip, der Alk ist morgen wieder nüchtern, Du hast aber Deinen Typ 1 immer noch. Soviel dazu. Ansonsten rate ich defensiv ohne Alkohol rechts zu fahren, da gehst Du vielen kritischen Situationen aus dem Weg. Und natürlich sorgfältige Messungen und Aufzeichnungen, denn dies kann Dir nur von Nutzen sein; dein Tagebuch ist dann wirklich beweiskräftig plus der elektronische Speicher. Niemals unter 120 mg% hinters Steuer, Vorsicht nach vorangegangenem Sport. Ansonsten empfehle ich Dir das Buch " Diabetes und Soziales " von Dr. Fink. Gruß Wolfgang von W.Dort -
Gast
Rang: Gastam 23.02.2004 08:51:16
Du mußt den Diabetes unbedingt angeben. Die Fragen zur Gesundheit müssen Wahrheitsgemäß angegeben werden.
Wenn Deine Werte in Ordnung sind und Du Unterzuckerungen zuverlässig erkennst und behandeln kannst gibt es auch keine Probleme.
Einzigste Auflage in regelmäßigen Abständen ein Attest wg. der Augen und der Stoffwechseleinstellung beim Amt vorlegen.
Nach ein paar Jahren wo alles OK ist brauchst Du dann wahrscheinlich auch nichts mehr vorlegen, sofern nichts passiert ist.