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alternative Behandlungsmethoden bei Dm Typ1

  • Karen Dannemann

    Rang: Gast
    am 18.02.2004 13:44:57
    Liebe Leser dieses Forums.
    Im Rahmen meiner medizinischen Doktorarbeit untersuche ich, inwieweit Eltern betoffner Kinder mit Dm. Typ 1 sich nach alternativen Behandlungsmethoden umschauen bzw. diese tatsächlich nutzen und welche Verbesserung der Lebensqualität gegebenenfalls erreicht werden kann. (Entgegen einigen kritischen Beiträgen dieses Forums hoffe ich, auch als angehender Schulmediziner meinen Horizont bezüglich alternativer Methoden erweitern zu können)
    Da ich noch ganz am Anfang meiner Untersuchung stehe, freue ich mich, wenn Leser dieses Forums möglichst viele unterschiedliche - ob positive oder negative - Erfahrungen und Informationen zu diesem Thema schicken könnten. Ich bin persönlich unter der e.mail adresse: karen.dannemann@gmx.de zu erreichen und natürlich als Leser dieses Forums.
    Vielen herzlichen Dank Karen Dannemann


  • Georg

    Rang: Gast
    am 18.02.2004 16:45:57
    Hi Karen,

    auch als angehende Schulmedizinerin
    solltest Du mitbekommen haben, daß
    es bei Kindern mit Typ 1 Diabetes
    bisher keine alternativen Behandlungsmethoden
    gibt - Insulin ist unverzichtbar.

    Ich empfehle Dir das Forum

    http://www.diabetes-kids.de/

    und die diabet. newsgroup

    de.sci.medizin.diabetes

    die wird sicher sehr munter antworten.

    von Georg
  • Harry

    Rang: Gast
    am 19.02.2004 09:32:20
    Hi Georg,

    du bist aber optimistisch. Wie soll eine
    angehende Schulmedizinerin von
    Diabetes Ahnung haben, wenn das die
    meisten Hausärzte nicht mal haben??
    von Harry
  • karen

    Rang: Gast
    am 20.02.2004 12:49:56
    Hallo Georg, es ist mir durchaus klar, dass bei Kindern mit Typ1 Dm Insulin unverzichtbar ist. Dennoch zeichnet es sich ab (Patientenbefragung Uniklinik Leipzig), dass immer mehr Eltern auch nach alternativen Methoden suchen. Sinn meiner Arbeit ist nicht, die Insulin-Therapie infrage zu stellen, vielmehr geht es darum, eben genau diese Patienten ernst zu nehmen und nicht vorschnell mit dem Totschlagargument Insulin-Pflichtigkeit jegliche Diskussion im Keim zu ersticken. Es lassen sich durchaus Fälle finden, bei denen alternative (ergänzende) Methoden zu einer Verbesserung der Lebensqualität geführt haben. Trotzdem Danke für den Beitrag. Karen von karen
  • Luci

    Rang: Gast
    am 20.02.2004 16:40:36
    Hallo Karen,
    ich bin zwar nicht Mutter eines diabetischen Kinders, sondern habe selbst Diabetes (Typ 1 ). Aber ich habe beste Erfahrungen mit Akupunktur gemacht, die meine Insulintherapie unterstützt. Ich konnte dauerhaft meine Insulindosis reduzieren und insgesamt habe ich weniger Schwankungen in den Werten dadurch. Ich bin aber überzeugt, dass der Erfolg von Akupunktur als ergänzende Diabetes-therapie mit den Fähigkeiten des jeweiligen Mediziners eng verbunden ist. Also der berühmte Wochenend-Nadelkurs nützt da wenig. Das sollten schon Leute mit sehr guten Kenntnissen der TCM praktizieren. Viel Glück bei Deiner Untersuchung! von Luci
  • Matteo Steen

    Rang: Gast
    am 21.02.2004 20:00:55
    Hallo Karen

    Ich finde dein Interesse und Engagement sehr gut!
    Ich bin zwar kein Vater oder Mutter eines Kindes mit Diabetes, aber ich weiss was meine Eltern bei mir alles für Methoden ausprobiert haben.
    Zum jetzigen Zeitpunkt bin ich 21 Jahre alt Typ 1 Diabetiker und das schon seit dem 4. Lebensjahr. Als meine Eltern und mein Hausartzt heraus fanden das ich Diabetiker bin, versuchten meine Eltern mein Diabetes durch eine sehr strenge Diät meinen Blutzucker auf einem normalen Niveau zu halten. Dies geschah durch wenig essen und durch sehr viel Bewegung.
    Nebenbei da in meiner Pankreas noch eine Restinsulinmenge vorhanden war, war dies auch eine gewisse Zeit lang möglich.
    Da ich als kleines Kind riesige Angst vor spritzen hatte konnte mir so auf schonende Art und weise das ganze phsychologisch besser Akzeptieren. Ich könnte dir dies noch besser erklären. Wenn du also mehr wissen möchtest so schreib mir doch per Mail. Gruss Matteo
    von Matteo Steen
  • W.Dort

    Rang: Gast
    am 22.02.2004 01:00:00
    Liebe Karen, um es vorrauszuschicken ich habe 1978 mein Staatsexamen absolviert, komme aus der Chirugie und bin seit 22 Jahren niedergelassen und bin seit 1994 Typ 1 Diabetiker und bin jetzt Diabetologe DDG mit Schwerpunktpraxis usw. Also ein Schulmediziner! Alternative Heilmethoden und der Wunsch danach wird jeden Tag an mich herangetragen. Alles soll und muß sofort helfen, aber sanft und alternativ. Im Bereich der Pädiatrie, besonders bei Typ 1 Kindern gibt es keine alternative Therapie und dies ist den Eltern auch gut zu vermitteln, denn ihr Kind ist wirklich krank! Eltern wünschen intensive Schulmedizin, wenn zum Beispiel ein Kind in einem ketoazidotischem Koma ist und ich als Notarzt vor Ort auftauche. Alternative Therapien werden eigentlich nur gewünscht, wenn es dem Patienten relativ gut geht; ich schließe aber Typ 1 Kinder davon aus, denn hier gibt keine alternativen Therapie. Jede andere Therapie als eine Insulintherapie wäre ein Kunstfehler. Vor 1922 sind alle Typ1 Kinder und Erwachsene gestorben. Es gibt eine alternative Therapie für die immer häufiger auftretenden adipösen Typ 2 Kinder; mehr Bewegung, weniger Big Macs und Snickers. Aber dies weißt Du alles selber. Das Thema ist riesenhaft, aber die alternativen Gurus arbeiten auf der emotionalen Schiene. Eins weiß ich ganz genau, beim meinem letzten Unfall auf A49 war ich Notarzt mit meinem Team allein, kein alternativer Heiler war zu sehen. Es war ja auch nachts um 3 Uhr. In diesem Sinne viel Erfolg bei Deiner Promotion Gruß Wolfgang Schulmediziner!!! von W.Dort
  • Heiner

    Rang: Gast
    am 26.02.2004 14:07:29
    Hallo Karen,
    ich glaube, Du mußt erst einmal selbst herausfinden, was Du eigentlich von den Typ I-Diabetikern wissen willst.
    Einerseits suchst Du Alternativen, andererseits suchst Du nach Ergänzungen zur Insulintherapie.
    Unter einer Alternative ist im Fall Typ I der Ersatz der Insulintherapie durch eine andere Therapie zu verstehen. Eine solche "Alternative" wirst Du nicht finden. Wenn Du folglich "ergänzende Therapien" suchst, solltest Du dein Thema entsprechend definieren, sonst geht es ziemlich durcheinander.
    Gruß Heiner