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Messgenauigkeit! OneTouch Vita spinnt!
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Nicolette
Rang: Gastam 25.10.2009 12:28:56
Gerade mein Zucker gemessen und erst hatte ich ein wert von 192 (was in der Schwangerschaft schlecht ist, muss unter 140 liegen). Habe es nochmal versucht weil es nach meiner Meinung nicht stimmen konnte und messe ein par sekunden nachher 124!!! Was soll das?
Wie kann ich jetzt das Blutzuckermessgerät vertrauen???
Es ist ein OneTouch Vita...
Kann jemand sagen wie das kann? von Nicolette -
Jürgen
Rang: Gastam 25.10.2009 14:10:38
Moin Nicolette,
bei 192mg/dl hättest Du 1,92g Glukose in jedem Liter Deines Lebenssaftes, bei 124 nur 1,24g. Natürlich ist das ein großer Unterschied, aber findest Du's nicht auch toll, dass sich solche absolut gesehen Winzigmengen pro Liter aus der noch viiiiiiiel winzigeren Menge eines kleinen Blutstropfens bestimmen lassen sollen? Und kannst Du dir vielleicht vorstellen, dass bei dem kleinen Blutstropfen dann schon eine winzige Glukosespur, die vielleicht sogar an der Seife beim Händewaschen war, einen großen Unterschied machen kann? Oder auch mehr Zwischenzellwasser statt Blut, wenn der Pieks nicht sehr ergiebig ist und man ein bisschen mehr nachdrückt?
Deswegen nutze ich grundsätzlich nur ausgewachsene Tropfen, und davon wische ich auch immer den ersten gründlich ab und teste erst aus dem zweiten. Und auch dann bleibt noch immer eine deutliche Streuwirkung zwischen 2 oder mehr gleichzeitigen Tests, auch sogar aus dem selben Blutstropfen. Denn mit einer Genauigkeit von durchschnittlich etwas besser als plusminus 10% (15 sind erlaubt), schätztzen wir mit den Teilen halt eher, als dass wir messen.
Gutes Gelingen für Dein Familienprojekt! Jürgen -
Mathias
Rang: Gastam 26.10.2009 21:13:14
Wahrscheinlich liegt es tatsächlich an Deiner Messung. Wenn Du zu zaghaft piekst, misst Du vielleicht nur Blutplasma. Bei mir ergab das aber eher einen unsinnig niedrigen Wert....
von Mathias -
Katja
Rang: Gastam 29.10.2009 22:50:02
Hallo Nicolette,
es KANN an Zuckerresten am Finger liegen, MUSS aber nicht. Wenn ich einen unerwartet hohen Wert gemessen habe, habe ich mir manchmal schon die Hände gewaschen und ein zweites Mal gemessen. Am Wert hat das bei mir noch nie was geändert (jedenfalls nichts entscheidendes)...
Ich habe es allerdings schon zweimal erlebt, daß das BZ-Meßgerät Mist gemessen hat. Da ist es mir aber jedes Mal mehrfach passiert, daß ich entweder kurz nach einer Korrektur in der Hypo gelandet bin oder kurz nach einer Hypo viel zu hoch rauskam - trotz meiner gewohnten Hypo-BE! In solchen Fällen habe ich das fragliche Meßgerät mit zu meinem Diabetologen genommen und eine Parallelmessung zu einem Laborgerät durchgeführt - vom selben Blutstropfen. In einem Fall lag mein Meßgerät 30% über dem Laborgerät, im anderen gut 20%. In beiden Fällen habe ich mich an Lifescan gewandt und ein neues Meßgerät erhalten. Wichtig ist bei dem Vergleich, daß er gegen ein Laborgerät erfolgt und nicht gegen ein anderes Selbermeßgerät, da ersteres geeicht sein muß und gleichzeitig eine größere Meßgenauigkeit hat! Patientenmeßgeräte dürfen nämlich um bis zu 20% vom tatsächlichen Wert abweichen!!! Dabei wird der eigene Meßwert in den Zähler geschrieben und der des Laborgeräts in den Nenner.
Viele Grüße
Katja -
Insider
Rang: Gastam 31.10.2009 17:19:08
Ja, der Vergleich des eigenen Testwertes unmittelbar bei der Blutentnahme für das Labor kann sehr sinnvoll sein und zur Ursachenfindung unerklärlicher Diskrepanzen beitragen. Die Ursachen können eben vielfätig sein.
Zu zu beachten bei Vergleichsmessungen ist auch die Vollblut- bzw.Plasmareferenz der Teststreifen (Plasma 10 bis 15 % höher).
von Insider