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Diabetes ja/ nein?
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Schroeder
Rang: Gastam 25.10.2009 02:13:13
Huhu,
ich hab da mal ne frage. ich hatte insulinpflichtigen gestationsdiabetes und nun meinte mein fa ich sollte da in beobachtung bleiben, weil ich nun ein höheres risiko zum typ II diabetes habe. ich war also freitag beim hausarzt.
nüchtern: 7,2 (129,73)
1h nach dem essen: 8,4 (151,34)
hba1 erfahre ich montag.
Wie aussagekräftig ist der hba1? ich meine, ist doch nur ein durchschnittswert oder?
was meint ihr? sieht das nach diabetes aus. so hohe werte hatte ich in der ss nicht.
lg Nicole -
Mathias
Rang: Gastam 25.10.2009 09:32:46
Ich bin Diabetiker und habe in der Regel niedrigere Werte. Heute morgen lag ich bei 99, manchmal bin ich sogar unter 90....
Nach einem Essen, ich hatte vorher keine Gelegenheit, Insulin zu spritzen, lag mein Wert bei 145, das ist schon fast ein normaler Wert...
von Mathias -
Barbara
Rang: Gastam 25.10.2009 10:18:29
wer einen Schwangerschaftsdiabetes hatte , bei dem kehrt früher oder später ein Diabetes zurück. Die Werte sind meines Erachtens z.Zt. zu hoch.
der Hba1c Wert ist ein Wert vom letzten 1/4 Jahr,
ein Durchschnittswert.Er sollte auf jeden Fall unter 7
liegen. von Barbara -
Jürgen
Rang: Gastam 25.10.2009 10:30:32
Moin Nicole,
willkommen im Club ;-)
Diabetes ist definitiv gesetzt nüchtern ab 125mg/dl aufwärts. Da brauchst Du eigentlich schon keinen Zuckerwassertest mehr.
Dass Diabetes nach der Geburt wieder verschwindet, ist weit überwiegend ein reiner Zahlenspieler-Trick. Während bis zur Geburt 140mg/dl als absolute Obergrenze nach dem Essen gilt, ist die nach der Geburt schlicht aufgehoben und Diabetes erst, wenn häufiger irgendwann am Tag, also auch 1 Stunde nach einem Futterinput, mehr als 200mg/dl gemessen werden. Du bist also als gewordene Mutter mit den selben Werten völlig gesund, die die werdende Mutter noch mit Insulin bearbeiten musste. Ok, und wer dann nach der Geburt die BZ-Ausflüge nicht systematisch per Futterauswahl und gezielt eingesetzte Bewegung begrenzt, kann in der Folge halt immer höhere messen :-(
Bisdann, Jürgen -
Joa
Rang: Gastam 25.10.2009 13:31:07
Hallo Nicole,
> Nicole schrieb:
> ich hab da mal ne frage. ich hatte
> insulinpflichtigen gestationsdiabetes und nun
> meinte mein fa ich sollte da in beobachtung bleiben,
> weil ich nun ein höheres risiko zum typ II diabetes
> habe.
Da eine unbeeiträchtigte Bauchspeicheldrüse den Insulinbedarf auch in der Schwangerschaft unauffällig abdecken kann würde ich soweit gehen zu sagen:
Du *hast* Diabetes. Also Deine Betazellen arbeiten grundsätzlich mit erhöhter Belastung.
Das ist meist im Zusammenhang einer Insulinresistenz der Zellen so (Typ 2), kann aber auch seltener mit einem langsam verlaufenden Typ 1 oder einem Typ 3 Diabetes stehen.
> nüchtern: 7,2 (129,73)
Wenn diese Nüchternwerte üblich sind, würde ich das auch klar als diabetisch ansehen.
> 1h nach dem essen: 8,4 (151,34)
Das ist auch nicht "schön", wenn es häufig so ist.
> Wie aussagekräftig ist der hba1?
Wenn der 1c oberhalb des Refernzbereiches der Labormethode liegt, ist das absolut aussagekräftig.
Schon im oberen Rahmen des Referenzbereiches würde ich das Glöckchen bimmeln hören.
Ansonsten bitte den HA mal um einen Wert für intaktes Proinsulin im Blut.
Durch eine Überlastung der Betazellen schütten diese auffällig erhöht unfertiges "Proinsulin" aus, was sogar schon der Fall ist, wenn die sonstigen Werte noch grün gefärbt sind.
Zur Not musst Du ca. 40 Euros für den Proinsulintest selber bezahlen. Dann hast Du aber eine klare Aussage an der Hand. Erhöhte Proinsulinwerte sind zumindest als behandlunsbedürftiger (Prä-)Diabetes anzusehen.
Gruß
Joa -
Katja
Rang: Gastam 29.10.2009 23:24:36
Hallo Nicole,
zur Beurteilung der BZ-Werte haben Jürgen und vor allem Joa ja schon genügend geschrieben.
Der HbA1c ist aber zur Diagnose eines Diabetes nur dann geeignet, wenn er zu hoch ist! Liegt er im Normbereich, schließt das einen Diabetes keineswegs aus! Denn der HbA1c mißt den verzuckerten roten Blutfarbstoff. Diese Verzuckerungen sind aber in den ersten Stunden noch nicht fest - sie lösen sich also wieder, wenn der BZ (schnell genug) wieder sinkt! Steigt der BZ nach Mahlzeiten also viel zu hoch an, ist nüchtern aber weitgehend normal, so ist auch der HbA1c normal! Ich habe beispielsweise seit Jahrzehnten einen Typ-1-Diabetes, aber mein HbA1c liegt seit 7 Jahren im Normbereich - obwohl mein BZ auch mal bei 10 (180) oder gar 20 mmol/l (360 mg/dl) liegt! Das läßt sich nicht verhindern, aber durch meist schnelle Korrekturen beeinflußt das nicht meinen HbA1c!
Ein Schwangerschaftsdiabetes ist ein erheblicher Risikofaktor für einen späteren Typ-2-Diabetes. Der Grund dafür ist, daß im letzten Drittel der Schwangerschaft der Insulinbedarf stark zunimmt. Da beim Typ-2-Diabetes eine Insulinresistenz bereits viele Jahre vor den ersten meßbaren Veränderungen (z.B. Glucoseintoleranz, erhöhte BZ-Werte nach dem Essen) besteht, reicht in dieser Zeit die Insulinproduktion nicht mehr aus, den BZ noch im Normbereich zu halten, der in der Schwangerschaft auch noch niedriger ist als sonst. Um Schäden für den Fötus zu verhindern, ist eine strenge BZ-Einstellung wichtig. Mit der Geburt sinkt schlagartig der Insulinbedarf, und die eigenen Insulinproduktion reicht zunächst wieder aus. Erst mit abnehmender Bewegung und/oder zunehmendem Körpergewicht nimmt die Insulinresistenz erneut so stark zu, daß die Insulinausschüttung nicht mehr ausreicht und der BZ wieder den Normbereich verläßt.
Viele Grüße
Katja -
Fan
Rang: Gastam 31.10.2009 13:17:38
Vorsicht: Satire.
Zitat: - obwohl mein BZ auch mal bei 10 (180) oder gar 20 mmol/l (360 mg/dl) liegt!
…und das in einem Board, wo doch zu keiner Zeit der Zucker über 140 mg/dl steigen darf und dies als Dogma verkündet wird.
Sonst appe Füße und dauerblind.
von Fan -
peter
Rang: Gastam 31.10.2009 19:11:59
was hälst du Scherzkeks davon deinen Unfug mal auf einem Behinderten oder Blindenforum zu verbreiten.
heißt du Mirja Boes daß du deine pubertäre Phase ins Rentenalter mitschleppst?