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Alleinerziehende Diabetikerin - Hilfe!
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Isabel Kottkamp
Rang: Gastam 29.12.2003 12:31:55
Hallo!
es geht hier um meine ältere Schwester. Sie, 40 J., ist seit ihrem 6ten Lebensjahr Tpy I. Immer wieder kam es zu Unterzuckerungen. Wir kennen das Ganze schon so lange. Immer war jemand da, der ihr helfen konnte: Mama, Ehemann und manchmal auch die kleine Schwester, sprich ich. Aber jetzt droht die Ehe von ihr auseinander zu gehen. Es wird schon konkret von Scheidung und Sorgerecht für die zehnjährige Tochter gesprochen. Seit dem hat für mich und meine Mutter ein Alptraum begonnen. Die Kleine will zu ihrer Mama. Aber wie soll das gehen? Ein Kind kann doch nicht zum AUfpasser für die Mutter werden und ihr Traubenzucker oder sogar Glukosespritzen geben im Notfall. Die Kleine hat eh schon eine furchtbare Angst um ihre Mami, dass sie irgendwann sterben könnte. Es ist einfach zuviel für das Kind. Wir, Mutter und ich, finden, dass sie, die Schwester, sich einfach nicht richtig hält und alles zu locker nimmt. Z.b. ständig bis morgens unterwegs ist und etwas zuviel ALkohol trinkt. Aber meine Schwester ist so stur, außerdem stimmt das ja alles eh nicht, was wir sagen. Aber erst neulich ist sie beim Gassigehen mit ihrem Hund im Wald umgekippt und wurde erst nach 1 Stunde zufällig gefunden. Solche Sachen kosten uns schlaflose Nächte und sie zieht es ins Lächerliche. Was sollen wir nur tun? Vielleicht kann mir jemand irgendetwas raten. Wie machen das andere Alleinerziehene DiabetikerInnen? Ich würde mich sehr freuen. Wir sind alle sehr verzweifelt!
Danke -
ANONYM
Rang: Gastam 30.12.2003 13:16:15
Bei dem Lebenswandel ist es eher
unwahrscheinlich, daß das Gericht der
Mutter die Tochter zuspricht.
Deine Schwester ist eine Zumutung für
jedwedes Familienmitglied, erst recht
für ein Kind.
Wenn sie mit ihrem Diabetes nicht
klar kommt bzw. so schludrig umgeht,
muß sie die Konsequenzen tragen
und sollte andere davon verschonen.
So leid es mir tut, wer stur ist, ist stur ... von ANONYM -
Isabel Kotkamp
Rang: Gastam 31.12.2003 18:06:47
Hallo!
Danke für die Nachricht - auch wenn diese mich natürlich nicht gerade beruhigt. Ich frage mich, ob mein Beitrag vielleicht nicht doch ungerecht meiner Schwester gegenüber war. Sie versichert ja immer, dass sie regelmäßig ißt und Blutzucker misst und für die Unterzuckerungen, die ganz plötzlich kommen, nichts kann. Außerdem ist sie bei einem Spezialisten regelmäßig zur Untersuchung.
Ich weiß auch nicht wirklich, wieviel Alkohol ein Diabetiker zu sich nehmen darf? Habe jetzt nur schon in einigen Beiträgen gehört, dass der Genuss nicht unbedenklich ist. Soll man den lieber ganz weg lassen? Ich merke gerade, wie wenig Ahnung ich doch von dieser Krankheit habe.
Bin weiterhin sehr besorgt! von Isabel Kotkamp -
Marga
Rang: Gastam 31.12.2003 21:39:58
Hallo Isabel,
zum Thema Alkohol:
Ein Diabetiker darf schon Alkohol trinken, aber sollte
sich doch eher mäßigen - am besten zum Essen ein
Glas trinken.
Alkohol ist imstande, den BZ zu senken!
Unmäßiger Alkoholgenuß schädigt u.a. die Bauchspeichel-
drüse und kann bei manchen erst Diabetes auslösen.
von Marga -
maletzky
Rang: Gastam 20.01.2004 12:12:47
alko ist aber keine lösung suche dir einen neuen mann den mit diabetes ist das leben nicht aus von maletzky -
jochen
Rang: Gastam 23.02.2004 15:55:52
Grüss`Euch,
bin Typ 2. Aber der Grund für ständige Unterzuckerung ist mit der Alkohol. Ein weiterer Teil nimmt die ungeregelte Lebensweise ein und nicht zuletzt die familiäre Situation. Aber den allergrößten Part hat der Betroffene selbst zu erledigen,
und zwar in eigener Verantwortung. Diabetes ist vererbar, und so kann die Schwester Ihr Kind nicht darauf vorbereiten, Was "Dem Kind vielleicht bevorsteht". Ich empfehle fachliche Hilfe
auf medizinischem Gebiet,( regelmäßige Untersuchungen um Werte konstant zu halten, zur Not mit Medikamenten), aber auch die psychologische Beratung tut Not. Vielleicht ist die Frau mit Ihrer Krankheit auch überfordert und sie hat Angst. Auch einer Diabetesgerechten Ernährung und deren Buchhaltung ist für Arztkontrollen unbedingt wichtig. Gruß rijo von jochen