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RE: Betreff antwort auf meine Geschichte
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Ulrich Schwenger
Rang: Gastam 04.12.2003 14:23:27
Danke für die Antwort, ich hätte dazu noch neue Fragen:
1. Macht es einen Unterschied ob man z.B. 150kg wiegt und weitgehend
austrainiert ist(MUskelmasse) oder ob man 150kg wiegt untrainiert(FETT).
Hat dies irgendeinen Einfluss auf die Diabetes.
2. Ich habe gehört das ein erhöhter Insulispiegel gut ist für Muskelaufbau. Stimmt dies?
3. Würde ich Cardio-Training machen(WALKEN-JOGGEN etc), hätte dies ebenso einen solchen
Effekt auf mein Gewicht gehabt?
4. wenn ich am morgen, sagen wir mal 2 Brote esse und nehme
meine Metformin(850mg) dann unterzuckere ich so 3 - 4 Stunden später. Das kam schon vor.
es wäre sehr freundlich wenn sie mir auf meine Fragen antworten würden.
Grüsse + Danke
Ulrich schwenger von Ulrich Schwenger -
chris
Rang: Gastam 04.12.2003 23:29:36
zu 1)
und ob das was ausmacht, ob du Fett oder Muskeln auf den Knochen hast !
a) in Muskelgewebe wirkt iNSULIN anders
b) Muskeln haben heißt, du machst bewegung, und das ist für den Zuckerstofwechsel überhaupt das beste!
zu 2)
ein erhöhter Insulinspiegel macht Hunger, ob Muskeln oder Fett daraus werden, bestimmst Du (Bewegung oder Nichtstun)
zu 3)
ausdauertraining macht weniger Muskeln,
aber bei Deiner Konsequenz wäre der Effekt auf das Gewicht ähnlich gewesen
zu 4)
welches Brot und welchen Belag bevorzugst du? Wenn es rasch verdaulich ist, kann das schon vorkommén. Könntest du das Frühstück aufteilen und ein späteres Gabelfrühstück essen?
Und vor allem Vollkornprodukte, Vollreis, Nüsse usw. also alles, was langsam verdaut wird.
LG
Chris
von chris -
Harry
Rang: Gastam 05.12.2003 09:06:30
Hi Ulrich,
150 kg sollte man sich auf keinen
Fall schön reden als "Muskeln". das
sind einfach viele kg zu viel. Und
die verursachen eine Insulinresistenz.
Starke körperliche Aktivität kann zu
Unterzckerungen führen, und dieser
Einfluß auf den BZ-Spiegel wirkt u.U.
noch Stunden ... Bei Einem Typ 2
wie Dir ist das aber eher unwahr-
scheinlich, es sei denn, Du ißt keine
Kohlenhydrate.
Was Du brauchst ist eine gründliche
Schulung, auch was die Ernährung
angeht. von Harry -
Ulrich Schwenger
Rang: Gastam 05.12.2003 09:26:37
CHris, Harry,
Danke für euer Feedback, aber lest doch mal
mein erstes Mail. Da werded ihr sehen das ich
a: fast kein Frühstück zu mir nehme und
b: anscheined im Grunde meine Lebensmittel nach dem glykämischen Index
auswähle.
Ich bin ja beruhigt das Muskelaufbau meinem Typ 2 offensichtlich gut bekommt
und werde as sicher wieter machen.
Danke Nochmal
Ulrich von Ulrich Schwenger -
chris
Rang: Gastam 05.12.2003 15:42:16
Na ja, dann ist es kein Wunder, wenn du doch mal frühstückst und dann unterzucker bekommst! die tabletten, die du nimmst fangen nämlich erst richtig zu wirken an, wenn du ihnen "was zu essen gibst"
Chris von chris -
Andreas
Rang: Gastam 05.12.2003 19:46:13
Hallo Ulrich, hallo Chris!
Ich möchte hier ausschließlich das Metformin betreffend zur Klärung beitragen:
Metformin ist ein Insulinsensitizer und gehört zur Gruppe der Biguanide. Es ist übrigens das einzige Biguanid, daß noch zugelassen ist. Biguanide verzögern die Glukoseresorption und hemmen die hepatische (aus der Leber)Glukoneogenese (Umwandlung von Glykogen in Glukose). Ein Innsulinsensitizer wirkt durch Senkung der Insulinresistenz. Er erhöht die Glukoseaufnahme des Muskel- und Fettgewebes.
Wie kann es da zu einer Unterzuckerung kommen? Ursächlich durch die Wirkungsweise des Metformins sicherlich nicht! Zu einer Unterzuckerung könnte es hier nur bei einer Kombination mit Sulfonylharnstoff-Präparaten kommen.
Herzliche Grüße
Andreas -
Ulrich Schwenger
Rang: Gastam 08.12.2003 15:36:01
Andreas, Danke,
aber was sind sulfonylharnstoffe? Und was ist
eigentlich Insulinresistenz?
Viele Grüsse und Danke im Voraus für die Antwort.
Ulrich
von Ulrich Schwenger -
Harry
Rang: Gastam 08.12.2003 16:45:26
Hallo Ulrich,
ich bin zwar nicht Andreas, aber ...
Sulfonylharmstoffe sind Wirkstoffe
in AntiDiabetika, soweit ich weiß.
Ich bin allerdings der Meinung, daß
Insulin auf Dauer die bessere Lösung
ist.
Insulinresistenz haben z.B. stark
übergewichtige Diabetiker, weil
deren BSD nicht für das Übergewicht
ausgelegt ist. Sie produziert immer
mehr Insulin, aber das Insulin wirkt
nicht so, wie es eigentlich von Natur
aus soll.
Und bei Deinem Gewicht muß die BSD
ja für zwei arbeiten ...
Geh zu einem Diabetologen und laß
Dich schulen, das ist unerläßlich!
von Harry -
Andreas
Rang: Gastam 09.12.2003 09:19:40
Hallo Ulrich!
Sulfonylharnstoffe sind, wie Harry ja schon erklärt hat, orale AntiDiabetika. Sie regen die B-Zellen der Bauchspeicheldrüse an, damit diese mehr Insulin produzieren, was ja letztlich zu einer Unterzuckerung führen kann.
Insulinresistenz bedeutet, daß die Wirkung des Insulins verändert ist. Wir haben da diese Rezeptor-Theorie die besagt, daß das Insulin sich nicht an die Rezeptoren hängen kann, weil diese verändert sind.
Man muß dabei grundsätzlich zwischen absolutem und relativem Insulinmangel unterscheiden. Absolut bedeutet, daß kein Insulin vorhanden ist (Typ 1). Relativ bedeutet, daß zwar genug Insulin vorhanden ist, aber dieses "genug" reicht nicht aus, weil die Wirkung verändert ist (Typ 2).
Ob nun Übergewicht zur Insulinresistenz führt oder die Insulinresistenz zum Übergewicht, ist die berühmte Frage, über die immer wieder diskutiert wird. Jedenfalls führt eine Insulinresistenz zur Hyperinsulinämie und die kann sicherlich eine Gewichtszunahme bewirken.
Herzliche Grüße
Andreas -
Cchris
Rang: Gastam 10.12.2003 22:15:27
Also, meine kluge Internistin hat mir die Metformin-Wirkung so erklärt:
eben weil die Leber in Bezug auf Glukose-Freisetzung lahmgelegt wird, stürzt sie sich mit Enthusiasmus auf den Neuzugang, der wegen der verzögernden Wirkung des Metformin ja auch nur langsam kommt - und wenn man nicht regelmäßig richtig ißt, kanns schon mal ein leichtes Hypo geben.
So weit der Stand meiner Aufklärung
Grüße
Chris von Cchris