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Diabetes und Aggressivität
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Bine
Rang: Gastam 31.07.2003 12:40:57
Mein Vater (66Jahre) ist seit mehreren Jahren Diabetiker und muß sich auch spritzen. Allerdings war er nie gewillt, die Krankheit anzunehmen und hat auch nie danach gelebt. Was dazu geführt hat, daß er inzwischen ziemlich krank ist, eR hatte auch schon einige kleine Gehirnschläge, ist vergesslich, manchmal verwirrt. Aber was das schlimmste ist, er ist aggressiv. Meiner Mutter, die für ihn sorgt gegenüber ist es am schlimmsten. Die Ärztin sagt immer nur, das ist eben so. Kann man da wirklich nichts machen, damit er etwas ruhiger wird, mit Medikamenten o.ä. Meine Mutter ist kurz vor dem Zusammenbruch. Kann mir vielleicht jemand weiterhelfen? Bine -
Andreas
Rang: Gastam 31.07.2003 14:07:46
Hallo Bine!
Natürlich könnte man hier mit Psychopharmaka "therapieren". Das ändert allerdings nichts an der Tatsache, daß der Zucker optimal eingestellt werden muß und daß dein Vater lernen muß, mit seiner Krankheit umzugehen. Wahrscheinlich würde er sich sowieso weigern, einen Facharzt für Psychiatrie aufzusuchen und Psychotherapien würden ohnehin nur funktionieren, wenn der Patient seine Therapiebereitschaft signalisiert.
Es ist immer recht schwierig, in solchen Fällen eine Lösung zu finden. Vielleicht gibt es in der Nähe eine Selbsthilfegruppe, bei der du dir Rat holen und mit der du deinen Vater dann konfrontieren könntest. Vielleicht besteht die Möglichkeit, mit dem behandelnden Arzt über eine Diabetikerschulung oder einen Kuraufenthalt zu sprechen, bei dem deinem Vater der Umgang mit seiner Erkrankung vermittelt werden könnte.
Herzliche Grüße
Andreas