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Ist das dass Ende?

  • Pia

    Rang: Gast
    am 21.07.2003 23:15:20
    Hallo an alle, die mir auf meinen Beitrag "mein Mann ignoriert seine Diabetes" im Februar geantwortet hatten.

    Ich hatte grosse Hoffnung, das sich mein Mann fängt und sich um seine Diabetes kümmert und wenigstens regelmäßig seine Tabletten nimmt und den Alkohl reduziert.
    Heute ist es so, dass wir, mehr ich, uns räumlich getrennt haben!
    Die Situation wurde immer schwieriger, es war kaum noch möglich "normal" mit ihm umzugehen. Wir führten, aus meiner Initiative heraus, immer wieder Gespräche und hatten Diskussionen, die unsere Probleme zwar auf den Punkt brachten, jedoch sich nichts änderte. Ich konnte viele Verhaltensweisen und Handlungen meines Mannes nicht mehr nachvollziehen und mir nichts mehr erklären. Durch seine Diabetes (man weiß ja nicht wie lange er sie schon hatte) hat er (ich denke, auch schon vor unserer Zeit) Potenzprobleme, wofür ich aber immer Verständnis hatte. Viagra war für ihn auch keine Lösung, denn unter der Tatsache, das es meist nur mit Viagra geht, litt er dann auch. Er hat auch schon immer gerne mal getrunken und das verstärkte sich in den letzten 2 Jahren. Nun zum Schluss war es so, dass er täglich, bevor er nach Hause kam, schon was getrunken hat... und ich es nicht merkte. Mir fiel nur auf, dass er nach einem Bier schon "seltsam" wurde und ich sagte ihm wiederholt, er soll sich um seinen Zucker kümmern, da er nicht einmal mehr 1 Bier verträgt. Mein Mann drehte sich in einer Spirale, in der er jetzt am Ende angekommen ist. Ich habe ihm letztlich die Pistole auf die Brust gesetzt und klar und deutlich gesagt, das ich nicht mehr kann, selbst am Ende bin und vorerst eine räumliche Trennung brauche. Nun war er endlich beim Arzt und hat all seine Probleme, die Diabetes, die Potenzprobleme, der Alkohol und Rauchen usw. dem Arzt anvertraut. Dieser sagte ihm, wenn er jetzt nicht gehandelt hätte, hätte er spätestens in 2 Jahren seinen ersten Herzinfarkt bekommen. Er soll nun in eine Klinik, wo er auf Insulin eingestellt wird, eine Psychotherapie macht und sein Alkoholproblem in den Griff bekommt. Er ist nun ohne ein Wort oder noch eine Zeile für mich, zu einem Bekannten gezogen. Erst durch diesen habe ich erfahren, wo er ist. Nun sitze ich hier und muss selbst erst einmal wieder einen klaren Gedanken fassen können. Ich möchte uns, nach seiner Therapie, wieder eine neue Chance geben und habe gleichzeitig Angst davor, dass wir es nicht schaffen, wenn er seine Krankheit nicht akzeptiert und danach lebt. Wir lieben uns, das wissen wir, aber können wir es schaffen auch weiter miteinander zu leben!?
  • Peggy

    Rang: Gast
    am 27.07.2003 10:08:00
    Die Frage kann kein Außenstehender
    beantworten. Die Hauptlast der Bringschuld
    liegt bei Deinem Nann, das ist klar.
    Ich persönlich ließe mir mein Leben
    nicht kaputt machen von einem der so
    rücksichtslos gegen Dich und sich
    handelt. Da er nun fast am Ende ist
    könnte er die Wende mit prof. Hilfe
    schaffen, wenn er es denn will.
    Alles Gute! von Peggy
  • Roland

    Rang: Gast
    am 27.07.2003 12:56:53
    Geht es "nur" um den Diabetes, sollte es Deinem Bericht zu Folge, eine Chance für Euch geben. Ist Dein Mann aber Alkoholkrank, wird es nicht einfach (ich arbeite beruflich täglich mit alkohlkranken Menschen) !
    Dann ist es wichtig, dass auch Du professionelle Hilfe in Anspruch nimmst und eine entsprechende Beratungsstelle aufsuchst. Da ich aus der Schweiz schreibe, kenne ich die Deutschen Beratungsstellen nicht, die sind aber sicher (z.B. übers Internet) zu finden.
    Eines ist ganz wichtig: Um das Problem Alkohol mit Deinem Mann zusammen in den Griff zu bekommen und ihm zur Seite zu stehen, reicht Liebe und Verständnis bei weitem nicht. Im Gegenteil, nur mit Liebe und Verständnis besteht eine grosse Wahrscheinlichkeit, dass Du und Deine Liebe zerbricht.
    Du wirst unendlich viel Kraft benötigen!
    Gruss Roland
  • Reiner Kling

    Rang: Gast
    am 01.08.2003 06:38:26
    Hallo,

    ich habe den Brief von Dir gelesen und ich
    kann mir vorstellen, was in Deinem Mann
    vorgeht. Ich selbst habe 41 J Diabetes
    und habe ED. Es ist sehr sehr Hart damit
    fertig zu werden.
    Nun seit Ihr zwar getrennt lebend. Ich bin
    aber Partnerlos und habe kaum Kontakt.

    Freunde in Gö, und ein Freund in W,ptl. ja

    Die sind aber beruflich derart ausgelastet,
    das man sich alle 3 - 4 Monate mal sieht.

    Meine Geschwister haben ihre eigenen Probleme.
    Trotzdem solltest Du ihm bei seinem
    Problem nicht im Stich lassen. Dein Mann
    braucht Prof. Hilfe durch ein Therapeuten.

    Bis dahin wünsche ich Euch viel Glück
    und
    verbleibe mit freundlichem Gruß

    Reiner Kling