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insulin ja oder nein

  • ramona

    Rang: Gast
    am 29.11.2002 20:04:50
    hallo
    ich arbeite als krankenschwester und habe folgendes problem:
    eine Patientin von mir ist insulinpflichtige Diabetikerin 6-0-6 IE am Tag. nun liegt aber der BZ meist um die 90 mg/dl. Sie fühlt sich auch dabei etwas schwach. Nun soll ich laut ärztliche Anordnung trotzdem immer egal wie der BZ wert ist die 6 Einheiten spritzen. Ist das normal ? was soll ich tun, denn ich habe Angst, daß die patientin kollabiert von ramona
  • Andreas

    Rang: Gast
    am 29.11.2002 20:49:51
    Hallo Ramona!

    Die Forenleser können dir natürlich nicht die Verantwortung abnehmen. Da ich die Patientin nicht kenne, kann ich hier auch nur eine allgemeine Auskunft geben.

    Ein nüchterner BZ von 90 mg/dl ist eigentlich ok. Wann jemand Symptome einer Hypoglykämie verspührt ist unterschiedlich. Wer über längere Zeit einen deutlich zu hohen BZ hatte, bemerkt es offensichtlich früher als andere. Prinzipiell kann man jedoch fast immer davon ausgehen, daß es der Patient selbst bemerkt und dann sollte natürlich auch immer der Traubenzucker griffbereit sein.

    Bei dieser Art der Therapie (morgens 6 und abends 6 IE) müssen selbstverständlich auch die entsprechenden Broteinheiten zu den entsprechenden Zeiten eingenommen werden. Auslassen oder weniger essen bedeutet immer Reduzierung der Insulininjektion.

    Sicherlich hast du gelernt, daß ein Schock (auch ein hypoglykämischer) eine Notsituation darstellt, während man wegen einer Hyperglykämie keinen Schaden nimmt. Von daher kann ich auch deine Bedenken nachvollziehen. Dieses Risiko trägt nun aber jeder Diabetiker und geht fast immer ganz gelassen damit um. Eben weil man die Unterzuckerung (mit wenigen Ausnahmen) immer rechtzeitig bemerkt und adäquat reagieren (Traubenzucker)Kann.

    Herzliche Grüße
    Andreas

  • Gisela

    Rang: Gast
    am 30.11.2002 14:24:33
    Außerdem muss man bedenken: Den Blutzucker von 90 mg/dl hat Deine Patientin ja nur, weil sie Insulin bekommt. Das heißt, wenn Du ihr keins spritzt, hat sie zu hohe Werte. Und wenn sich sich schlapp fühlt, kann das eigentlich nicht an zu niedrigem Blutzucker liegen, denn der ist mit 90 gut. In Absprache mit dem Arzt kann man höchstens ausprobieren, ETWAS weniger zu spritzen. Vielleicht fühlt sich die Patientin dann auch sicherer. Als ich mal im Krankenhaus lag, wollte ich ihn immer etwas höher haben. Grundsätzlich wäre ich vorsichtig mit Therapieveränderungen - aber wem sag ich das? Du bist ja vom Fach. Find ich übrigens toll, dass Du Dich so kümmerst! von Gisela
  • ramona

    Rang: Gast
    am 02.12.2002 10:17:02
    Erst mal Danke für eure Antworten.
    Das problem bei der Patientin ist auch folgendes: wir haben schon desöfteren die Insulininjektion weggelassen. nach eurer Aussage hätte der BZ-Spiegel ja ansteigen müssen, da der Organismus sich an die regelmäßige Injektion gewöhnt hat. War aber eben nicht so und gerade das hat mich eben stutzig gemacht, wenn sie nach 3x Nichtspritzen immer noch ein BZ-Wert um die 90 hat. Die Ärztin meint aber trotzdem spritzen. von ramona